FCN-Athlet Achtelik holt Silber bei Senioren-WM

Erfolg im Stabhochsprung

Der 55-jährige Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik hat bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Lyon Silber gewonnen. In der Altersklasse M55 lieferte er sich mit dem Favoriten aus den USA, Wendell Beck, ein beinhartes Duell, bei dem letztendlich der Amerikaner die Nase vorn hatte.

NORDKIRCHEN/LYON

18.08.2015, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik hat sich in Lyon die Silbermedaille geholt.

Der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik hat sich in Lyon die Silbermedaille geholt.

Mit 22 Grad und leichtem Rückenwind sorgte das Wetter am vergangenen Samstag in Lyon für ideale Wettkampf-Bedingungen. Der Nordkirchener Stabhochspringer Alfred Achtelik fühlte sich nach dem Aufwärmprogramm fit. "Mein Ostheopath Hendrik Bellmann aus Herbern hat ganze Arbeit geleistet", sagt Achtelik, dem in der Vorwoche noch ein Wirbel eingerenkt werden musste.

Von den im Vorfeld 30 angemeldeten Athleten waren letztendlich 28 anwesend. In zwei Gruppen mit jeweils 14 Teilnehmern sollten die Sportler gegeneinander antreten. "Das war eine faire Aufteilung, da alle Medaillen-Aspiranten in einer Gruppe waren", sagt Achtelik weiter.

Die späteren Medaillen-Gewinner waren ab der Sprunghöhe von 3,70 Meter allein im Wettbewerb. Diese war vom Titelverteidiger Beck und Achtelik auch als Anfangshöhe angegeben worden. "Auf der offiziellen Wettkampfliste stand Mister Beck hinter mir, sodass ich eigentlich Druck hätte ausüben können. Mein erster Sprung war dann auch gültig, seiner ungültig. Doch dann begann das Chaos", berichtet Achtelik.

Beck habe behauptet, dass er sich für 3,80 Meter als Anfangshöhe entschieden hätte und dieser Sprung folglich nicht hätte zählen dürfen. Der Amerikaner hätte das Recht, während des Wettbewerbs, noch einen Aufwärmsprung zu machen. "Das ist absolut regelwidrig", sagt Achtelik.

Dann folgte ein spannendes Duell der beiden Leistungssportler. Bei Achteliks letztem Sprung über 4,10 Meter, stellte er die Ständer auf maximalen Abstand. Das rhythmische Klatschen des Publikums habe ihn sehr motiviert. "Das ließ mich noch schneller laufen, sodass ich wieder die Höhe knapp hinter der Latte erreichte und riss", sagt Achtelik. Damit war der Titel weg.

Dennoch kann Achtelik mit seiner Leistung zufrieden sein. Schließlich hatte er aufgrund von Verletzungen seit acht Jahren an keiner Weltmeisterschaft mehr teilgenommen. "Man hat aber auch hier wieder gesehen, von wie vielen Faktoren das optimale Wettkampf-Ergebnis abhängt, und dass eine physische Topform nicht immer ausreichend ist, um Wettbewerbe zu gewinnen", erklärt Achtelik.

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