Borks Serie hält / Remis unter Freunden

Fußball: Kreisliga A

Fußball-Kreisligist PSV Bork hat am Sonntag den SV SW Frömern mit 2:0 (1:0) besiegt. Ein starker Jens Haarseim im Borker Tor war ausschlaggebend in dieser recht ausgeglichenen Partie. Die SG Selm schießt den WSC II ab, Vinnum hat Pech und Cappenberg holt ein Remis.

CAPPENBERG/SELM/OLFEN

von Marvin K. Hoffmann, Simon Walter, Sebastian Reith,

, 22.09.2017, 16:22 Uhr / Lesedauer: 6 min
Borks Serie hält / Remis unter Freunden

Sebastian Kramzik (r.) hatte am Sonntag Pech im Abschluss mit dem PSV Bork gegen Frömern. Bork holte aber auch ohne seine Tore den vierten Sieg in Serie.

Kreisliga A2 Unna-Hamm Wethmar U23 – Cappenberg 2:2 (1:1)

Wethmar erwischte einen sehr guten Start. Niklas Witte flankte den Ball auf Kai Schinck, der per Kopf auf Flemming Orlowski legte, der den Ball über die Linie drückte (11.). Nach knapp einer halben Stunde zeigten sich die Cappenberger zum ersten Mal in der Offensive, doch der Freistoß von Nico Kuch ging erst an den Pfosten und dann vom Rücken des TuS-Keeepers Niklas Dvorak ins Toraus.

Wenig später war Marius Mantei aber im Nachsetzen erfolgreich. Kurz vor der Pause hatte Wethmars Thomas Sajonz die Chance zur erneuten Führung, doch sein Schuss aus 16 Metern ging an den Pfosten.

Schinck setzte nach dem Wechsel einen Schuss an die Latte, Sajonz reagierte am schnellsten und köpfte zur Führung ein (55.). In der Schlussphase musste Schinck aber mit Gelb-Rot vom Platz. Cappenberg erhöhte den Druck. Nach einem Foul von Dvorak an Kuch gab es Strafstoß für die Gäste. Den Versuch von Fabrice Pestinger parierte Dvorak mit dem Fuß. (78.).

Kurz vor dem Ende gelang Cappenberg doch noch der Ausgleich. Mantei hielt nach einer Hereingabe den Fuß hin (89.). „Es fühlt sich für uns wie eine Niederlage an. In den letzten 20 Minuten war es ein Spiel auf ein Tor. Es sind zwei verlorene Punkte“, sagte GSC-Trainer Patrick Osmolski. Benjamin Fasse sah den Spielverlauf ähnlich: „Wir hätten vor dem Platzverweis den dritten Treffer machen müssen. Mit dem Punkt sind wir aber zufrieden.“

Team und Tore GSC: Grenigloh - Holtze, Drews, Mantei, Kuch, Becker, Grass, Kwiatkowski (65. Zocher), Drees, Pestinger (84. Osmolski), ZentgrafTore: 1:0 Orlowski (11.), 1:1 Mantei (30.), 2:1 Sajonz (55.), 2:2 Mantei (89.)Gelb-Rote Karte: Schinck (77., Foul/Wethmar)Bes. Vork.: Dvorak (Wethmar) hält Strafstoß gegen Pestinger (78.) 

PSV Bork - SV SW Frömern 2:0 (1:0)

Der PSV startete nicht gut. Viele Pässe fanden nicht den Weg zum Mitspieler. Die erste Chance hatte die Mannschaft von PSV-Coach Ingo Grodowski erst in der 20. Minute. Daniel Berndt spielte einen Pass steil auf PSV-Stürmer Sebastian Kramzik, der jedoch an Frömerns Schlussmann David Schydlo scheiterte.

„Von beiden Seiten kam eigentlich gleich viel. Jens im Tor war natürlich stark, aber wir haben auch etwas Glück gehabt“, sagte Grodowski. Glücklich war der PSV etwa zehn Minuten nach der verpassten Kramzik-Chance. Darius Ruzok köpfte den Ball nämlich auf die Borker Latte. Weitere zehn Minute später die Erlösung durch einen stark aufspielenden Rene Schickentanz. Pascal Zander steckte den Ball durch auf Schickentanz. Der wendige Offensivakteur umrundete den gegnerischen Torwart und schob den Ball zur 1:0-Führung (40.) ein.

Nach dem Seitenwechsel drehte plötzlich ein Borker Spieler richtig auf - Mirco Klomann. Frömerns Thomas Ruzok rief noch in Richtung seiner Mitspieler: „Der kann nichts, geht an ihm vorbei.“ Klomann belehrte seine Gegner aber eines Besseren. „Ich werde oft unterschätzt“, sagte der Verteidiger nach der Partie im Scherz.

