FC Nordkirchen holt einen Mittelfeldspieler, der „bei jedem Westfalenligisten spielen könnte“

rnFußball

Noch einmal hat der FC Nordkirchen auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Der 24-Jährige kommt vom FC Iserlohn und hat laut Trainer Mario Plechaty große Qualitäten und bezeichnet ihn als Top-Verpflichtung.

Nordkirchen

, 04.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus der Westfalenliga zum FC Nordkirchen: Weil er nach Münster zieht, verlässt der Mittelfeldspieler, der unter Mario Plechaty beim FC Iserlohn Stammkraft war, seinen Ex-Verein und wechselt ans Schloss. Das Potenzial des Neuzugangs, der nie tiefer als Verbandsliga-Niveau gespielt hat, ist riesig. Gleichzeitig bremst Mario Plechaty auch etwas die Erwartungen.

Ufuk Ekincier stand in der vergangenen Saison fast immer in der Startelf beim FC Iserlohn. Als Mario Plechaty Ekincier das erste Mal trainieren sah, war er gleich von ihm überzeugt. Seitdem war der zentrale Mittelfeldspieler für die Acht und Zehn beim Westfalenligisten FC Iserlohn Stammkraft. 16 Partien absolvierte er in der vergangenen Spielzeit. Und Plechaty sagt: „Ich bin mit ihm gut klargekommen.“

Daniel Mikuljanac (l.) bearbeitet hier Ufuk Ekincier (r.). Der Neue wechselt in Kürze ans Schloss.

Daniel Mikuljanac (l.) bearbeitet hier Ufuk Ekincier (r.). Der Neue wechselt in Kürze ans Schloss. © Timo Janisch

Dass das eine Grundvoraussetzung für gute Leistungen Ufuk Ekinciers ist, schiebt Plechaty auch hinterher. „Er ist nicht ganz einfach“, bemerkt Plechaty. In Iserlohn habe Ekincier noch nicht alles gezeigt, was er wirklich drauf hat. „Er ist ein Typ mit Ecken und Kanten. Außerhalb des Platzes ist er ein netter Mensch. Auf dem Platz kann es auch mal zur Sache gehen. Aber ich mag solche Typen. Er muss das Vertrauen des Trainers spüren“, sagt Plechaty, „und bei mir weiß er, was ich von ihm möchte.“

Ufuk Ekincier kann Spiele alleine entscheiden

Dann ist der körperlich starke 24-Jährige ein Spieler mit enormer individueller Qualität. „Er kann ein Spiel auch mal alleine entscheiden. Von der Qualität her könnte er in jeder Westfalenliga-Mannschaft spielen. Ich habe mich richtig gefreut, als er mich angerufen hat“, sagt Plechaty. Auch die Oberliga traut er Ufuk Ekincier zu.

Jetzt lesen

Ekincier spielte beim Karlsruher SC in der U17-Bundesliga. Im Seniorenbereich lief er für Oberligist TSV Grundbach (2013 bis 2014), TSV 05 Reichenbach (2014 bis 2016), Verbandsligist ASV Durlach (2016-2017) und Verbandsligist 1. FC Bruchsal (2017-2018) auf. Dann spielte er zwei Jahre in Iserlohn, startete aber erst im zweiten Jahr nach dem Trainerwechsel von Christian Hampel zu Mario Plechaty durch.

Plechaty erwartet keine Wunder - Neuzugang soll Zeit bekommen

Plechaty: „Wir sollten ihm Zeit geben und keine Wunder erwarten, wie das oft bei Spielern, die aus der Westfalenliga kommen, ist.“ Auch erwartet Plechaty, dass Ufuk Ekincier sich entwickelt. „Er muss mehr Torgefahr ausstrahlen und einfach effektiver für seine Mannschaft werden“, erklärt Plechaty, doch er weiß: „Das ist eine Top-Verpflichtung und er hat Bock auf Nordkirchen.“ Ekincier zieht in Münster mit seiner Freundin zusammen. Deshalb geht er auch den Weg ins Münsterland.

Und: „Er kommt für normales Geld und hat keine großen Ansprüche angemeldet, sondern bekommt leistungsbezogen etwas wie jeder andere auch. Sonst hätten wir es auch nicht gemacht.“ Die Ablöse dürfte 1000 Euro betragen. Diese Summe ist jedenfalls festgeschrieben bei Sommerwechseln von der Westfalen- in die Bezirksliga, wenn die Vereine sich nicht anderweitig einig werden.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt