Cappenberger Urgestein geht nach Lettland - und fehlt GSC nun

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Grün-Schwarz Cappenberg muss einen schmerzhaften Verlust hinnehmen: Flügelflitzer Julius „Jojo“ Becker ist nach Lettland gezogen. Dort wird der 20-Jährige Tiermedizin studieren.

von Leonard Brockes

Cappenberg

, 23.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum da und schon wieder weg. Schon in der vergangenen Saison musste Grün-Schwarz Cappenberg lange auf den jungen Flügelstürmer Julius Becker verzichten. Der Cappenberger war für ein halbes Jahr Work-and-Travel in Australien.

Daher freute sich sein Trainer Pascal Harder, dass Becker diesen Sommer wieder da war. Für die neue Saison hatte er den schnellen Rechtsfuß auf der Außenbahn im neuen 3-4-3-System eigentlich fest eingeplant. Doch „Jojo“ entschied sich recht kurzfristig für ein Tiermedizin-Studium in Lettland.

Julius Becker hat sich für ein Studium im Ausland entschieden. GS Cappenberg fehlt er nun perspektivisch.

Julius Becker hat sich für ein Studium im Ausland entschieden. GS Cappenberg fehlt er nun perspektivisch. © Jürgen Weitzel

Für Trainer Pascal Harder ist es nicht nur sportlich ein großer Verlust: „Jojo war auf und neben dem Platz sehr wichtig. Er hat seit der F-Jugend hier im Verein gespielt, ist also ein echtes Cappenberger Urgestein. Jojo war immer sehr lernbegierig und pflegeleicht. Mit seiner Schnelligkeit war er eine echte Waffe über Außen. Er war einer der schnellsten Spieler in der Liga und ist den meisten Gegner einfach davongelaufen.“

Becker studiert nun in Jelgava in Lettland

Jetzt wird sich „Jojo“ die nächsten Jahre erstmal auf sein Studium in Lettland konzentrieren. Seit ein paar Wochen lebt der 20-Jährige in einem Studentenwohnheim in Jelgava, 40 Kilometer von der lettischen Hauptstadt Riga entfernt.

Einen neuen Klub hat der 20-Jährige aber noch nicht. „Ich muss mich erstmal hier richtig einleben, Leute kennenlernen und die Sprache lernen. Das Studium ist zwar auf Englisch, aber außerhalb der Uni sprechen die meisten nur Lettisch. Außerdem bin ich zurzeit noch am Knie verletzt“, berichtet der Student. „Ich hätte aber auf jeden Fall wieder richtig Bock auf Fußball!“

Julius Becker (r.) zählt zu den schnellsten Cappenberger Spielern.

Julius Becker (r.) zählt zu den schnellsten Cappenberger Spielern. © Jürgen Weitzel

Eine Rückkehr zu seinem Heimatklub Grün-Schwarz Cappenberg nach dem Studium schließt er nicht aus. Sein Trainer Pascal Harder würde auch ein früheres Comeback begrüßen: „Falls er mal für zwei Wochen Heimaturlaub zurückkommt, könnte er sofort wieder für Cappenberg spielen. Er ist immer noch im Klub angemeldet und in der Mannschaft herzlich willkommen.“

GS Cappenberg sieht Ersatz auf dem Flügel

Für die nächste Saison muss Grün-Schwarz Cappenberg jedoch erstmal ohne den Flügelflitzer auskommen. Trainer Pascal Harder sieht seine Mannschaft auf dem Flügel trotzdem gut aufgestellt: „Mit Tom Zentgraf, Fabi Wißmann, Felix Messner und Patrick Rekow haben wir da schon einige Optionen.“

Mit zwölf internen Zugängen steht die Kreisliga-A-Mannschaft vor einem großen Umbruch. „Wir müssen erstmal schauen, wo wir stehen, in die Spur finden und wollen bis zum Winter so viele Siege holen, wie es geht“, erklärt Harder.

Auch Auswanderer „Jojo“ Becker sieht seinen Klub weiterhin gut aufgestellt: „Ich halte immer noch Kontakt zum Team und bekomme die Stimmung in der Mannschaft mit. Ich traue ihnen auf jeden Fall einen Platz im oberen Drittel der Tabelle zu.“

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