Benedikt will Mister Universum werden

Bodybuilding

Die Ader scheint kurz vorm Platzen. Muskelsehnen spannen unter der Haut an Oberarm und Brust. Benedikt verzieht das Gesicht. 100 Kilo stemmt er hoch. Seine Hände umklammern die Langhantel, er liegt darunter. Die Woche nach der Meisterschaft macht der 19-Jährige nur leichtes Training.

SELM

03.12.2011, 07:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Benedikt Hülsbusch hat den Titel "Internationaler Deutscher Meister der Junioren 2" im Bodybuilding errungen. Aber sein Ziel ist ein noch höheres. Er will "Mister Universum" werden.

Benedikt Hülsbusch hat den Titel "Internationaler Deutscher Meister der Junioren 2" im Bodybuilding errungen. Aber sein Ziel ist ein noch höheres. Er will "Mister Universum" werden.

Es ist sein erstes Training im Fitnesscenter Pro Active seit der Meisterschaft. „Ich gönne mir eine leichte Woche“, sagt er. Behutsam hebt er die 20-Kilo-Scheiben von der Stange. Spricht er vom Titel „Deutscher Meister“, gönnt sich der sonst Disziplinierte ein Lächeln. „Stolz kann er sein“, sagt Benedikts Trainer und Leiter des Fitnessstudios Bruno Lexy. Unentwegt spricht der 51-Jährige von Benedikts Talent. Das habe er schon erkannt, als Benedikt vor sechs Jahren zum ersten Mal im Fitnessstudio trainierte. „Unter 1000 findet man nur einen wie ihn.“ Hohe Worte, die mehr ankündigen. „Mister Universum“ ist Benedikts Ziel. Heißt: Weltmeister. „Das schafft er“, orakelt Bruno Lexy. „In drei Jahren, spätestens.“ Arnold Schwarzenegger ist Beneditks Vorbild. Die Größe passt: 1,88 Meter.

Benedikt geht zum Kurzhantelbereich. Vier Bänke stehen vor einer mehrere Meter breiten Spiegelwand. Über die gesamte Länge reihen sich Kurzhanteln mit unterschiedlichen Gewichten. Benedikt greift zu zweimal 42,5 Kilo. An diesem Abend trainiert er die Brust. Er legt sich auf die Bank, pustet einmal aus und drückt die Hanteln gen Himmel. Drei Sätze mit je zehn Wiederholungen.  Beim letzten Satz unterstützt Bruno Lexy Benedikts Arme etwas. Benedikt ist froh, dass er seinen Trainer hat. „Ohne ihn wäre das nicht zu schaffen.“ Bruno Lexy stützt nicht nur Benedikts Arme. Bruno gibt Tipps, spricht Mut zu, motiviert. Vier Monate strenge Diät für den Wettkampf zehren an der Psyche.

Beim Wettkampf steht Benedikt nur wenige Minuten auf der Bühne. Dabei hebt er keine Gewichte, sondern spannt in sieben Posen jeweils eine Minute lang die Muskeln voll an. Vorm Spiegel im Fitnessstudio spielt Benedikt bei seinem ersten Training nach der Meisterschaft mit den Brustmuskeln. Er ist nicht ganz zufrieden, macht noch drei Sätze mit Kurzhanteln, dann „kommt er gut raus“. Zum Trainingsabschluss trinkt Benedikt einen Eiweiß-Shake, isst ein Stück Stollen. Damit macht er gut, „was vier Monate gefehlt hat“, sagt er. 2012 will er seinen Titel verteidigen. Kommende Woche beginnt er dafür wieder die Diät. Und das harte Training.

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