Capelles Talfahrt hält an - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

Fußball-Kreisligist GS Cappenberg hat gestern deutlich mit 6:2 (4:1) gegen den SV Bausenhagen gewonnen – und am Ende wechselte GSC-Stürmer Marius Mantei noch spontan seinen Vornamen. Erst führt die SG auswärts, dann aber dreht der Gastgeber das Spiel noch. Westfalia Vinnum führte nach der ersten Halbzeit schon mit 3:0. Olfen verlor am Freitagabend bereits beim Spitzenreiter Legden.

SELM/NORDKIRCHEN/OLFEN

, 13.10.2017 / Lesedauer: 8 min
Capelles Talfahrt hält an - Die Ergebnisse

GS Cappenbergs Torhüter Philipp Grenigloh (l.) war beim ersten Gegentreffer machtlos. Erst klatschte der Ball gegen den Querbalken, danach gewann Heiko Sonnenberg (M.) das Kopfballduell gegen GSC-Verteidiger Dietrich Grass.

Kreisliga A2 AH/COE SuS Legden - SuS Olfen

Als der SuS Olfen vor einer Woche das Verfolgerduell gegen Billerbeck mit 1:2 nach einem Freistoß in der Nachspielzeit verloren hatte, war die Stimmung beim Fußball-Kreisligisten schon getrübt. Acht Tage später war es wieder so ein Flutlichtspiel – und wieder eine bittere Niederlage: Das vorgezogene zehnte Saisonspiel am Freitagabend in Legden, Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld, fand seine Entscheidung wieder in einer Standardsituation.

Sieben Minuten vor der Pause segelte ein Eckball in Olfens Strafraum, Marius Kleine Schonnefeld hielt den Kopf zum einzigen Tor hin. Torhüter Christian Götz konnte den wuchtigen Kopfball nicht halten. „Das ist natürlich schwer zu verteidigen, aber aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen“, sagte Olfens Trainer Michael Krajczy.

Er begann das gestrige Telefoninterview mit einem großen Lob: „Die Mannschaft hat ein Riesenspiel gemacht. Für mich war die Niederlage völlig unverdient. Legden war der verkehrte Sieger.“ Nur habe der SuS Olfen seine vier guten Möglichkeiten, die Krajczy zählte, allesamt nicht verwertet.

„Einen musst du davon schon machen, wenn du beim Tabellenführer spielst“, sagte er, „aber wir haben 90 Minuten wirklich Gas gegeben. Dass Legden aus dem Spiel nicht eine Chance hatte, sagt alles.“ Statt auf Platz zwei zu rücken, bleibt Olfen Fünfter – nun sieben Zähler hinter Legden auf dem Thron.

Team und Tore SuS: Götz - Rischen (82.Maikötter), Klask, Köster, Brüse, Kilian, Helmich (79. Mählmann), Karwot, Wilhelm, Neugebauer, CzempikTore: Kleine Schonnefeld (38.)

Kreisliga A2 UN/HA GS Cappenberg - SV Bausenhagen

Patrick Osmolski konnte den 6:2-Sieg gegen den SV Bausenhagen gar nicht so recht begreifen. „In der Höhe weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, ob das so verdient ist. Ich kann es echt kaum bewerten so kurz nach dem Spiel“, sagte Osmolski, Trainer des Fußball-Kreisligisten GS Cappenberg. Sein Team geriet schnell in Rückstand, drehte dann aber plötzlich das Spiel komplett und führte auch – spielbestimmend war Cappenberg aber eigentlich zu keinem Zeitpunkt.

Osmolski: „Wir haben irgendwie kein gutes Spiel gemacht und auf einmal gewinnst du 6:2.“ Sein Team ist dabei nicht gut in die Partie gestartet, die Abstimmung fehlte und Positionen waren nicht richtig besetzt. „Da haben wir dann auch folgerichtig das 0:1 in der achten Minute kassiert“, sagte Osmolski. Erst 20 Minuten später starteten die Hausherren in die Partie.

Julius Becker dribbelte sich in der 28. Minute auf der linken Seite durch die Bausenhagener Defensive, legte quer auf Maximilian Stasch. Der schob ein zum 1:1-Ausgleich. Sechs Minuten später erhöhte Marius Mantei auf 2:1 und Nico Kuch auf 3:1. Bausenhagen war bei diesem Doppelschlag nicht richtig anwesend. In der 42. Minute erhöhte Christian Kwiatkowski noch auf 4:1 – das Spiel war entschieden. „Auf einmal war Halbzeit und es stand 4:1 für uns. Irgendwie hatte ich aber nie das Gefühl, dass wir drei Tore besser waren“, sagte Osmolski.

Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich eigentlich die erste Halbzeit. Cappenberg kam nicht richtig aus der Kabine, Andreas Meng schoss – wieder folgerichtig – den Anschlusstreffer zum 2:4 für die Gäste aus Bausenhagen. Mantei baute die Führung im Gegenzug aber sofort wieder auf 5:2 aus. Ein verwandelter Foulelfmeter von Kwiatkowski in der Nachspielzeit war nur noch reine Formsache. Osmolski: „Nach dem Treffer zum 5:2 hatten wir das Spiel erstmals richtig unter Kontrolle.“

Kurios: Marius Mantei entschied sich vor dem Abpfiff noch dazu, seinen Vornamen zu ändern. Becker wollte einen langen Ball selbst annehmen, rief „Leo, Leo“ in Richtung Mantei. Der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Bausenhagen: „Leo darf man nicht sagen.“ Mantei lief daraufhin zum Unparteiischen, versicherte ihm, dass sein Name Leo sei – der Schiedsrichter lächelte den Erklärungsversuch souverän weg.

Team und Tore GSC: Grenigloh - Holtze, Kwiatkowski, Hügemann, Mantei, Kuch (84. Heisler), Becker, Stasch, Pestinger (63. J. Drees), Grass, Zocher (81. Augustin)Tore: 0:1 Sonnenberg (9.), 1:1 Stasch (30.), 2:1 Mantei (36.), 3:1 Kuch (37.), 4:1 Kwiatkowski (42.), 5:2 Mantei (54.), 6:2 Kwiatkowski (90.+1, Foulelfmeter)

SV Langschede - PSV Bork 

„Wir hatten sechs Ausfälle. Die konnten wir einfach nicht kompensieren“, sagte Klöpper. Später musste noch PSV-Stürmer Sebastian Kramzik verletzt ausgewechselt werden. Bereits in der 18. Minute geriet der PSV Bork in Rückstand, sechs Minuten später fiel der Treffer zum 0:2. Der Ex-Borker Magnus Herter erhöhte in der 36. Minute auf 0:3. „Da war das Spiel eigentlich entschieden“, sagte Ersatztrainer Klöpper.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte Bork nicht mithalten in Langeschede. Klöpper: „Der Platz war sehr eng und klein. Das spielte unseren Gastgebern in die Karten.“ Die Treffer zum 0:4 und 0:5 fielen in der 58. und 78. Minute. Beinahe alle Treffer seien über die schnellen Außenspieler der Langscheder gefallen.

„Das 0:5 war ein Elfmeter, den man wohl auch so geben kann. Aber was sollen wir uns bei diesem Spielstand auch noch aufregen?“, sagte Klöpper.

Bitter: PSV-Stürmer Kramzik musste nach der Halbzeit ausgewechselt werden. „Eine reine Sicherheitsmaßnahme“, versicherte Klöpper. Kramzik klagte über Schmerzen im Knie. „Bei so einem Spielverlauf muss er sich nicht auch noch unnötig aufreiben“, sagte Klöpper.

Team und Tore PSV: Haarseim - Pächer, Brüggemann, Durczak, Berndt, Fischmann, Bressler (74. Koch), Osmani, Kramzik (46. Hensler), Enders, KlomannTore: 1:0 Schorsch (18.), 2:0 Wycisk (24.), 3:0 Herter (36.), 4:0 Krupka (58.), 5:0 Kirstein (78., Elfmeter)

Kreisliga A2 MÜN/WA SV Rinkerode – SC Capelle 4:1 (2:0)

Was man Capelle zugute halten muss: Obwohl der Verein personell gebeutelt ist – abschlachten lässt sich Capelle nicht. Seit dem 0:8 in Roxel im August hat Capelle immer wieder knappe Spiele hingelegt. Nur Punkte sprangen in zehn Spielen erst zweimal heraus.

Das galt auch für das Rinkerode-Spiel. Nach einer Viertelstunde war Torjäger Jan Hoenhorst für Rinkerode zur Stelle. Der Topschütze der Liga erzielte gegen Capelle seine Saisontore 16 und 17 – niemand in der Liga trifft so konstant wie er.

