Die Grodowski-Brüder verlassen den PSV Bork

Fußball: Kreisliga

Die Meistermannschaft des PSV Bork bricht auseinander. Jochen Glischinski, Sportlicher Leiter des Titelträgers der Fußball-Kreisliga A2 Unna-Hamm, hat die Abgänge vier bis sieben vermelden müssen. Allesamt Spieler, die maßgeblichen Anteil an der Borker Erfolgsgeschichte hatten. Darunter auch die Söhne des Trainers Ingo Grodowski, Joel und Phillip.

BORK

, 28.06.2017, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joel Grodowski wird den PSV Bork ebenso verlassen wie sein Bruder Phillip.

Joel Grodowski wird den PSV Bork ebenso verlassen wie sein Bruder Phillip.

Neben den so begehrten Grodowski-Brüdern, deren Ziel noch unbekannt ist, werden auch Jannik Audehm und Leon Westrup die Borker verlassen. Beide zieht es zum A-Ligisten Alstedde. Zuvor waren bereits die Abgänge von Jonas Lammers (TuS Körne) sowie Daniel Berger und Marvin Schuster (beide BV Brambauer) bekannt geworden.

„Es ist nicht nur ein Umbruch. Es ist ein Neuaufbau“, sagte Glischinski. Trainer Ingo Grodowski werde diesen Weg mitgehen, ebenso Torwarttrainer Ralf Klöpper. Co-Trainer Thomas Audehm hingegen hört auf. „Da sein Sohn uns verlassen wird“, so Glischinski, für den die Abmeldungen „allesamt überraschend“ sind. „Noch im Februar hatten all diese Spieler ihre Zusage gegeben.“

Wie es zum Umdenken kam? „Zum einem hat sicherlich die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg eine Rolle gespielt. Die Leistungen haben aber auch andere Vereine aufmerksam gemacht. Da spielen finanzielle Aspekte eine Rolle, die wir in Bork nicht bieten können. Wir machen und tun, hier läuft es aber über die kollegiale Schiene“, sagte Glischinski, der aber betonte: „Den Spielern steht die Tür hier immer offen.“

Am Dienstagabend, 27. Juni, saßen der Sportliche Leiter, Trainer Grodowski sowie der PSV-Vorsitzende Bodo Hicking mit der künftigen Mannschaft zusammen. „Wir schauen nach vorne. Wir kriegen das wieder hin“, sagte Glischinski. Das glaubt Grodowski: „Die Sitzung war absolut positiv.“ Sein künftiges Team, da sind sich Glischinski und Grodowski einig, habe es als gutes Zeichen gewertet, dass auch Grodowski an der Sitzung teilnahm – obwohl sein Sohn Joel auf dem Weg zu seinem künftigen Klub war.

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Das Ergebnis der Sitzung: Jens Haarseim, Magnus Herter, Sebastian Bressler, Marian Kuhn, Steffen Durczak, Pascal Klöpper, Giuliano Buccini und Julien Köppeler bleiben an der Waltroper Straße. Hinzu kommen die Neuzugänge Sebastian Kramzik, Daniel Koch (beide SG Selm), Darius Brüggemann, Rene Schickentanz (beide SuS Olfen), Thomas Mick (Vinnum), Daniel Berndt (TuRa Bergkamen) und Rostam Osmani (eigene Jugend).

Mit drei weiteren Spielern befindet sich Glischinski noch im Gespräch. „Wir wollen mit diesem Team eine gute Rolle spielen“, sagt der Sportliche Leiter. Was das heißt? „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz.“ Trainer Grodowski ist motiviert: „Bei den Jungs, die in höhere Ligen wechseln können, kann ich es nachvollziehen. Mir persönlich bin ich es schuldig, zu kämpfen. Ich kann nicht nur mit Jungs arbeiten, die höher gespielt haben. Diese Mannschaft ist gut genug, um oben mitzuhalten.“

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