Bork erfüllt die Pflicht - Vinnum auf Rang vier

Fußball: Kreisliga

Der PSV Bork, Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm, hat den SV Bausenhagen mit 3:1 nach Hause geschickt. Besonderheiten hatte der 18. Saisonsieg aber trotzdem. SG Selm besiegte parallel in der Kreisliga A 2 Münster den SV Herbern II mit 2:1. Auch Vinnum erspielte sich drei Punkte und klettert in der Tabelle auf Rang vier.

SELM

, 05.03.2017, 21:26 Uhr / Lesedauer: 5 min
Ingo Grodowski war nicht zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft. Nach dem 2:0 habe sie nachgelassen. Das schmeckte Grodowski nicht.

Ingo Grodowski war nicht zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft. Nach dem 2:0 habe sie nachgelassen. Das schmeckte Grodowski nicht.

Kreisliga A2 Unna-Hamm PSV Bork - SV Bausenhagen 3:1 (2:0)

Seit dem 18. September 2016 hat der PSV Bork keinen Punkt mehr abgegeben. Der Erfolg gegen Bausenhagen war der 15. Sieg in Serie – so viel zur Normalität in Bork. Zufrieden war Trainer Ingo Grodowski aber nicht. „Nach dem 2:0 haben wir das Fußballspielen eingestellt und versucht zu verwalten. Das können wir aber nicht. Wir müssen weiter vorne drauf gehen. Daher bin ich absolut nicht zufrieden“, sagte er.

Joel Grodowski (2.) und Marvin Schuster (16.) hatten die Borker auf dem Kunstrasenplatz an der Waltroper Straße mit 2:0 in Front geschossen. Grodowski habe auch in der Kabine gefordert, dass seine Mannschaft wieder „mehr Gas“ gibt. „Das hat sie aber nicht. Und das ist nicht unser Anspruch.“ Bork blieb auch unter dem eigenen Toreschnitt (4,1), die Abwehr aber auch. Verantwortlich dafür war auch Philipp Grodowski, der einen Foulelfmeter an Joel Grodowski verschossen hatte. „Ich gucke ja nie hin, aber man hat mir gesagt, dass er den Torwart angeschossen hat“, sagte Ingo Grodowski.

Nachdem Florian Chille kurz vor dem Abpfiff den Anschlusstreffer erzielt hatte, zeigte Schiedsrichter Michael Wellmann in der Nachspielzeit noch einmal auf den Punkt. Joel Grodowski war gefoult worden, machte es selbst und für den PSV alles klar. Ingo Grodowskis Satz blieb aber hängen: „Wir haben nicht gut Fußball gespielt.“ Und für das Auswärtsspiel beim Sechsten Wethmar II, der Rot-Weiß Unna (1:3) unterlag, forderte er eine Steigerung. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, so Ingo Grodowski. Eine von zwei Saisonpleiten fing sich Bork gegen Wethmar.

TEAM UND TORE PSV: J. Haarseim - Herter, Lammers, Köppeler, P. Grodowski, Kuhn, Westrup (86. Bressler), Audehm, Berger, J. Grodowski, Schuster (86. Buccini) Tore: 1:0 J. Grodowski (2.), 2:0 Schuster (16.), 2:1 Chille (89.), 3:1 J. Grodowski (90.+4, Foulelfmeter)Bes. Vorkommnisse: P. Grodowski verschießt Foulelfmeter (65.)

GS Cappenberg - FC TuRa Bergkamen 3:3 (1:2)

„Die Zuschauer haben ein tolles und sehr spannendes Spiel erlebt. Mit dem Punkt können wir nach den Rückständen zufrieden sein, die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen“, lobte Patrick Osmolski, Trainer der Cappenberger, seine Spieler für den Kampf über die 90 Minuten.

Es fehlte etwas die zwingende Entschlossenheit und Körpersprache zu Beginn am Kohuesholz. Verschlafen hat GSC die Anfangsphase zwar nicht, nach einem 0:2-Rückstand nach 15 Minuten mussten sich die Platzherren aber fragen, woran es lag. „Wir waren nicht zu 100 Prozent auf dem Platz. 90 Prozent reicht in den entscheidenden Momenten halt manchmal einfach nicht“, hatte Osmolski die Antwort auf den blitzschnellen 0:2-Rückstand seiner Mannschaft.

