Cappenberg verliert in Unna – Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

Am Sonntag haben die ersten Kreisliga-Spiele im Jahr 2018 stattgefunden. Während Vinnum mit einem Sieg starten konnte, verlief der Tag für GS Cappenberg nicht so erfolgreich. Hier finden Sie alle Ergebnisse sowie Spielberichte des Spieltages.

Selm/Nordkirchen/Olfen

, 18.02.2018, 16:59 Uhr / Lesedauer: 5 min
Cappenberg verliert in Unna – Die Ergebnisse

Der verletzte Dietrich Grass (M.) wird von dem erkrankten Benedikt Stiens (l.) und Fabrice Pestinger in die Kabine gestützt. © Reith

Fußball, Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
SuS Olfen – TSG Dülmen II 2:0 (1:0)

Man könnte etwas Meisterliches in den ganzlosen Sieg für Olfens Fußballer interpretieren. Der 2:0-Arbeitssieg gegen die TSG Dülmen II am Sonntag in Olfen war nämlich eins von diesen Spielen, über die Michael Krajczy sagt: „Das sind Spiele, die du einfach mal gewinnen musst.“ Und dann abhaken musst.

Dass gegen den Tabellenzwölften noch nicht alles reibungslos klappte, daraus machte Krajczy keinen Hehl. Seine Mannschaft tat sich schwer. Dass Olfen sich zum Ende der Winterpause in der Kreisliga Ahaus/Coesfeld aber trotzdem schadlos hielt und sogar auf Rang zwei hüpfte, war die positive Nachricht der Partie.

Seine ganz eigene Geschichte schrieb Andre Zolda. Der Rückkehrer, der ein Jahr pausiert hatte, war nämlich an beiden Toren beteiligt. Schon nach acht Minuten traf er bei seinem Ligacomeback ins Schwarze. Kurz nach der Pause war er auch an der Ballstafette beteiligt, an dessen Ende schließlich Murat Cengiz, der zweite Rückkehrer, vollendete (53.).

„Wir hatten einige Kranke. Uns ist heute mal die Breite des Kaders entgegengekommen“, sagte Krajczy, der nach dem Sieg nach Köln fuhr und ein Konzert des norwegischen DJs Kygo besuchte.

Hinten agierte Olfen solide. Torhüter Christian Götz hielt seinen Kasten sauber, musste nur einmal wirklich eingreifen. „Das war eine gute Parade“, sagte Krajczy über die Aktion Mitte der zweiten Halbzeit. Da stand es schon 2:0. Olfen war schon längst auf die Siegerstraße abgebogen – und von dieser auch nicht mehr abzubringen.

Team und Tore
SuS:
Götz – Rischen, Klask, Schrey, Karwot, Kilian, Cengiz, Frings (81. Köster), Meier, Zolda, Mählmann.
Tore: 1:0 Zolda (8.), 2:0 Cengiz (53.)

Kreisliga B3 Münster/Warendorf
Werner SC III – SV Südkirchen 3:6 (3:2)

In Werne war Südkirchen eigentlich Außenseiter. Die Südkirchener fügten mit dem sechsten Saisonsieg den Wernern auf Rang fünf die erst dritte Saisonniederlage zu. „Gerechnet habe ich damit nicht. Das war eine grandiose Vorstellung meiner Elf in der zweiten Halbzeit“, sagte Trainer Stephan Kriesinger, „ich habe der Mannschaft in der Pause gesagt, dass sie an sich glauben muss und zeigen muss, was sie drauf hat.“

Die Ansprache funktionierte offenbar. Denn nachdem der Ex-Capeller Alexander Sudholt, Christof Zilligen und Janis Leenders für den WSC getroffen hatten und so die zwischenzeitliche Führung durch Simon Lütke-Börding und Christoph Lammers zunichtemachten, drehte Südkirchen auf und erzielte vier Tore in Hälfte zwei. Als Joker trug sich auch Christian Kallwey neben Rohlmann und den Doppeltorschützen Lütke-Börding und Lammers in die Liste ein.