Denn: Klomann räumte nicht nur hinten gründlich auf. Er sorgte auch für den Siegtreffer zum 2:0. „Das mit der verrückteste Spinner – im positiven Sinne. Mirco ist ein klasse Typ. Ich freue mich sehr für ihn, dass er getroffen hat“, sagte PSV-Trainer Grodowski.

Kurios dabei, Klomann erzielte sein Tor liegend. Zuvor verpassten die Borker Stürmer eine Flanke von Zander. Mit dabei vorne eben Klomann, der sich auf dem Boden drehte und den Ball über die Linie brachte. Sein erstes Saisontor. „Ich bin ja sonst nur für die Verteidigung hinten drin zuständig“, sagte er. Und die Defensive steht momentan gut in Bork. Es war der vierte Sieg in Folge und das zweite Spiel ohne Gegentor hintereinander.

Team und Tore PSV: Haarseim - Klomann, Koch (83. F. Köppeler), Hensler, Kuhn, Berndt, Schickentanz (90. Volle), Brüggemann, Osmani, Kramzik, ZanderTore: 1:0 Schickentanz (40.), 2:0 Klomann (78.)

Kreisliga A2 Münster SC Capelle – SC Nienberge 1:3 (0:0)

Bis zum ersten Tor legten die Gastgeber eine solide Defensivleistung an den Tag, die letztlich aber nicht ausreichen sollte. Erst zum Ende des Spiels schafften es die Nienberger zu treffen. „Das Spiel war nach dem 0:1 bereits für uns verloren“, zieht Capelles Trainer Martin Ritz als Fazit aus der Leistung seiner Mannschaft.

Den Grund für die Niederlage sieht er in den fehlenden Spielern und der momentanen Belastung: „Das waren drei Spiele in acht Tagen. Irgendwann ist der Akku auch mal leer. Durch die Ausfälle mussten wir auf Spieler zurückgreifen, die nicht regelmäßig mittrainieren konnten.“

Dementsprechend war bei Capelle nach dem ersten Treffer die Luft raus. Dieser kam unglücklich zustande, als ein geklärter Ball von den Gästen zurück in den Capeller Strafraum geschossen wurde und dort Patrik Meyer Torhüter Daniel Gerbe mit seinem Schuss in den Winkel keine Chance ließ (75.). Keine drei Minuten später musste Gerbe schon wieder hinter sich greifen (77.).

Capelle schaffte es nicht, aus diesem Rückstand heraus zu kommen, spielte jetzt noch unkonzentrierter. Ein Rückpass auf den Torwart wurde von den Gästen abgefangen und direkt zum 3:0 verwertet (84.). Ritz: „In unserem Rahmen haben wir gegeben, was wir konnten, aber letztlich war die Niederlage natürlich verdient.“ Den Anschlusstreffer zum 3:1 erzielte Simon Walter kurz vor Schluss (88.).

Capelle steckt nach diesem Spiel immer noch im unteren Tabellenviertel der Kreisliga fest und belegt den 13. Platz, nachdem der Werner SC II ebenfalls gegen die SG Selm verlor. Eine gute Chance, wieder den Weg nach oben zu finden, hat Capelle im nächsten Spiel gegen den Vorletzten SV Davaria Davensberg. 

Team und Tore SCC: Gerbe - P. Wittkamp, S. Wittkamp (80. Hüser), Nölken, Lachmann, Dülfer, Logan (65. Steinhoff), Möer, Altemeier (71. Gumprich), Walter, PateTore: 0:1 Meyer (75.), 0:2 Kortenbrede (77.), 0:3 Leser (84.), 1:3 Walter (88.)

SG Selm - Werner SC II 5:0 (2:0)

Werne ist damit seit sechs Spielen sieglos, während Selm einmal mehr beweist, dass sie diese Saison oben mitspielen wollen. Wie auch in den letzten Wochen haben die Selmer Offensivspieler Jan-Hendrik Rabitsch und Niklas Neumann entscheidenden Anteil am Sieg, beide konnten sich mit jeweils zwei Toren und einer Vorlage brüsten.

Selm hatte von Anfang an die Rolle des Favoriten in diesem Heimspiel, doch Werne konnte die erste Viertelstunde noch problemlos mithalten. Beide Teams kamen zu Chancen, doch die Selmer waren es letztlich, die ihre effektiver nutzten. So gingen sie durch Rabitsch und Fabian Konietzni mit zwei schnellen Toren in Führung (16. & 22.). Beide Treffer waren direkte Reaktionen auf Ballverluste von den unkonzentrierten Gästen.

Schon Wernes Torhüter Sebastian Vorwick hatte Probleme, geeignete Anspieloptionen zu finden, daraus resultierten waghalsige Pässe und letztlich die entscheidenden Ballverluste. Verlust von Kampfgeist konnte man den Wernern jedoch nicht vorwerfen, nur die nötigen Treffer blieben aus. Marc Fuhrmann scheiterte mehrmals an Selms Torwart Robert Botta. „Werne hat uns da gut Paroli geboten“, lobt auch Sahin die Leistung der Gäste in der ersten Hälfte.

