Das sagen der PSV Bork und GS Cappenberg zu den Plänen des Fußballkreis Unna

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Der Fußballkreis Unna plant die Fortsetzung der Saison schon im Januar. GS Cappenberg und der PSV Bork müssten schon ab Mitte des Monats wieder spielen. Ein Team müsste sogar noch eine Woche eher ran.

Cappenberg, Bork

, 20.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie soll die Saison beendet werden? - Diese Frage stellen sich derzeit viele Fußball-Vereine. Aber es gibt noch mehr Unsicherheiten: Nicht ganz klar ist, ab wann die Saison gewertet wird, hier kann es bei den Fußball-Kreisen zu unterschiedlichen Auslegungen kommen. Zumindest die Hälfte der Spiele muss aber gespielt sein.

Aus diesem Grund hat sich der Fußballkreis Unna/Hamm dazu entschieden, möglichst früh den Ball wieder laufen zu lassen. Ein Grund hierfür dürfte auch sein, dass Unna in besonderem Maße vom Sport-Lockdown betroffen war: Im Oktober beschloss der politische Kreis Unna eine Allgemeinverfügung, die auch den Fußball stoppte.

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Viele Mannschaften aus dem Fußballkreis Unna/Hamm sind also durch die damaligen Maßnahmen und die erneuten Lockdown-Beschlüsse gleich doppelt betroffen. Der Fußballkreis entschloss sich daher nun dazu, die Saison schon im Januar fortzusetzen - ungeachtet der noch nicht absehbaren Infektionszahlen und Witterungsbedingungen.

GS Cappenberg zeigt Verständnis

Pascal Harder zeigt Verständnis für die geplante Maßnahme, bei der sein Team am 17. Januar in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen würde: „Ich kann verstehen, dass man die Liga vernünftig zu Ende bringen will. Es macht schon Sinn, dass man früher anfängt, um früher fertig zu werden“, sagt der Trainer von Grün-Schwarz Cappenberg. „Für mich ist das in Ordnung.“

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Allerdings sieht Harder auch Probleme auf sich seine und seine Mannschaft zukommen. „Viel Vorbereitung haben wir dann nicht. Wir hätten maximal zwei Wochen Zeit, um zu trainieren - wenn das Wetter überhaupt mitspielt.“ Sein Team hätte dann schon seit Monaten nicht mehr in einem Ligaspiel vor den Ball getreten.

Und der GSC-Coach sieht noch ein weiteres Problem: „Wir dürfen unsere Kabinen nicht benutzen. Wenn wir ab dem 2. Januar trainieren und es dann um die null Grad ist, habe ich vielleicht danach Spieler mit einer Lungenentzündung“, gibt Harder zu bedenken.

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Dennoch setzt er darauf, dass sein Team bereit ist. „Darauf stellen wir uns jedenfalls ein“, meint Harder und fügt lachend hinzu: „Vielleicht sollte meine Mannschaft weniger Weihnachtsgans essen, damit sie nicht wie eine aussieht.“

Beim PSV Bork herrscht eine vergleichbare Gemengelage. „Ich gehe stark davon aus, dass wir nicht spielen“, meint Sanmi Ojo, Trainer der ersten Mannschaft. „Sollte es so sein, sind wir aber vorbereitet.“ Auch seine Mannschaft würde am 17. Januar in der Meisterschaft antreten müssen.

PSV Bork würde sich über Wiederaufnahme freuen

Zumindest das B-Liga-Team würde sich freuen, berichtet Ojo: „Wenn ich Neujahr sagen würde, dass wir übermorgen wieder trainieren, würde ich innerhalb kürzester Zeit Antworten kriegen wie ‚Können wir nicht schon heute trainieren?‘“, meint Ojo augenzwinkernd, fügt aber etwas ernster hinzu: „Jeder Fußballer würde sich da drüber freuen. Es ist wie die Vorfreude bei der Rückkehr nach einer Verletzung - nur dass durch Corona alle ‚verletzt‘ sind.“

Noch früher als GS Cappenberg und der PSV Bork soll dessen zweite Mannschaft anfangen. Der Fußballkreis Unna/Hamm plant hier das erste Spiel im neuen Jahr für den 10. Januar.

Für den PSV II ist die Lage besonders pikant. Einerseits hat das Team erst drei Ligaspiele absolviert, da es Corona-Fälle in der Mannschaft gab. Der Zwang, möglichst früh anzufangen, ist also durchaus vorhanden. Andererseits konnte der PSV II seit der Saisonvorbereitung nur extrem wenig trainieren. Außerdem müsste das Team das Training zwischen Weihnachten und Neujahr wiederaufnehmen.

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Letzteres wäre für PSV-II-Trainer Marcel Splettstößer aber eher ein kleines Problem. „Meine Jungs vermissen den Sport und fragen, wann es wieder losgeht.“ Dass es aber zur Wiederaufnahme zu so einem frühen Saisonzeitpunkt kommt, glaubt auch Splettstößer nicht: „Das halte ich für ziemlich optimistisch.“

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