Die Leistung des PSV Bork bleibt unbelohnt - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisligen

Am Ende fehlte dem PSV Bork nur etwas Glück im Torabschluss für mehr. Westfalia Vinnum setzt sich oben fest. Cappenberg dreht zweifachen Rückstand und gewinnt deutlich.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 07.10.2018, 20:48 Uhr / Lesedauer: 5 min
Die Leistung des PSV Bork bleibt unbelohnt - Die Ergebnisse

Robin Grund (r.) verlor mit dem PSV Bork gegen den Meister etwas unglücklich mit 0:2. Trotzdem ließ Bork mit diesem Ergebnis aufhorchen. © Patrick Fleckmann

Kreisliga A2 Unna-Hamm
PSV Bork – TSC Kamen 0:2 (0:1)

Von Beginn an überließ der PSV den Gästen zunächst das Spiel und fokussierte sich aufs Kontern. Zunächst schien diese Taktik ganz und gar nicht aufzugehen. Nach einem Ballverlust im Borker Spielverlauf schaltete Kamen schnell um und Tutku Tekkanat kam frei zu Schuss. Aus knapp 20 Metern schlenzte er den Ball in den Winkel. „Da müssen wir den Ball eigentlich vorher klären und nicht noch weiterspielen. Aber in solchen Situationen zeigt sich auf die individuelle Klasse der Kamener“, sagte PSV-Trainer Markus Kuhn.

Doch die Borker ließen sich durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und hielten an dem Plan für das Spiel fest. Das zahlte sich wenig später auch fast aus, als Robin Grund nach einem schönen Steilpass auf und davon war. Aber alleine vor dem Torwart behielt er nicht die Nerven und musste mit ansehen, wie sein Schuss Zentimeter am Tor vorbei rollte.

Bork schien wie beflügelt durch die große Chance auf den Ausgleich. Noch vor der Halbzeit vergab zuerst Darius Brüggemann und dann Marian Kuhn jeweils per Kopfball die Chance auf das 1:1. „Da hätten wir den Ausgleich eigentlich verdient gehabt, aber da fehlte am Ende das nötige Glück“, so Kuhn.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Kamener wieder darauf, die Führung zu erhöhen, es gab aber kaum wirklich gefährliche Chancen. Mehrfach blieben die Kamener Angriffsbemühungen an der stark verteidigenden Borker Dreiererkette hängen. Und Bork erarbeitete sich auf der anderen Seite Möglichkeiten für den Ausgleichstreffer.

Doch dann gab es, wie schon beim 1:0, wieder einen Moment der Unachtsamkeit beim PSV. Ein unpräziser Querpass im Aufbauspiel landete genau in den Füßen von Engin Duman. Der Kamener Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und schoss eiskalt zur 2:0-Vorentscheidung ein.

Trotz des ärgerlichen Spielverlaufs zeigte sich Kuhn extrem zufrieden: „Wir haben wieder eine Top-Einstellung gezeigt. Es gilt jetzt, diese Leistung mitzunehmen und auch in den anderen Spielen zu zeigen.“

PSV Bork: Stember - Kuhn, Berndt, Brüggemann, Fischmann (67. Buccini), Osmani, Grund (76. Volle), Schubert (46. Schidlauske), Durczak, Radtke, Zander

Tore: 0:1 Tekkanat (13.), 0:2 Duman (72.)


Königsborn – GS Cappenberg 2:5 (2:2)

„Das waren ganz wichtige drei Punkte. Die Mannschaft hat Moral gezeigt und ist nach den Rückständen gut zurückgekommen“, so der GSC-Spielertrainer, der dieses Mal erst ab der 83. Minute selbst aufs Spielfeld kam.

In Führung gingen zunächst allerdings die Gastgeber. Nach neun Minuten erzielte Philipp Staklies die 1:0-Führung. Danach benötigte GSC etwas Zeit, um mit dem Rückstand zurechtzukommen. Fünf Minuten vor der Halbzeit traf Tom Zentgraf zum Ausgleich. Lange währte die Freude allerdings nicht.

