7:1 - SG-Stürmer Sebastian Kramzik erzielt in 17 Minuten einen Dreierpack gegen Ex-Klub PSV Bork

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Die SG Selm hat den PSV Bork recht deutlich abgefertigt. Das 7:1 zeigt: Den Selmern ist in dieser Saison einiges zuzutrauen. Der PSV war personell allerdings nicht gut besetzt.

Selm

, 23.08.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sebastian Kramzik hob beide Hände in die Höhe, als wollte er sich entschuldigen. Gerade hatte der Stürmer der SG Selm das 4:0 erzielt und damit für die Vorentscheidung im Fußball-Testspiel gegen seinen früheren Verein, den PSV Bork, gesorgt, der eine Liga tiefer spielt als seine SG Selm. René Schickentanz, der andere Ex-Borker im Selmer Kader, hatte einen Freistoß getreten. Kramzik stand in der Mitte goldrichtig und verwertete den Abpraller (65.). Der Torjubel fiel verhalten aus.

Als Kramzik aber zwei Minuten später dann eine Flanke von Jan Rabitsch per Volleyschuss voll traf - ein Spitzentor - reckte Kramzik dann doch einen Finger in die Luft - sein bekannter Torjubel. 5:0. Das spätere 7:1 (82.) ging ebenfalls auf Kramziks Konto. Damit hatte der Angreifer, den Trainer Deniz Sahin zur Pause brachte, nur 37 Minuten gebraucht, um einen Dreierpack zu erzielen. Die Tore lagen sogar nur 17 Minuten auseinander.

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Die SG Selm war an diesem Sonntag die klar überlegende Mannschaft. Sah es vor einigen Jahren noch danach aus, als wenn der PSV Bork unter Ingo Grodowski das Rennen um die Nummer eins der Stadt macht, ist mittlerweile klar, dass die SG am nächsten dran ist an der heiß begehrten Bezirksliga.

Selms Trainer hat trotzdem noch etwas zu verbessern

„Vom Ergebnis her ist das auch alles okay“, sagte SG-Trainer Deniz Sahin. Doch ganz zufrieden war der Selmer Trainer nicht. Selm hätte noch deutlich mehr Tore schießen können. Das 2:0 zur Pause war eigentlich zu wenig. Selm machte zwar viel Tempo und schlug auch viele Flanken - die kamen aber nur selten in der ersten Hälfte an. „Wir haben uns oft gut über außen durchgesetzt, hatten dann aber die Mitte nicht besetzt“, bemängelte Sahin.

René Schickentanz hatte nach 13 Minuten das 1:0 erzielt. Einen langen Ball nahm der Borker, der im Herbst 2019 beim PSV Bork vor die Tür gesetzt worden war und dann in Selm eine neue sportliche Heimat fand, einen Diagonalball mustergültig mit und überlupfte dann Simon Guder fein im Borker Tor.

Rene Schicktanz an mehreren Toren beteiligt

Auch für das 2:0 war Schickentanz Ausgangspunkt. Alexander Schwegler zog in die Mitte, trat aber beim Schussversuch über den Ball. Doch Mannschaftskollege Schickentanz war zur Stelle, beförderte den Ball an die Unterkante der Latte, bevor André Zolda dann aus kurzer Distanz das 2:0 erzwang.

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Die erst Halbzeit war auch reich an Kuriositäten: So schoss Borks Abwehrspieler Mario Bester Innenverteidiger-Kollege Daniel Rosengart den Ball bei einem Klärungsversuch vor den Kopf, von wo der Ball schon nach drei Spielminuten gegen das Lattenkreuz sprang.

Daniel Rosengart (l.) grätscht dem Selmer Basanan Tarhan den Ball ab.

Daniel Rosengart (l.) grätscht dem Selmer Basanan Tarhan den Ball ab. © Sebastian Reith

Nach dem 2:0 foulte Torschütze Zolda dann PSV-Mittelfeldspieler Matthias Scherner. Dean Knappmann setzte den fälligen Strafstoß aber in die Wolken (34.). Einen Schockmoment gab es vier Minuten vor der Pause, als der Selmer Dennis Dias mit dem Kopf gegen den Pfosten prallte. „Da hat er Glück gehabt. So kann man schnell mal seine Zähne verlieren. Die Lippe ist etwas kaputt, aber toi, toi toi!“, sagte Sahin erleichtert. Dias konnte sogar weiterspielen.

Auch Jan Rabitsch trifft doppelt

Nach dem Seitenwechsel verwandelte Rabitsch dann eine Schwegler-Ecke per Kopf zum 3:0 (50.) und markierte später auch das sechste Selmer Tor (81.). Den Ehrentreffer erzielte Borks Spielertrainer Sanmi Ojo mit Selmer Unterstützung. Denn seinen Freistoß aus halbrechter Position fälschte die Selmer Mauer unglücklich ins lange Eck ab.

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„In der ersten Halbzeit haben wir gut dagegengehalten. Spielerisch waren wir schon in der ersten Halbzeit unterlegen, haben es aber kämpferisch und läuferisch gut gemacht“, sagte Ojo, dessen Mannschaft personell arg gebeutelt war, „wir waren zum Schluss läuferisch am Ende. Unterm Strich war es nicht so schlimm, wie ich vermutet hatte.“

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