Wie Cappenberg dann aber zurückkam, zeigte die intakte Moral des Teams. Der Weckruf war der Anschlusstreffer von Maximilian Stasch in der 27. Minute. Von da an spielten nur noch die Gastgeber. Nach der Umstellung von 4-4-2 auf ein 3-5-2 ging GSC enormes Risiko und wurde durch Benedikt Stiens (65.) belohnt.

Mitten in die Drangphase auf den Führungstreffer schlug aber Bergkamen durch Engin Duman (70.) eiskalt zurück und ging erneut in Führung. Ein Tiefschlag. Doch auch nach dem erneuten Rückstand schaffte es Cappenberg, sich in die Aufholjagd reinzubeißen und kam durch Kapitän Tobias Schwartz zwölf Minuten vor Spielende zum verdienten 3:3-Ausgleich. Der eingewechselte Abiola Frainde steuerte die Vorlage bei. 

TEAM UND TORE GSC: Grenigloh - Knop, Hügemann (75. Holtze), Eroglu, Jesella (69. Farinde), Stasch, Drees (46. Drews), Wißmann, Stiens, Zentgraf, SchwartzTore: 0:1 Gider (12.), 0:2 Gider (15.), 1:2 Stasch (27.), 2:2 Stiens (65.), 2:3 Duman (70.), 3:3 Schwartz (78.)

Kreisliga A2 Münster SG Selm - SV Herbern II 2:1 (0:0)

90 Minuten Spielzeit sind in der Regel für ein Fußballspiel angesetzt. Eine Nachspielzeit von zwei bis drei Minuten ist nicht unüblich, auch in der Kreisliga A nicht. Doch Schiedsrichter Martin Brinkmann war von der sehr unterhaltsamen Partie zwischen den Gastgebern aus Selm und den Gästen aus Herbern so angetan, dass er erst nach zehn zusätzlichen Minuten Spielzeit zum Abpfiff in die Pfeife blies. Verzögernde Szenen gab es im Vorhinein allerdings nicht.

Nur kurz war das Spiel in der 73. Minute unterbrochen, als die Selmer sich in den Armen lagen, um den Siegtreffer von Joker Sebastian Kramzik, der seinen zwölftes Tor der Spielzeit erzielte, zu feiern. „Wir haben eine wirklich gute Partie gespielt. Zur Halbzeit wussten wir, dass wir aggressiver nach vorne verteidigen müssen. Die freien Räume haben wir in nach dem Wechsel besser ausgenutzt und Krabbe macht so den Siegtreffer“, sagte SG-Trainer Mark Bördeling nach dem Schlusspfiff.

Der Offensivdrang beider Teams war bereits von der ersten Minute an zu spüren, da beide auf Sieg spielten. Zwar fehlte bei Selm die komplette Zentrale im Mittelfeld, Marcel Dresken und ein sehr gut aufgelegter Tobias Tumbrink, der beide Tore vorbereitete, machten ihre Sache in Vertretung von Elias Heidecker und Fabian Hillmeister sehr ordentlich.

Überraschende Führung

Dennoch waren es die Gäste aus Herbern, die den erfolgreicheren Start in den zweiten Spielabschnitt hinlegten. Angreifer Mirco Kortendick brachte Herbern mitten in Selms Drangphase nach 65 Minuten in Front. Kortendick überlupfte bei seiner zweiten Großchance in der Partie Lukas Witthoff im Selmer Tor und bescherte den Gästen die nicht unverdiente, aber überraschende Führung.

„Vor der Pause hatten wir noch größere Chancen, da haben wir bereits zu viel liegengelassen. Nach unserer Führung kam einfach zu wenig, in der Abwehr waren wir nicht wach“, sagte Christian Adamek, Spielertrainer der Herberner Reserve.

Wacher zeigten sich die Angreifer der SG Selm. Innerhalb von nur drei Minuten (70., 73.) drehten Jannis Pieper und eben SG-Toptorjäger Kramzik die Partie. Durch die drei Punkte gegen den Favoriten aus Herbern schiebt sich die SG auf den sechsten Tabellenrang nach vorne. Nur noch fünf Punkte hinter den Herbernern auf Rang vier.

