"Der Kopf ist noch dran" - SuS-Keeper gibt Entwarnung

Fußball: Bezirksliga

Der 3:2-Sieg gegen den Tabellenletzten Westfalia Osterwick verschafft dem Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen wieder Luft im Abstiegskampf. Norbert Sander war nach dem moralisch wichtigen Sieg optimistisch und lobte Torhüter Christian Götz, der nach einem Zusammenstoß im Spiel von einem Sanitäter betreut werden musste.

OLFEN

, 29.02.2016, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfens Torwart Christian Götz musste nach einem Zusammenstoß mit einem Osterwicker lange behandelt werden. Der Torhüter spielte nach der Unterbrechung aber weiter. Es gab eine lange Nachspielzeit.

Olfens Torwart Christian Götz musste nach einem Zusammenstoß mit einem Osterwicker lange behandelt werden. Der Torhüter spielte nach der Unterbrechung aber weiter. Es gab eine lange Nachspielzeit.

Knüppeldick kam es nach einer halben Stunde für die Olfener. Erst der 0:1-Rückstand, dann die Rote Karte gegen Andre Zolda. „Da dachte ich, dass die Dinge jetzt ihren lauf nehmen“, sagte Sander, der die vier vorangegangenen Niederlagen noch im Kopf hatte.

Wie lange der Mittelfeldspieler gesperrt wird, ist noch unklar. Zwei Spiele Sperre dürfte das Mindestmaß sein. Damit wäre Zolda gut bedient. Der Schiedsrichter habe in den Spielbericht eingetragen, dass Zolda bei seinem rotwürdigen Foul zu spät kam – eine Tätlichkeit habe er nicht eingetragen, teilte Sander mit. „Ich hoffe bei dieser Darstellung, dass die Sperre nicht so lange ist“, sagte Norbert Sander am Montag.

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Zolda hatte seinen Gegenspieler getreten, nachdem der Schiedsrichter das Spiel schon unterbrochen hatte, und dafür den Platzverweis gesehen. „Wenn es mehr als vier Wochen Sperre werden, muss man vielleicht auch über einen Einspruch nachdenken“, erklärte Sander.

Olfen zeigte aber Moral. „Ja, es sind nur drei Punkte“, sagte Sander. Aber in einem Abstiegskrimi durch ein später Tor (90.+10) von Marvin Böttcher noch zu gewinnen – das fühlt sich für jedes Team gut an. „Ich habe auch noch kein Spiel erlebt mit 102 Minuten“, sagte Sander und warnte: „So einen Kraftakt musst du erst mal wieder bringen – aber das wird nicht jeden Sonntag so sein.“

Olfen, derzeit mit 19 Punkten 13. hat in den kommenden Wochen den 12. TuS Gahlen (20 Punkte), den 11. SV Lippramsdorf (21) und den Achten TSV Marl-Hüls II (22) vor der Brust.

Der Olfener Coach lobte Torhüter Christian Götz in höchsten Tönen. „Egal, was in den Strafraum reingesegelt ist, er hatte es“, sagte Sander zur Leistung des Keepers – und er war geschockt, als sein Schlussmann nach einem Zusammenprall liegen geblieben war.

Christian Götz war am Montag schon wieder zu Scherzen aufgelegt: „Der Kopf ist noch dran“, sagte er und wurde dann aber ernst, als er die Situation beschrieb. Nachdem er „wohl kurz weg“ war, sei ihm noch etwas schummerig auf den Beinen zumute gewesen. Ein Rettungssanitäter betreute Götz, weshalb es am Ende mehr als zehn Minuten Nachspielzeit gab.

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