Dass der beste Angriff der Liga von ihm lebt, aber keinesfalls eine Ein-Mann-Show ist, bewies Rinkerode im weiteren Spielverlauf. Sandro Pietsch traf zum 2:0 kurz vor der Pause. Was wäre wohl passiert, wenn Capelle dieses Tor nicht kassiert hätte?

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel stand Marcel Dülfer nämlich für den SCC nämlich goldrichtig – der Anschlusstreffer, der wieder Hoffnung machte. Doch Luis Bertels traf nach etwas mehr als einer Stunde zum 3:1 – der alte Zwei-Tore-Rückstand war wieder da. Verloren war die Begegnung aber noch lange nicht. Vier Minuten nach dem Spiel sah ein Rinkeroder nämlich die Ampelkarte – die Gastgeber waren nur noch zu zehnt, Capelle in Überzahl.

Benedikt Reckmann, der Capelles Trainer Martin Ritz am Sonntag vertrat, nach Spielschluss aber nicht für ein Statement erreichbar war, wechselte in Alexander Küper einen Offensiven ein. Das Tor trafen aber nur noch die Rinkeroder, die jetzt Tabellendritter sind: Jan Hoenhorst traf in der Schlussminute.

Team und Tore SCC: Nölkenbockhoff - Reher, Logan, Dülfer, Lachmann, Streppel, Kixmöller, Steinhoff, Eckey, Walter, PateTore: 1:0 Hoenhorst (14.), 2:0 Pietsch (44.), 2:1 Dülfer (51.), 3:1 Bertels (66.), 4:1 Hoenhorst (90.)

Wacker Mecklenbeck – SG Selm 3:1 (1:1)

Mit dem Pausenpfiff (45.+1) kassierte die SG Selm den bitteren Ausgleich, der aber verdient war. „Mecklenbeck drückte in der ersten Halbzeit und das Glück war lange etwas auf unserer Seite“, sagte Selms Trainer Deniz Sahin, der gestern „mit dem letzten Aufgebot“ nach Münster gereist war.

Kapitän Lucas David musste obendrein in der zweiten Halbzeit angeschlagen raus. Schon zur Pause hatte Sahin Paul Ulrich auswechseln müssen. Der Abwehrspieler hatte sich bei einem Zusammenprall eine blutige Lippe zugezogen. In der Anfangsphase war Selm gleich im Spiel.

Konietzni vertändelte zwar die erste Konterchance nach und Jannik Blechers Schuss ging über den Mecklenbecker Kasten (15.), aber weitere zehn Minuten später passte Konietznis Abschluss. Selm führte. Aber nur bis zum Ausgleich kurz vor dem Gang in die Kabinen durch einen Freistoß. Michael Averweg hielt den Fuß hin.

In Halbzeit zwei entwickelte sich Sahin zufolge ein offenes Spiel. Beide Teams kamen zu Chancen, „aber wir haben die Tore nicht gemacht“, sagte Sahin. Prominentestes Beispiel: Jan Rabitsch hatte die Chance zum 2:2 und tauchte allein vor dem Mecklenbecker Tor auf, zielte aber zu ungenau. Der Ball flog über das Tor. Zuvor hatte Thomas Kroker das 2:1 für Wacker erzielt und das Spiel gedreht.

Das 1:3 aus Selmer Sicht war dann schon die Vorentscheidung 13 Minuten vor dem Abpfiff. Bitter: Basanan Tarhan hatte einen Rückpass zu kurz für Selms Torhüter Robert Botta gespielt. Nutznießer war Christian Probst.

Team und Tore SG: R. Botta - Tarhan (78. Schmidt), Ulrich (46. Kodat), David (56. Banna), Lütjann, P. Botta, Blecher, Dresken, Neumann, Rabitsch, KonietzniTore: 0:1 Konietzni (224.), 1:1 Averweg (45.+1), 2:1 Kroker (56.), 3:1 Probst (77.)

Kreisliga A2 RE Westfalia Vinnum - SC Herten 5:3 (3:0)

Westfalia Vinnum hat am Sonntagnachmittag vor heimischem Publikum mit 5:3 gegen den SC Herten gewonnen. Der Fußball-Kreisligist klettert damit auf den siebten Platz. Die Zuschauer, die das Spiel der Vinnumer verfolgt hatten, wussten in der zweiten Hälfte kaum noch, wo sie hingucken sollten, denn ein Elfmeter folgte dem nächsten.