Team und Tore
SVS: Mayr – Schulte, N. Dornhege, M. Dornhege. Löchter, Lammers (66. Schäfer), Schidlauske (87. Kallwey), Lütke Börding, Klomp, Schulz, Rohlmann.
Tore: 1:0 (4.), 1:1 Rohlmann (8.), 1:2 Lammers (16.), 2:2 (EF, 21.), 3:2 (36.), 3:3 Rohlmann (47.), 3:4 Lammers (49.), 3:5 Lütke Börding (69.), 3:6 Kallwey (90.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Westfalia Vinnum – VfB Waltrop 3:1 (2:0)

Hinter Demir stand am Freitag aus privaten Gründen noch ein Fragezeigen. Doch er konnte sich am Sonntag noch freischaufeln und für die Westfalia auflaufen. Quasi ein Happy End für die Vinnumer. Denn Demir erwies sich als spielentscheidender Mann beim 3:1-Sieg in der Fußball-Kreisliga Recklinghausen gegen den VfB Waltrop.

Das erste Mal zeigte er in der 12. Minute sein Können. Demir und Helmut Stolzenhoff tanzten sich durchs Mittelfeld bis 16 Meter vor den gegnerischen Kasten. Und von da zeigte der Mittelfeldspieler seine Schussqualität und sein Auge. „Reingedroschen“, so beschrieb Trainer Frank Bidar den Schuss seines Spielers zum 1:0.

Das 2:0 verlief im Mittelfeld ähnlich, nur der Winkel veränderte sich für Demir diesmal. Statt eher mittig musste er diesmal beweisen, dass er auch aus spitzem Winkel treffen kann. Ergebnis des Versuchs: Kann er (42.).

Wirklich gefährlich wurde Waltrop der Westfalia aber auch nie. Das Spiel spiegelte die Tabellensituation wider – und zeigte deutlich, warum der VfB in den Abstiegsrängen steht. „Wir waren von der ersten Minute souverän, die Tore fielen alle zu einem Zeitpunkt, an dem sie verdient waren“, sagte Bidar rückblickend über die Partie.

Gefährlich vor das Tor kam Waltop nur einmal – und da hatte Sven Görlich das Spiel dank eines Fernschusses zum 3:0 schon entschieden (71.). Ein Waltroper Freistoß landete kurz vor Schluss im Kasten von Jan-Patrick Roser (86.).

Westfalia Vinnum startet also mit einem Pflichtspiel-Sieg in 2018. Für Bidar ist dieser Zeitpunkt wichtig: „In den ersten zwei bis drei Wochen geht es nicht um die Tabellenplätze, wir starten alle wieder bei Null. Wir hatten jetzt einen Kaltstart und trotzdem ist uns ein Sieg gelungen. Damit können wir sehr zufrieden sein.“

Team und Tore
Westf.:
Roser – Wessels (77. Olfens), Rosengart, Stolzenhoff, Rosowski, Cengiz (71. Wendel), Demir, Stanek, Forsmann (82. J. Görlich), Lebsack, S. Görlich.
Tore: 1:0, 2:0 Demir (12., 41.), 3:0 Görlich (71.), 3:1 (86.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Rot-Weiß Unna II – GS Cappenberg 3:2 (1:1)

Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte GSC-Verteidiger Dietrich Grass kurz vor der Pause vom Feld. Der Sommer-Neuzugang war im Kunstrasen auf der Sportanlage Süd in Unna hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht. Eine Sanitäterin kümmerte sich um ihn. Der Krankenwagen war ursprünglich aber für einen anderen Cappenberger gerufen worden: Julius Becker. Der Youngster war bei einem Zweikampf am Sprunggelenk verletzt worden. Am Ende trat nur Becker die Fahrt ins Krankenhaus an. Spielertrainer Patrick Osmolski meldete später mehrere gerissene Bänder.

„Ein bescheidener Sonntag“, sagte Osmolski in seinem Fazit und bezog dabei dann auch die Cappenberger Leistung mit ein. „Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich von der Leistung enttäuscht bin. Die Niederlage geht in Ordnung gegen einen direkten Konkurrenten, der jetzt an uns vorbeizieht“, sagte Osmolski.

