Alfred Achtelik springt um Europas Krone

Leichtathletik

Der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik will den Hallen-Europameister-Titel zurück nach Nordkirchen holen. Nachdem Achtelik vor zwei Jahren passen musste, springt er am Mittwochnachmittag in Italien um den Titel mit. Um nur den Vizetitel mitzubringen, ist er nicht nach Ancona gefahren - daran ließ Achtelik vorab keinen Zweifel.

NORDKIRCHEN

, 29.03.2016, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Springt er wieder über vier Meter? Damit dürfte Alfred Achtelik gute Chancen auf den EM-Titel haben.

Springt er wieder über vier Meter? Damit dürfte Alfred Achtelik gute Chancen auf den EM-Titel haben.

Erwartet wird ein Duell zwischen Achtelik und dem Franzosen Marc Spony am Mittwochnachmittag ab 14 Uhr. Spony entführte vor zwei Jahren den Titel aus Budapest - in Abwesenheit des damals formschwachen Achtelik. "Der Winter war katastrophal", begründete der Nordkirchener seine Absage für die Titelkämpfe 2014. Doch diesmal ist er um so stärker zurück.

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Der deutsche Jahresbeste und Deutsche M55-Meister ist schon mehrfach über vier Meter geflogen. "Ich würde schon gerne nicht Zweiter werden", sagte Achtelik kurz vor Ostern, als er in der Flughafen-Abflughalle saß. Mit an Bord: Seine 4,30 Meter langen Stäbe - das wohl größte Sperrgepäck. "Ich bin hochmotiviert", sagte Achtelik. Sein Satz zeigt: Er will den Titel unbedingt zurück. Zum letzten Mal gelang ihm ein EM-Triumph vor fünf Jahren in Gent.

Schwierig machen den Wettkampf die Bedingungen. Laut Achtelik möchte der Veranstalter drei Altersklassen zusammen springen lassen. Insgesamt 36 Teilnehmer. "Das sind keine fairen Bedingungen", kritisierte Achtelik, "jedes Mal, wenn ich einen Sprung mache, bin ich kalt." Mehr als 15 Springer werden pro Höhe an den Start gehen. "Das dauert dann ja zwischen jedem Sprung eine Dreiviertelstunde, bis ich wieder dran bin", sagte der Nordkirchener salopp. Noch vor Ort wolle er mit anderen Springern bei den Organisatoren intervenieren.

Achtelik erwartet Chaos

Die Konsequenz, wenn das nicht klappt: "Wenn das Chaos herrscht, werde ich riskanter einsteigen. Es bringt nichts, jedes Mal kalt zu werden. Steige ich höher ein, bin ich sofort in den Medaillenrängen", sagte Achtelik. 3,80 Meter dürften zu Edelmetall reichen. Alles darüber könnte sogar schon den Titel bedeuten - Achtelik hat diese Höhen drauf. Die Erkältung und Achillessehnenprobleme hat er jedenfalls überwunden, sagt er. "Ich habe in Düsseldorf auch schon wieder ein bisschen Technik gemacht und bin schon auf einem guten Level."

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