Nur zwei Minuten später brachte Königsborns Chikwuo Francis Dinyelu den KSV wieder in Front. „Beim 1:2 pennen wir total“, ärgerte sich Harder. Doch mit dem Pausenpfiff kam GSC dann tatsächlich noch zum Ausgleich. Maximilian Stasch traf.

Nach Wiederanpfiff stellte sich der Gastgeber tief in die eigene Hälfte und lauerte auf Konter. „Da hatte Königsborn dann auch zwei, drei gute Chancen“, so Harder. Nach und nach wurde Cappenberg aber besser. „Ausdauer und Wille haben sich bei uns bemerkbar gemacht“, so Harder. Julius Becker (61.), Benedikt Stiens (70.) und abermals Stasch (76.) trafen für GSC.

GS Cappenberg: Wagner - Nagel, Hane, Becker (73. Pestinger), Stasch (83. Harder), Augustin, Stiens, Markowski, Zentgraf (80. Holtze), Felsberg, Habibivand

Tore: 1:0 Staklies (9.), 1:1 Zentgraf (40.), 2:1 Dinyelu (42.), 2:2 Stasch (45.), 2:3 Becker (61.), 2:4 Stiens (70.), 2:5 Stasch (76.)

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
TSG Dülmen II – SuS Olfen 0:1 (0:0)

Es lief bereits nach Nachspielzeit auf der Sportanlage am Dülmener Stadion. Gegen den Tabellenzwölften TSG Dülmen II stand es immer noch 0:0. Dem SuS lief die Zeit davon. Ein Tor musste her. Irgendwie. Lars Meier trat noch einmal einen Eckball – und fand Innenverteidiger Mark Köster, der bei Eckbällen wegen seiner Kopfballstärke immer mitaufrückt.

Den Kopf brauchte er aber diesmal gar nicht. „Er stand goldrichtig“, sagte Trainer Michael Krajczy zu der Szene, in der Köster einfach den Fuß hinhielt und das einzige Tor des Tages erzielte. Später sagte Krajczy noch, dass Kösters Spiel aussah, als sei er nie weg gewesen.

Dabei fehlte dem Stammspieler der Vorsaison, den die Olfener nur ungern wegen seiner Zweikampfstärke ziehen ließen, eigentlich Spielpraxis vor dem Comeback. „Mark ist ein Pfundstyp. Er hat uns sehr geholfen. Natürlich war auch das Quäntchen Glück dabei“, sagte Krajczy, der aber lobte, dass seine Mannschaft nicht hektisch geworden sei. „Man muss gegen so eine tiefstehende Mannschaft auch mal den Dosenöffner finden. Ich bin zufrieden“, sagte Olfens Übungsleiter.

Olfens Spiel war auf 13 Uhr vorgezogen worden. Als zwei Stunden später dann auch noch die anderen Teams der Kreisliga ihre Spiele absolvieren, patzte noch Tabellenführer Westfalia Osterwick und verlor mit 1:2 beim ASC Schöppingen. Olfens Rückstand beträgt also nur noch einen Punkt. Der Titelkampf ist spannender als vorher. Danke, Mark Köster!

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Köster, Brüse, Maikötter (60. Frings), Schröder, Wilhelm, Michel (78. Mählmann), Meier, Diallo (83. Jesussek), Czempik

Tor: Köster (90.+1)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Vinnum – GW Erkenschwick 5:1 (3:1)

Dabei lief es für Vinnum zunächst nicht nach Plan. Die Gastgeber waren noch gar nicht so richtig auf dem Platz, da stand es schon 1:0 für Erkenschwick. Direkt mit dem ersten Spielzug spielten sich die Gäste über Außen durch und in der Mitte versenkte Danny Oeynhausen den Ball zur Führung (1.). „Auf Außen hat da bei uns noch die Ordnung und Konzentration gefehlt“, sagte der Vinnumer Trainer Frank Bidar.