Dabei hatte alles so gut begonnen: Maximilian Stasch erzielte schon nach zwei Minuten die Führung. Christian Kwiatkowski verpasste mit einem Pfostenknaller das 2:0 (15.). „Wir haben dann unerklärlicherweise nachgelassen. Unsere Offensivreihe war ein Komplettausfall“, sagte Osmolski deutlich.

Unna drehte das Spiel nach der Pause. Beim 1:2 durch Emirhan Ucar kam Fabian Holtzes Grätsche auf der Linie zu spät. Vorne scheiterten Sebastian Drews und Stasch per Flugkopfball und auch Osmolski, der sich selbst einwechseln musste, fand in Unnas Torwart Fabio Liebner seinen Meister. Als Stasch dann mit einem Kopfball verkürzte, der sich als Bogenlampe ins lange Eck senkte, wurde es noch einmal hektisch. Und auch Osmolski war mittendrin, als es hitzig wurde. Vom Platz flog er trotz hörbarer Beleidigung nicht, dafür aber Unnas Marius Sparenberg, der Tim Jesella am Boden liegend mehrfach boxte.

Team und Tore
GSC:
Grenigloh – Augustin, Drews, Grass (50. Holtze), Kuch (80. Osmolski), Becker (24. Pestinger), Jesella, Stasch, Kwiatkowski, Wißmann, Hügemann.
Tore: 0:1 Stasch (2.), 1:1 (37.), 2:1 (70.), 3:1 (81.), 3:2 Stasch (83.)

TuS Niederaden – PSV Bork 4:2 (1:1)

Die Gäste erwischten auf tiefem Geläuf den besseren Start. Rene Schickentanz legte einen Tanz durch die TuS- Abwehr hin und traf zur Führung (4.). Niederaden konterte mit einem Lattenschuss durch Patrick Neumann (14.). Zwei Minuten später wurde Neumann im Strafraum gelegt. Kapitän Dominik Hans verwandelte den Foulelfmeter sicher zum Ausgleich (16.). Niederaden bestimmte danach das Kampfspiel.

Beide Teams hielten den Ball eher in der Luft als auf der holprigen Asche. Niederaden hatte allerdings die Lufthoheit, was Borks Trainer Ingo Grodowski immer wieder bemängelte. Kurz vor der Pause scheiterte Maurice Althoff zweimal an Borks Keeper Pascal Klöpper (36./37.).

Nach der Pause drängte wieder Bork. Marcel Möller entschärfte einen Schuss von Daniel Berndt (47.) und hatte bei Mirco Klomanns Distanzschuss aus 30 Metern Glück (49.). Pech hatte danach Marian Kuhn, der eine Flanke von Marius Schmidt unglücklich zum 2:1 ins eigene PSV-Tor lenkte (61.).

Mark Hilgert (68.) und Florian Hans (69.) hatten Chancen zu erhöhen. Bork kam danach in die Partie zurück. Hans stellte seinen Fuß ins Schussbein von Sebastian Kramzik – Elfmeter. Schickentanz verwandelte zum 2:2. Als der eingewechselte Tim Wiggers im Strafraum fiel, gab es erneut Elfmeter. Der Kapitän traf zum 3:2 (87.).

In der Nachspielzeit traf noch der gerade eingewechselte Tim Gotthardt. „Ein Remis wäre gerecht gewesen“, so Borks Grodowski. „Wir waren auf den Punkt da und haben den Kampf angenommen“, sagte TuS-Trainer Stefan Urban und war zufrieden.

Team und Tore
PSV:
Klöpper – Klomann, Koch, Kuhn, Brüggemann, Berndt (J. Köppeler), Köppeler, Radtke, Schickentanz, Kramzik, Zander.
Tore: 0:1 Schickentanz (4.), 1:1 (EF, 15.), 2:1 (ET, 61.), 2:2 Schickentanz (EF, 85.), 3:2 (EF, 87.), 4:2 (90.+4)

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