In der zweiten Hälfte machte Selm den Sack dann zu. Rabitsch und Neumann trafen nach gutem Kombinationsspiel über die Außenseiten (60. & 67.). Werne hatte auf diese Tore keine Antwort mehr, Hüter Vorwick konnte eine noch höhere Niederlage durch mehrere Paraden verhindern, musste sich Neumanns Strafstoß nach einem Foul an Tobias Lütjann dann aber beugen (83.).

Während Selm den Sieg bejubelte, herrscht bei Werne Enttäuschung vor. „Kein Kommentar“, gab es als Kommentar von Wernes Trainer Axel Scheunemann nach der zweithöchsten Niederlage der Saison. Seine Mannschaft rutscht damit auf den 14. Tabellenplatz.

Teams und Tore Selm: R. Botta - Ulrich, Milinkovic (77. Lütjann), David, Kodat, Eilers, P. Botta (67. Dresken), Mark, Rabitsch, Neumann, Konietzni (84. Blecher)Werne: Vorwick - Whitworth, Heese, Kerk, Glinski, Großpietsch, Mürmann (57. Klimecki), Teuber (77. Abaku), Eisenbach, Artinger, FuhrmannTore: 1:0 Rabitsch (16.), 2:0 Konietzni (22.), 3:0 Rabitsch (60.), 4:0 Neumann (67.), 5:0 Neumann (83. / Foulelfmeter)

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld SuS Olfen – SV Borussia Darup 4:0 (1:0)

Wenn es nach Olfens Trainer Trainer Michael Krajczy ginge, hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. „Das hätten mehr Tore sein müssen. Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen“, sagte er nach dem Spiel. Im Gegensatz zu dieser Aussage steht der Beginn der Partie. Die fing für die Steverstädter optimal an, als diese die erste Torchance verwandelten.

Thomas Kilian schob das Leder nach einem Querpass ins Tor und bescherte seiner Mannschaft das schnellste Olfener Tor dieser Saison (1.). Doch die Gastgeber sollten es bis zur 65. Minute nicht mehr schaffen zu treffen – trotz ausreichender Chancen. „Wir arbeiten eigentlich im Training seit Längerem an unserer Chancenverwertung“, erklärt Krajczy seine Kritik.

Für ihn sind die fehlenden Offensivspieler einer der Gründe. Mit Max Müller, der verletzt vom Platz musste (45.) und ausfallen wird, ist nun der dritte von vier Stürmern verhindert. Müller zog sich wahrscheinlich einen Faserriss zu. In der zweiten Hälfte schafften es die Olfener dann doch wieder zu treffen. Sören Neugebauer traf doppelt (63., 80.) und Lars Meier machte in der Nachspielzeit per Freistoß den Olfener Sieg perfekt. Damit steht der SuS nun erstmals auf dem vierten Tabellenplatz.

Team und Tore SuS: Götz - Klask, Hellmich, Weidauer, Brüse, Kilian (81. Brüggemann), Rischen (46. Wilhelm), Karwot, Czempik, Meier, Müller (45. Neugebauer)Tore: 1:0 Kilian (1.), 2:0 Neugebauer (63.), 3:0 Neugebauer (80.), 4:0 Meier (90.+2)

Kreisliga A2 Recklinghausen Vestia Disteln II – Westfalia Vinnum 2:1 (1:1)

Der Pechvogel des Spiels hieß Lars Kuck. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff zeigte der Unparteiische auf den Elfmeter – Strafstoß für die Westfalia. Kuck nahm sich den Ball und vergab. Normalerweise wären Danile Ulrich, Daniel Rosengart und Juri Lebsack Vinnums sichere Strafstoßschützen – das Trio fehlte aber und so durfte Kuck schießen. Mit dem Schlusspfiff kamen dann die Gastgeber in Disteln zum 2:1 – aus einer Abseitsposition, wie Bidar meinte.

„Wir wollen da keine Ausreden suchen“, sagte Bidar zur unbefriedigenden sportlichen Lage. „Wir haben jetzt acht Punkte und die Spiele nicht klar verloren. Es ist nicht so, dass die Gegner jetzt viel besser sind als wir. Dann wäre das okay. Das Spiel hat genau die letzten Wochen widergespiegelt“, sagte Bidar. 

Team und Tore Vinnum: Roser - Wessels, J. Görlich, Rosowski, Wendel (63. Stanek), Cengiz, Demir, Forsmann, Kuck, Asemann, S. GörlichTore: 0:1 Cengiz (21.), 1:1 Gerlach (41., Foulelfmeter), 2:1 Geimer (90.)Bes. Vork.: Zechan pariert Foulelfmeter von Kuck (78.)

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