Nach dem Gegentreffer zeigte sich Vinnum aber deutlich wacher. „Nach dem Rückstand haben wir uns von Minute zu Minute mehr Torchancen erarbeitet“, so Bidar. Und so drehten die Vinnumer das Spiel noch vor der Halbzeit durch einen Doppelpack von Sven Görlich (14., 31.) und einen schönen Distanzschuss von Fatih Cengiz (30.).

Im zweiten Durchgang entschied Vinnum das Spiel frühzeitig. Christian Voßschmidt aus dem Getümmel (58.) und Yusuf Demir per Freistoß (62.) machten alles klar.

Westfalia Vinnum: Roser - J. Görlich, Rosengart, Yavuz (67. Stolzenhoff), Cengiz, Demir, Voßschmidt (82. Atli), Forsmann, Stanek, Lebsack, S. Görlich (75. Wendel)

Tore: 0:1 Oeyhausen (1.), 1:1 S. Görlich (14.), 2:1 Cengiz (30.), 3:1 S. Görlich (31.), 4:1 Voßschmidt (58.), 5:1 Demir (62.)

Kreisliga B3 Münster
SV Südkirchen – Wolbeck II 0:3 (0:1)

Am Ende war der Gegner einfach zu stark, musste der Südkirchener Trainer Jens Kalender zugeben: „Der Sieg für Wolbeck geht absolut in Ordnung. Vor allem in der Offensive sind die sehr gut besetzt und haben den Ball gut laufen lassen. Die stehen zu Recht da oben.“

Dazu kam für die Südkirchener auch noch Verletzungspech. Bereits nach 19 Minuten musste Marvin Schulz ausgewechselt werden. „Das hat sicherlich nicht geholfen. Danach gab es einen kleinen Bruch in unserem Spiel“, so Kalender.

Die Gäste nutzten die zwischenzeitliche Unordnung in der Südkirchener Hintermannschaft aus. Nach einer schönen Kombination traf Marvin Deckert zum 1:0 (30.). „Insgesamt waren wir vorne einfach zu ungefährlich und haben uns keine wirklichen Chancen erarbeitet“, sagte Kalender. So war es für Wolbeck kein Problem, das Spiel zu entscheiden.

SV Südkirchen: Mayr - N. Dornhege, Schulte, Appel, Löchter, Schlering, Klomp, R. Dornhege, Lohmann, R. Schulz, M. Schulz - Schlabs, Lammers, Bauhaus

Tore: 0:1 Deckert (30.), 0:2 Möllmann (53.), 0:3 Winkelnkemper (73.)

Gelb-Rote Karte: Löchter (90., Foul)

SV Herbern III – SC Capelle 4:1 (0:1)

Das Spiel begann eigentlich gut für Capelle. Nach 28 Minuten brachte Niklas Kaiser seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. „Bei unserem Führungstreffer haben wir es gut gemacht. Da haben wir richtig gut nachgesetzt“, sagte der Capeller Trainer Daniel Knapp nach dem Spiel. So kam Fabian Steinhoff an den Ball und flankte in die Mitte, wo Kaiser den Ball im Tor versenkte.

In der zweiten Hälfte war Knapp mit dem Spiel seiner Mannschaft gar nicht mehr zufrieden: „Ich bin etwas sprachlos wegen unserer Einstellung und der Fehler, die wir machen.“ Immer wieder kam Herbern in der Capeller Hälfte zu Überzahlsituationen und nutzte diese eiskalt aus. Innerhalb von 14 Minuten drehten die Gastgeber das Spiel auf 3:1 (54., 66. und 68.). Den Schlusspunkt setzte auch ein Herberner (90.).

SC Capelle: Panne - Reher, Cillien, Logan, Kaiser, Walter, Steinhoff, Pate, Alkan, Schong, Peters - Gumprich, Nölkenbockhoff, Sudhaus

Tore: 0:1 Kaiser (28.), 1:1 Böcker (54.), 2:1 Overs (66.), 3:1 Spiegelhauer (68.), 4:1 Brinkmann (90.)

SG Selm – TuS Saxonia 2:0 (1:0)

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