Die Futsalregeln sollen bleiben

Kicken in der Halle

Große Aufruhr hat im vergangenen Winter geherrscht: Der Hallenfußball wurde dem Futsal angeglichen. Der Sportart, die für viele Fußballer eine große Unbekannte war. Spieler und Funktionäre zeigten sich vor den Turnieren skeptisch. Viele äußerten sich im Anschluss positiv. Es ist fest davon auszugehen, dass im kommenden Winter wieder nach Futsal-Regeln gespielt wird.

WERNE

, 01.04.2015, 14:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Deutschen Meisterschaft im Fustal gewann Holzpfosten Schwerte 05 gegen den TuS Kirchberg das Viertelfinale mit 8:5.

Bei der Deutschen Meisterschaft im Fustal gewann Holzpfosten Schwerte 05 gegen den TuS Kirchberg das Viertelfinale mit 8:5.

Der Verbandsfußballausschuss des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) um Thomas Berndsen hat sich mit dem Schiedsrichter- und Jugendausschuss zusammengesetzt und die Hallenbestimmungen festgezurrt. Wie die genau aussehen, will Berndsen nicht verraten. Am 18. April werden sie bei der Ständigen Konferenz vorgestellt. Ende April, Anfang Mai bekommen dann alle Klubs eine Ausführung.

Der Verbandsfußballausschuss hatte im Vorfeld eine Umfrage bei den Fußballklubs durchgeführt, wie sie die geänderten Regeln fanden. "Die Resonanz war durchweg positiv", sagt Berndsen. Die Vereine fanden es gut, dass der Ball eingeschossen und nicht mehr eingerollt wurde. Auch das Verbot der Grätsche am Mann sei ein Fortschritt gewesen. Ebenso der Fünf-Meter-Abstand bei Standards und dass der Torhüter innerhalb von vier Sekunden den Ball abwerfen musste. Deshalb wird es keinen Grund geben, wieder auf diese Regeln zu verzichten.

Zwei Kritikpunkte

Zwei Kritikpunkte gab es aber von den Vereinen. Nummer eins: Die Klubs fanden die Umstellung zu kurzfristig. Im September hatten sie erst Bescheid bekommen, dass sie im Dezember nach neuen Regeln spielen müssen. Nummer zwei: Die Schiedsrichter hätten zu unterschiedlich die neuen Regeln ausgelegt. Hier hält Berndsen entgegen: "Es gibt doch im Fußball immer Diskussion über Regelauslegungen. Auch auf dem Feld. Sei es beim Handspiel oder beim Abseits."

Berndsen betont, dass die Hallenbestimmungen des FLVW bei Vereins- und Privat-Turnieren eingehalten werden müssen. Hier wurden bisher nicht alle Futsalregeln übernommen. So wird es auch in Zukunft sein. Bei den Kreis- und Verbandsturnieren greifen die DFB-Regeln. Und die sehen vor, dass nach den kompletten Futsalregeln gespielt werden muss.

Wer diesen Regeln kritisch gegenübersteht, sollte am 11. April (19 Uhr, Stadionstraße, 58097 Hagen) nach Hagen fahren, um sich ein Bild der Sportart Futsal zu machen. Dort steigt in der Halle des Basketball-Bundesligisten Phönix Hagen das Futsal-Finale um die Deutsche Meisterschaft.

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Ein Team aus dem Kreis Unna hat es ins Endspiel geschafft: Holzpfosten Schwerte. Es trifft auf den zweifachen Deutschen Meister Hamburg Panthers. Bis zu 2500 Zuschauer werden erwartet. "Ich würde mich freuen, wenn viele Fußballer kommen würden. Dann bekommen sie zu sehen, wie technisch und taktisch schön Hallenfußball sein kann", sagt Nils Klems, Kapitän der Holzpfosten Schwerte.

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