Der Abstiegskampf in der Bezirksliga 8 nimmt Fahrt auf

Fußball: Bezirksliga

Der SC Husen-Kurl steht als Absteiger aus der Fußball-Bezirksliga 8 fest. Zwei weitere Absteiger werden noch gesucht. Mittendrin: der FC Nordkirchen, der einen Platz vor den Abstiegsrängen steht. Sechs weitere Mannschaften müssen aber noch zittern. Wir blicken fünf Spieltage vor dem Saisonende auf die Kellerkinder.

NORDKIRCHEN

, 27.04.2017, 12:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Schulz (oben) vom VfB Lünen und der Nordkirchener Marcel Tönning.

Dennis Schulz (oben) vom VfB Lünen und der Nordkirchener Marcel Tönning.

TSC Eintracht Dortmund

Nach dem 2:2-Unentschieden in Wethmar am Sonntag, 23. April, aktualisierte Eintracht-Trainer Mark Elbracht fortlaufend den Live-Ticker. Er wartete auf den Schlusspfiff in Lünen-Süd. Durch den Kamener 1:0-Sieg beim VfB Lünen hat die Eintracht jetzt sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Knüpfen die Dortmunder an ihre Leistung aus dem Wethmar-Spiel an, sollten sie den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag auch rechnerisch klar machen können.

TuS Hannibal

Das Gastspiel in Werne ging erwartungsgemäß mit 0:4 verloren. Hannibal-Coach Hamsa Berro war nicht einmal unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Der spielstarke, aber launische Tabellenzehnte hat sein Schicksal noch selbst in der Hand. Denn das Berro-Team hat drei Heimspiele und trifft an den letzten beiden Spieltagen auf die gefährdeten Teams des FC Nordkirchen und VfB Lünen.

FC Overberge

Spätestens durch die 2:5-Niederlage am Sonntag, 23. April, in Kirchderne ist der letztjährige Vizemeister im Abstiegskampf angekommen. Die Mannschaft hat aus den vergangenen sechs Partien zwei Zähler gesammelt. Auch das Restprogramm ist kein Selbstläufer. Mit Kaiserau und Wethmar warten die besten Rückrundenmannschaften, zudem geht es gegen die direkten Konkurrenten VfB Lünen und Nordkirchen. Da ist ein Sieg gegen Schlusslicht Husen-Kurl Pflicht.

FC Roj

Hätten die Dortmunder nicht fünf Punkte Vorsprung auf den VfB Lünen, wären sie aufgrund ihrer aktuellen Form der am meisten gefährdete Abstiegskandidat. Mit einem Sieg am Sonntag, 30. April, gegen Schlusslicht Husen-Kurl könnte der Aufsteiger aber schon einen vorentscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Danach folgen die Partien gegen die direkten Konkurrenten VfB Lünen und Nordkirchen.

FC Nordkirchen

Der einstige Titelkandidat schien nach dem Auswärtssieg in Wethmar schon auf einem guten Weg. Im Anschluss holte das Team von Issam Jaber aber nur noch zwei Punkte aus drei Partien. Negativer Höhepunkt war das 2:3 am Sonntag, 23. April, gegen Ascheberg. Es war die erste FCN-Niederlage unter Jaber. Sein Team hat nur noch zwei Heimspiele und bekommt es noch mit Roj, Hannibal und Overberge zu tun, die allesamt nicht gesichert sind. Das Zittern am Schloss dürfte sich noch einige Wochen, womöglich bis zum letzten Spieltag, hinziehen.

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VfB Lünen

Den krassen Negativtrend hat der VfB unter dem neuen Trainer Andreas Roch stoppen können. Roch holte aus den vier Partien unter seiner Regie immerhin vier Zähler. Ein Punkteschnitt, der dem Tabellen-14. in den letzten fünf Saisonspielen aber wohl nicht genügen würde. In den direkten Duellen mit dem FC Roj, FC Overberge und TuS Hannibal hat der VfB den Klassenerhalt aber noch selbst in der Hand.

TuS Ascheberg

Vor dem Gastspiel in Nordkirchen war der TuS Ascheberg bereits ein gefühlter Absteiger. Durch den 3:2-Auswärtserfolg hat sich die Mannschaft von Andrea Balderi aber die theoretische Chance auf den Klassenerhalt bewahrt. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der Vorteil der Ascheberger: Der Druck ist schon seit einigen Wochen weg. „Wir können ganz befreit aufspielen und gucken entspannt auf die Tabelle. Wir planen einfach anders“, sagte Balderi. Sein Team bekommt es im Endspurt fast ausschließlich mit Mannschaften zu tun, für die es um nicht mehr viel gehen sollte. Und: Es warten noch drei Heimspiele.

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