TEAM UND TORE SG: Witthoff - Kollakowski, Tarhan (46. Kramzik), David, Koch, Heinric (77. Kämper), Tumbrink, Dresken, Schulze Weiling, Pieper, Voßschmidt (88. Klomann)SVH II: Se. Adamek - Lübke, S. Aschoff, Närdemann, Ch. Adamek, Krieter, Roters, Eroglu, Bentrup, Kortendick, M. AschoffTore: Kortendick (65.), 1:1 Pieper (70.), 2:1 Kramzik (73.)

SC Nienberge - SC Capelle Sonntag, 5. März, 15 Uhr, Feldstiege 45, 48161 Münster

Mit einem 3:3 ist Fußball-Kreisligist SC Capelle in das Fußballjahr 2017 gestartet. Oliver Ritz sorgte mit einem späten Doppelpack noch für den Punkt. Für Gesprächsstoff sorgte Rückkehrer Stefan Möer.

Nach anderthalb Jahren ohne Spiel gab Möer sein Comeback – und er hatte gleich spielentscheidend werden können. „Der Ball ging 2,5 Millimeter am Pfosten vorbei. Wir hätten es ihm alle gegönnt“, sagte Trainer Martin Ritz – dessen Mannschaft hätte drei Punkte im Abstiegskampf auch dringend gebraucht.

Positiv: Capelle holte einen 1:3-Rückstand auf. „Vom Spielverlauf her bin ich mit dem 3:3 zufrieden“, sagte Ritz. Doch es war auch mehr drin. Marius Artinger verschoss nach 20 Minuten einen Foulelfmeter – Oliver Eckey war zu Fall gebracht worden. Das erste Tor schossen trotz guter Capeller Chancen aber die Gäste. Andranik Matevosyan (26.) traf „aus dem Nichts“, so Ritz. Simon Walters Ausgleich per Bogenlampe währte keine 60 Sekunden. Christopher Böhmer und Patrick Meyer erhöhten auf 3:1. Erst eine Viertelstunde vor dem Ende zirkelte Oliver Ritz einen Freistoß ins Eck und legte drei Minuten vor dem Ende nach.

TEAM UND TORE SCC: Nölkenbockhoff - Reher, Cillien, Nölken (81. Lachmann), Steinhoff (62. Sudholt), Streppel, Eckey, O. Ritz, Artinger, Walter, P. Ritz (69. Möer)Tore: 1:0 Matevosyan (26.), 1:1 Walter (35.), 2:1 Böhmer (36.), 3:1 Meyer (43.), 3:2 O. Ritz (76.), 3:3 O. Ritz (87.)Gelb-Rote Karte: Severin (87., Unsportlichkeit/Nienberge)Bes. Vorkommnisse: Artinger verschießt Foulelfmeter (20.)

Kreisliga A2 Recklinghausen SW Meckinghoven - Westfalia Vinnum 1:3 (0:1)

Durch einen 3:1-Auswärtssieg beim SW Meckinghoven hat Westfalia Vinnum den Sprung auf den vierten Tabellenplatz in der Fußball-Kreisliga A2 Recklinghausen geschafft. Fatih Cengiz war der Matchwinner mit einem Doppelpack.

Zu Beginn noch verunsichert aufgrund des schlechten Rasenplatzes und fehlerbehaftetes Spiel, steigerte sich Westfalia Vinnum im Laufe des Gastspieles bei SW Meckinghoven immer weiter und behielt auch am dritten Sonntag nach der Winterpause die drei Punkte bei sich.

„Unter dem Strich sind es verdiente drei Punkte. Wir hatten zwar enormen Aderlass in der Mannschaft in den letzten Wochen, doch die Jungs haben das sehr gut gemacht“, sagte Vinnums Trainer Frank Bidar nach dem 3:1. Die Führung besorgte Kapitän Daniel Rosengart vom Elfmeterpunkt, nachdem der Schiedsrichter ein Handspiel geahndet hatte. Fatih Cengiz stellte nach der Pause per Drehschuss schnell auf 2:0 (49.) und brachte so die Vorentscheidung. Zwar gelang Meckinghoven durch Sadi Öztürk nach einem Konter der Anschlusstreffer (52.), ehe erneut Cengiz mit seinem zweiten Treffer nach 77 Minuten alles klar machte.

TEAM UND TORE Vinnum: Roser - Rosengart, Stolzenhoff (89. Kablitz), Rosowski, Wendel (75. Diekmann), Cengiz, Olfens, Stanek (85. Ma. Asemann), Forsmann, Mi. Asemann, Leb

Lesen Sie jetzt