Aufbruch- statt Katerstimmung bei Olfens Handballern

Handball

Der erste Schock nach dem Rücktritt von Trainer von Heino Rickmann haben die Kreisliga-Handballer des SuS Olfen verdaut. Interims-Coach Michael Scholten verspürt vor dem kommenden Spiel eine Aufbruchstimmung.

Olfen

, 17.11.2017, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aufbruch- statt Katerstimmung bei Olfens Handballern

Michael Scholten, der neue alte Coach des SuS Olfen, will mit seinem Team „den Karren aus dem Dreck ziehen“. © Weitzel

Eigentlich könnte die Stimmung bei den Kreisliga-Handballern des SuS Olfen nach dem deutlichen 33:15-Sieg gegen Recklinghausen II am vergangenen Samstag durchweg positiv sein. Wäre da nicht der überraschende Rückzug von Trainer Heino Rickmann gewesen, der dem Verein nach der Partie mitgeteilt hatte, dass er aus beruflichen Gründen mit sofortiger Wirkung zurücktritt.

Scholten erlebt Aufbruchstimmung

Abteilungsleiter Michael Scholten nimmt bis auf Weiteres den Platz an der Seitenlinie ein. Auf die Frage, ob nach diesen turbulenten Tagen beim SuS nun eher Aufbruch- oder Katerstimmung herrsche, hatte Scholten am Donnerstag eine klare Antwort parat: „Ich erlebe gerade auf jeden Fall Aufbruch“, so der neue alte Coach, der die Olfener bereits zwischen Dezember 2015 und Sommer 2017 betreut hatte.

Das wird er nun auf unbestimmte Zeit erneut tun. Denn „natürlich versuchen wir alles, um schnellstmöglich einen neuen Trainer zu präsentieren“, erklärte Scholten. Doch die Chancen, relativ kurzfristig einen neuen Übungsleiter zu finden, schätzte Scholten realistisch ein. „Ich rechne nicht mit einer zügigen Lösung. Die Trainer, die eine Mannschaft trainieren wollen, haben derzeit auch eine Mannschaft. Wir können uns keinen aus dem Hut zaubern“, so Scholten.

Vom Schock erholt

Die Mannschaft habe sich derweil von dem kleinen Schock erholt. „Ich erhoffe mir einen Motivationskick – wir wollen den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen“, lautet nun Scholtens Devise. Schon am Dienstag, als die Spieler über die Entwicklungen informiert wurden und sich von Rickmann verabschiedeten, stand im Anschluss die erste Trainingseinheit unter Scholten auf dem Programm. Nun möchte man möglichst an den erfolgreichen Auftritt gegen Recklinghausen anknüpfen. Beim TB Beckhausen (Sonntag, 15.30 Uhr Adenauer Allee 110, Gelsenkirchen) erwartet Scholten für seine Olfener „ein Duell auf Augenhöhe“. In der Vorsaison unterlag Olfen in Beckhausen, konnte das Heimspiel aber für sich entscheiden.

Gegen die Gastgeber wollen die Olfener zügig zu ihrem Spiel finden, Ballgewinnen schnelle Angriffe folgen lassen – und die Defensive möglichst so stabil halten, wie bei den vergangenen Auftritten. Noch zu Saisonbeginn stellte die Hintermannschaft noch die Problemzone dar, man kassierte zu viele Gegentreffer.

Bölken fällt wohl aus

Nicolas Bölken hat sich im Training das Knie verdreht. „Wenn nicht noch eine Wunderheilung eintritt, wird er uns fehlen“, berichtete Scholten, der ansonsten aus dem Vollen schöpfen kann.

Nur die Anreise könnte zum Problem werden. „Die Halle liegt im Schatten der Veltins-Arena, wo zeitgleich der FC Schalke spielt. So werden aus einer Stunde Anfahrt vermutlich zwei“, verriet Scholten. Umso besser, dass die Olfener sowieso schon in Aufbruchstimmung sind.

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