Ein Neuer für Nordkirchen mit speziellen Qualitäten

Fußball: Bezirksliga

Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen hat in der Winterpause einen neuen Torhüter verpflichtet. Alexander Ruscher (27) ist nicht nur sportlich eine Bereicherung für den Tabellensiebten, auch abseits des Platzes dürfte die Mannschaft Spaß haben mit dem Neuzugang. Ruscher betreibt in Lünen einen Laden, der die Mannschaftsabende der Nordkirchener bereichern dürfte.

NORDKIRCHEN

, 18.02.2016, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alexander Ruscher ist die neue Nummer eins im Kasten der Nordkirchener.

Alexander Ruscher ist die neue Nummer eins im Kasten der Nordkirchener.

"Nordkirchen hat eine super Truppe. Es gefällt mir hier", sagt Alexander Ruscher. Der erste Eindruck war gut. Nicht nur der, den der Torwart gewonnen hat- sondern auch der, den man von ihm selbst gewinnen konnte. In den Testspielen der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte war der 27-Jährige ein sicherer Rückhalt, glänzte besonders mit starken Reflexen gegen Alstedde.

Was er selbst für seine Stärken hält? "Ich vergleiche das Spiel mit dem von Manuel Neuer. Ich rücke auch mal fast bis zur Mittellinie auf. Auf der Linie bin ich auch ganz gut, denke ich." Ein Neuer also für Nordkirchen. Bringt er viele Qualitäten mit, die auch der Nationaltorhüter hat, steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit wenig im Weg.

Dass Nordkirchen in der Winterpause einen Torwart verpflichtet, war logisch. Thomas Gebhardt, in der Vorsaison noch Stammkraft, war verletzt und musste danach den Posten zwischen den Pfosten Frank Janson überlassen, der aber auch verletzungsanfällig ist. Dass Ruscher sich da durchsetzen würde, war absehbar. "Man hat mich auch als Nummer eins geholt", verrät er.

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Es war auch nicht das erste Mal, dass Nordkirchen versucht hatte, den Torhüter vom TuS Eving-Lindenhorst loszueisen. Kontakt war schon vorher da. "Ich wollte aber im Sommer Eving noch helfen und bleiben. Deswegen kam der Wechsel nicht zustande", sagt Ruscher. Ein Wechsel, der nach dem Absturz bis ans Ende der Kreisliga A2 Dortmund jetzt aber über die Bühne ging.

Anteil daran hatte offenbar ein Spieler, der den Verein inzwischen verlassen hat. Dennis Gerleve lotste Ruscher zum FC Nordkirchen. Beide kennen sich aus dem Lüner Raum. Bevor Ruscher nämlich nach Eving wechselte, lief er bereits für den VfB Lünen, BV Brambauer, Westfalia Wethmar und Preußen Lünen auf.

"Omi's Schnapshaus"

Und noch immer ist er in der Lippestadt verwurzelt. Er leitet "Omi's Schnapshaus", das der gelernte KfZ-Mechatroniker von seinem Vater übernommen hat. "Wir haben auch einen Hausschnaps, den mein Vater zubereitet", sagt Ruscher. Fruchtig-beerig soll dieser sein. Ein Mannschaftsabend in der Kneipe sei bereits geplant.

Ruschers Ziel mit dem FC Nordkirchen ist klar: "Ich würde gerne mit Nordkirchen aufsteigen." Trotz des Trainerwechsels am Saisonende - Peter Wongrowitz wird die Mannschaft übernehmen - tendiert er zum Bleiben, möchte die anstehenden Gespräche aber abwarten.

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