Dabei begann das Spiel ruhig. Man merkte sofort, dass Vinnum die spielbestimmende Mannschaft war – und das zeigt sich auch nach 15 Minuten im Ergebnis. Fatih Cengiz traf zur 1:0-Führung für die Westfalia. Keine fünf Minuten später erhöhte Kapitän Alexander Rosowski per Elfmeter auf 2:0. „In der ersten Halbzeit haben wir nur eine Mannschaft gesehen“, sagte Frank Bidar, Trainer der Vinnumer. Damit meinte er klar seine Mannschaft, die kurz vor der Pause noch durch Sven Quante die Halbzeitführung auf 3:0 ausbaute. „Wir haben uns Chance um Chance erspielt“, so Bidar.

Nach der Halbzeitpause kam dann die Unruhe ins Spiel, als Schiedsrichter Michael Rehermann andauernd wieder auf den Punkt zeigt. In der zweiten Halbzeit folgten fünf Elfmeter, von denen auch einige umstritten waren. „Von insgesamt sechs Elfmetern waren vier ein Witz“, sagte Bidar.

Dabei machten es die Hertener nochmal spannend, als sie durch Tore in der 50. und 63. Minute auf 2:3 an die Westfalia rankamen. Rosowski stellte dann durch sein zweites Elfmetertor einen Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. In der 90. Minute folgte dann die Entscheidung, als Moritz Wendel im Nachschuss zum 5:2 traf.

Viele Zuschauer dachten, das Spiel sei nun vorbei, doch in der Nachspielzeit folgten noch zwei Ereignisse. Hertens Torwart traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit Yusuf Demir im Strafraum und sah dafür glatt Rot. Den daraus resultierenden Elfmeter hielt der eingewechselte Ersatztorwart der Hertener gegen Rosowski. In der siebten Minute der Nachspielzeit folgte dann noch das Tor der Hertener zum 5:3-Endstand. „Letztendlich sind wir zufrieden“, so Bidar.

Team und Tore Westfalia: Roser - Wessels (70. Asemann), Rosengart, Rosowski, Olfens, Kuck, Quante, Wendel, Cengiz (78. Stanek), Demir, Forsmann (60. S. Görlich)Tore: 1:0 Cengiz (15.), 2:0 Rosowski (20., Foulelfmeter ), 3:0 Quante (37.), 3:1 Appiah Agyei (50., Foulelfmeter), 3:2 Schäfer (63.), 4:2 Rosowski (69., Foulelfmeter), 5:2 Wendel (90.), 5:3 Schäfer (90.+7)Bes. Vork.: Appiah Agyei verschießt Handelfmeter (54.), Schumeinski verschießt Foulelfmeter (76.), Rosowski verschießt Foulelfmeter (90.+2),Rote Karte: Jonas Fischer(90.+2, Foul)

Kreisliga B3 MÜN TuS Ascheberg II - Südkirchen 1:5 (0:1) 

„Meine Mannschaft hat super Fußball gespielt. Das Ergebnis geht so in Ordnung“, sagte Kalender nach der Partie. Südkirchen schaltete schnell um, erzielte die ersten drei Tore per Konter. „Wir haben uns vorgenommen, mit zwei, drei Kontakten nach vorne zu preschen. Das hat das Team teilweise sehr gut umgesetzt“, sagte Kalender. Simon Lütke Börding (39.), Christoph Lammers (53.) und erneut Lütke Börding (60.) trafen so.

In der 68. Minute fiel der erste und einzige Treffer der Gastgeber – per Handelfmeter. „Ich muss leider zugeben, dass ich den selbst versucht habe“, sagte Kalender. Der Südkirchener wollte, nach eigener Angabe, den Ball im Strafraum klären. Kalender: „Dann ist der Ball mir an die Hand gesprungen. Der Elfmeter war berechtigt.“ Gefährdet war der Sieg dadurch nicht. Sieben Minuten später veredelte Marvin Dornhege einen Abpraller zum 4:1, Robin Löchter sorgte in der 87. Minute für den 5:1-Endstand.

Team und Tore SVS: Mayr - Schulte, Kalender, N. Dornhege, Bauhaus, Appel, Schmidt, Klomp, Lütke Börding, R. Schulz, Lammers - Löchter (63.), M. Dornhege (70.), Schäfer (75.)Tore: 0:1 Lütke Börding (39.), 0:2 Lammers (53.), 0:3 Lütke Börding (60.), 1:3 Tüns (68., Elfmeter), 1:4 M. Dornhege (75.), 1:5 Löchter (87.)

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