Damen der TG Selm sind Meister, der Aufstieg ist wegen Corona dennoch nicht sicher

rnBezirksklasse Tennis

Am vergangenen Spieltag sicherte sich die TG Selm mit einem Sieg gegen Ochtrup die Meisterschaft. Der Aufstieg ist durch die Spielaussetzung wegen der Coronakrise trotzdem fraglich.

von Hendrik Skirde

Selm

, 17.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Damen der Tennisgemeinschaft Selm haben eine fantastische Hallensaison gespielt. Vier Siegen stehen einem Unentschieden und keiner einzigen Niederlage gegenüber. Nach dem 4:2-Sieg nach Spielen gegen den TC Ochtrup sind die Selmerinnen rechnerisch nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Trotz der starken Leistung in der Saison ist der Aufstieg in Gefahr, denn durch die Saisonaussetzung aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist nicht sicher, dass der Meister auch aufsteigt.

Wir haben mit der Spielerin Sandra Zurhove gesprochen. Nachdem sie mit dem Tennis in Selm anfing, wechselte sie nach Selm, ehe sie eine 10-jährige Familien-Pause einlegte. Sie steht nun seit einem Jahr wieder für die TG Selm auf dem Platz und erklärte, warum die Meisterschaft auch ohne Aufstieg gefeiert werden würde.

War die Meisterschaft das erklärte Ziel vor der Saison?
Mein Ziel war es schon, bei den anderen Spielerinnen weiß ich es nicht. Wir haben uns da vor der Saison keine gemeinsamen Ziele gesteckt. Im Sommer waren wir auch schon knapp dran und haben sehr gut gespielt, da hat es aber leider noch nicht gereicht. Deswegen war ich mir aber auch sicher, dass wir das Potenzial dazu haben Meister zu werden.

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Wie lief die Saison für Ihre Mannschaft und wie hat sich das Team während der Saison entwickelt?
Die Saison lief sehr gut, wir haben ein Unentschieden gehabt und die restlichen Spiele gewonnen. Wir waren insgesamt sehr konstant und haben eigentlich immer gut gespielt. Viel entwickeln mussten wir uns während der Saison nicht.

Was sind die entscheidenden Gründe, weshalb Ihr Team nun Meister in der Bezirksklasse ist?
Unsere Doppel sind sicherlich ausschlaggebend. Selbst wenn wir nach den Einzeln etwas hängen oder es Unentschieden steht, sind wir in den Doppeln sehr sicher und drehen dann auch mal das Spiel und gewinnen noch. Das haben wir im Sommer gut trainiert.

Wie haben Sie die Entscheidung aufgenommen, die Tennissaison erst einmal auszusetzen und wie halten Sie sich nun fit?
Ich habe die Entscheidung erwartet, es war dann doch keine all zu große Überraschung, aber Tennisspielen fehlt mir jetzt doch sehr. Es gibt natürlich Wichtigeres als Tennis. Ich gehe joggen statt zum Tennis, um weiterhin etwas Sport zu betreiben.

Wissen Sie schon Näheres, wie die endgültige Wertung der Saison sein wird und ob die Meisterschaft auch als diese gewertet wird?

Da wissen wir Spielerinnen noch nichts Genaueres. Ich gehe aber schwer davon aus und hoffe, dass der jetzige Stand dann einfach die endgültige Tabelle sein wird. Es wäre wirklich schade, wenn wir am Ende doch nicht aufsteigen, aber davon will ich jetzt erstmal nicht ausgehen.

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Wird es noch eine große Meisterschaftsfeier geben?
Feiern werden wir das schon noch. Eine Party wird es ganz bestimmt geben. Das war schon eine große Motivation, weil wir am Ende dann zusammen einen kleinen Ausflug machen wollen.

Das sagt Ludger Nierhoff, Spielleiter der Bezirksklasse 5: „Das Problem ist, dass man aktuell noch gar nicht weiß, wie lange das alles dauern wird. Wenn wir jetzt sagen, wir spielen irgendwann Ende April weiter, ist das im Grund genommen in den blauen Dunst gesprochen. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass die Saison annulliert werden könnte. Dann werden wir die Leistung aus dieser Saison aber irgendwo bei der nächsten Gruppeneinteilungen im kommenden Winter berücksichtigen. Das ist aber alles reine Spekulation. Wir haben gesagt, dass wir jetzt erstmal etwas abwarten und in späterer Zukunft dann entscheiden, wie es letzten Endes weitergeht.“
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