Die Sechser im Interview: Brüggemann und Bröer einigen sich auf Nordkirchen als Favoriten

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Tim Bröer spielt beim FC Nordkirchen, Darius Brüggemann beim SuS Olfen. Ihre Gemeinsamkeit: Sie spielen im defensiven Mittelfeld. Und das ist längst nicht die einzige.

Olfen, Nordkirchen

, 11.09.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie sind direkt vor der Abwehr zu Hause und immer mittendrin: Im Mittelfeld bilden Tim Bröer (24) vom FC Nordkirchen und Darius Brüggemann (22) beim SuS Olfen das Bindeglied zwischen Offensive und Defensive. Sebastian Reith sprach mit beiden Schlüsselspielern über das anstehende Derby.

Herr Bröer, Sie waren in der Vorbereitung verletzt. Wie geht es Ihnen?

Bröer: Das stimmt. Ich habe die Vorbereitung fast komplett verpasst und bin nur in der letzten Woche wieder eingestiegen. Ich habe jetzt wieder über 90 Minuten gespielt und nach und nach kommt alles wieder. Ich kann auf jeden Fall Vollgas geben.

Kennen Sie sich eigentlich?

Brüggemann: Ja, wir kennen uns. Wir sind uns bei Grün-Weiß Selm mal begegnet. Wenn wir uns sehen, unterhalten wir uns. Privat haben wir aber nichts miteinander zu tun.

Bröer: Ja, ich habe früher mal bis zur C-Jugend bei Grün-Weiß gespielt. Auf dem Platz sind wir uns bestimmt mal über den Weg gelaufen. Ansonsten kenne ich Darius von der Schule.

Die Sechser im Interview: Brüggemann und Bröer einigen sich auf Nordkirchen als Favoriten

Darius Brüggemann (r.) ist zurück beim SuS Olfen. Bis zum Abstieg spielte er schon in Olfen. © Sebastian Reith

Olfen ist für ein Team, das den Klassenerhalt als Ziel hat, ordentlich gestartet. Nordkirchen dagegen nicht wie ein Team mit Aufstiegsambitionen. Müssten Sie Ihre Ziele nicht korrigieren?

Bröer: Wir haben jetzt den sechsten Spieltag vor uns und haben insgesamt 34 Spiele. Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Klar, wir sind schon sechs Punkte hinten dran. Aber wir können eine Serie starten, ein Team von unten kann das auch und dann wird es für Olfen vielleicht wieder eng. Für beide ist noch nichts entschieden.

Brüggemann: Nein, dafür ist die Saison noch viel zu jung. Bei 18 Mannschaften in einer Liga ist es noch zu früh, um nach oben zu gucken. Wir sind gut gestartet, können aber schnell wieder unten rein rutschen.

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Wer ist aus Ihrer Sicht Favorit?

Bröer: Es ist ein kleines Derby. Dann ist es schon etwas anders und etwas brisanter als sonst. Es wird ein enges Spiel, aber ich denke, dass wir mit einer leichten Favoritenrolle ins Spiel gehen. Olfen ist ein Aufsteiger und wir stehen ein paar Tabellenplätze vor denen.

Brüggemann: Wer Favorit ist, ist schwer zu sagen. Gerade in einem Derby ist die Rolle schwer auszumachen. Normalerweise würde sie aber eher nach Nordkirchen gehen, wenn man sich die letzten Jahre so ansieht.

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Das klingt aber nach Selbstvertrauen und dass Sie sich etwas ausrechnen, Herr Brüggemann.

Brüggemann: Nach den jüngsten Ergebnissen, wie wir gegen Stadtlohn aufgetreten sind oder auch im Derby gegen Lüdinghausen, haben wir Selbstvertrauen getankt. Gegen Lüdinghausen dachte auch jeder, dass es sehr ausgeglichen sein würde. Am Ende war es recht deutlich. Eine Favoritenrolle werden wir nicht annehmen, aber wir gehen zuversichtlich ins Spiel.

Worauf wird es ankommen?

Brüggemann: Die ersten Minuten sind ganz wichtig für jeden einzelnen Spieler und das Kollektiv. Das kann schon entscheidend sein. Ansonsten: Worauf es in jedem Spiel ankommt! Die Zweikämpfe sind wichtig und bei uns besonders das Umschaltspiel.

Bröer: Die Zweikämpfe werden richtig wichtig. Wir haben aber spielerische Vorteile, denke ich.

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Beschreiben Sie die gegnerische Mannschaft!

Bröer: Ehrlicherweise kenne ich bis auf Darius niemanden persönlich. Aber Olfen ist eine eingeschworene Truppe.

Brüggemann: Nordkirchen ist eine gallige und schnelle Truppe. Gegen Brambauer habe ich Nordkirchen letzte Saison gesehen. Da ist viel Potenzial vorhanden im Verein. Ich finde die neue Struktur gut, auf Spieler aus der Umgebung zu setzen. Das scheint gut zu funktionieren, sonst wäre Nordkirchen letzte Saison nicht fast in die Landesliga aufgestiegen. Daniel Berger kenne ich am besten. Wir sind im gleichen Kegelverein und sehen uns häufig im Stadion.

Ihr Tipp?

Brüggemann: Ich hoffe natürlich auf einen Sieg für uns und tippe ein knappes 2:1.

Bröer: Es ist ein Derby, aber ich sage mal 3:1 für uns.

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