Glischinski plant seinen Rückzug und stellt Trainer Markus Kuhn eine Job-Garantie aus

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Eine Abmeldung ist zum 31. Dezember beim PSV Bork ins Haus geflattert. Der Spieler wechselt nach Vinnum. Im Hintergrund laufen aber weitaus größere Weichenstellungen beim A-Ligisten.

Bork

, 02.01.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Sportliche Leiter Jochen Glischinski will aufhören, Trainer Markus Kuhn verlängert dagegen. Und Spieler Mirco Klomann wechselt nach Vinnum. Fußball-Kreisligist PSV Bork hat zum Jahreswechsel drei Personalien bekanntgegeben.

Nach fünf Jahren als Sportlicher Leiter will Jochen Glischinski (59) das Amt am Saisonende im Sommer zur Verfügung stellen, wie er am 2. Januar bestätigte. „Ich werde im März 60 und habe dann 40 Jahre Vereinsarbeit gemacht“, sagte Glischinski. Etwas kürzer zu treten sei zwar sein Wunsch, aber: „Ich werde die Mannschaft nicht im Stich lassen. Wenn wir keinen Nachfolger finden, mache ich weiter.“ Der Mannschaft werde Glischinski den schon länger feststehenden Entschluss beim Auftakt am 8. Januar noch einmal persönlich mitteilen.

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Glischinski stellte sich auch hinter Markus Kuhn (52), Trainer der abstiegsbedrohten ersten Mannschaft, und stellte ihm die Bleibegarantie aus, indem der PSV und Kuhn sich unabhängig von der Ligenzugehörigkeit auf eine Weiterarbeit über das Saisonende hinaus verständigten. „Egal, was passiert“, stellte Glischinski klar. Kuhn bestätigte: „Wir müssen natürlich in der jetzigen Situation zweigleisig planen. Den Fakten muss man ins Auge blicken. Ich würde den Neuanfang in der B-Liga mitmachen. Der Spaß ist die Hauptsache dabei, auch wenn der Erfolg bislang nicht so war wie erhofft.“

Markus Kuhn soll Trainer in Bork bleiben.

Markus Kuhn soll Trainer in Bork bleiben. © Sebastian Reith

Als Abgang steht Mirco Klomann fest, der schon zur Winterpause in die Kreisliga B zu Westfalia Vinnum II wechseln soll. Klomann setze laut Glischinski andere Prioritäten beim Fußball. Auf elf Einsätze mit 802 Einsatzminuten (Platz zehn im Borker Kader) kam Klomann in der bisherigen Saison. Er fungierte hauptsächlich als Außenverteidiger. Borks ohnehin dünner Kader verkleinert sich dadurch weiter, weil bislang auch kein Winter-Neuzugang vermeldet wurde. „Es ist ein Verlust, aber wenn er unbedingt gehen will, bringt es keinem was, wenn er die Freigabe nicht bekommt. Er hatte schon vor der Saison vor, mit seinen Kumpels zu spielen“, sagte Kuhn.

Mirco Klomann (M.) verlässt die Borker Mannschaft.

Mirco Klomann (M.) verlässt die Borker Mannschaft. © Sebastian Reith

Dafür sagte Glischinski aber, dass der Kader ansonsten komplett zugesagt habe, „was auch immer das heißt.“ Immer wieder kritisiert Glischinski, dass Spieler trotz Zusage das Wort brechen und doch entgegen der Abmachung den Verein verlassen wollen. Er hofft, dass ihm das für sein planmäßig letztes Halbjahr als Sportlicher Leiter erspart bleibt.

Wer der Nachfolger wird, steht noch in den Sternen, weil der PSV auch eine Strukturreform überdenkt. „Wir müssen den Verein auf die Zukunft ausrichten und uns neu aufstellen“, sagte Vorstand Bodo Hicking. Ihm schwebt auch eine Verschlankung des derzeit 14-köpfigen Vorstandsteams durch eine mögliche Satzungsänderung vor. Es wäre nicht die erste: Glischinskis Posten als Sportlicher Leiter war bis vor drei Jahren noch ein Vorstandsamt. Um ihn flexibler besetzen zu können und nicht wählen lassen zu müssen, hatte der PSV damals dem Amt den Rang eines Vorstandes entzogen.

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