Fithalten während des Lockdowns: GS Cappenberg findet eine kreative Lösung

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Kein Spiel- und kein Trainingsbetrieb: Die Klubs sind ausgebremst. Die Teams halten sich aber neben dem Platz fit, solange die Pause dauert. Bei GS Cappenberg haben sie eine kreative Lösung gefunden.

Cappenberg

, 09.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Platz geht erst einmal nichts. Der Lockdown verhindert den Spielbetrieb. Und auch Mannschaftstraining ist untersagt. Also bleibt den Vereinen nur das individuelle Fithalten. Auch die Fußballer von Grün-Schwarz Cappenberg hält sich für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bereit - und greift dabei auch kreative Mittel zurück.

Die zweite Mannschaft des GSC hat sich etwas Besonderes einfallen zu lassen, um das für Fußballer oft als eintönig empfundene Laufen attraktiver zu gestalten. Denn die Mannschaft von Trainer Markus Schnatmann muss eine Schnitzeljagd absolvieren. „Sie werden einige Rätsel lösen müssen“, erzählt Schnatmann. „Wir machen eine Art Geocaching in Laufform.“

Die Spieler erhalten Koordinaten

Dabei erhalten immer ein bis zwei Spieler der Mannschaft eine Koordinate, an der die erste Aufgabe gelöst werden muss. Die Strecke müssen die Spieler laufenderweise zurücklegen. Damit niemand schummeln und vortäuschen kann, die Aufgabe erledigt zu haben, erhalten die Spieler nacheinander die Koordinaten. Teilweise verstecken diese die Hinweise in der Umgebung an einem neuen Ort und schicken die Koordinaten erst dann weiter.

Verteidiger Matthias Kerk (r.) und Stürmer Max Klimecki haben die Challenge - natürlich mit Abstand - schon absolviert.

Verteidiger Matthias Kerk (r.) und Stürmer Max Klimecki haben die Challenge - natürlich mit Abstand - schon absolviert. © Kerk

Ganz neu ist die Idee nicht. Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr schickte Schnatmann seine Mannschaft los und ließ sie Rätsellösend laufen gehen. „Ich glaube, die Jungs hatten Spaß daran. Wenn man eine kleine Abwechslung hat, freut man sich darüber“, so der GSC-Trainer. Da liegt es nahe, dass jetzt wieder Körper und Geist beansprucht werden.

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Bei der Mannschaft scheint das gut anzukommen. „Ich glaube schon, dass die Jungs Spaß haben. Es ist schön wenn man Abwechslung und eine Herausforderung hat“, sagt Kapitän Yannick Harhoff. „Ich finde es jedenfalls gut.“

Auf dem Feld können Yannick Harhoff und der GSC II gerade nicht stehen. Der Kapitän hält sich aber wie seine Mannschaft neben dem Rasen fit.

Auf dem Feld können Yannick Harhoff und der GSC II gerade nicht stehen. Der Kapitän hält sich aber wie seine Mannschaft neben dem Rasen fit. © Jura Weitzel

Dabei hat das spielerische Fithalten durchaus eine gute Begründung. Denn der GSC II will in der Kreisliga B eine gute Rolle spielen und um den Aufstieg mitspielen. Da kann es sich die Mannschaft nicht erlauben erst noch Rückstände aufzuholen, sobald es wieder losgeht. „Wir wollen nicht wieder bei Null anfangen“, sagt Schnatmann.

GS Cappenberg setzt auf Eigenverantwortung

Dabei setzt der GSC II auf Eigenverantwortung statt auf strikte Pläne und Kontrolle. „In Rücksprache mit den anderen Führungsspielern und dem Trainer haben wir zu Beginn des Lockdowns gebeten, dass sich jeder selbst fithält“, berichtet Harhoff. „Ich glaube aber, dass das klappt. Wir sind eine junge Truppe, da haben die Leute selbst Bock, Sport zu machen“, so der Mannschaftskapitän.

Sportlich läuft es ordentlich für die GSC-Reserve. In der Kreisliga B2 Unna/Hamm liegt das Schnatmann-Team, das noch ungeschlagen ist, auf dem dritten Platz und hat lediglich drei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter Königsborner SV II bei einem weniger absolvierten Spiel.

Damit die grün-schwarze Zweitvertretung dann auf dem Punkt da ist, hält sie sich fit und zieht bei den Vorgaben der sportlich Verantwortlichen mit. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum sich Markus Schnatmann so viel Mühe gibt, seine Mannschaft zum Laufen zu bewegen: „Irgendwie muss man die Jungs ja beschäftigen“, sagt der Cappenberger Trainer lachend.

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