GS Cappenberg vergibt gegen den PSV Bork den Derbysieg - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga

Mit 2:0 führte der PSV Bork zur Pause. Am Ende kann er sich über den einen Punkt glücklich schätzen. Der SuS Olfen gewinnt das Lokalderby gegen Fortuna Seppenrade mit 2:1.

von Hendrik Skirde, Bernd Warnecke, Sebastian Reith, Carl Brose

Selm, Olfen, Vinnum, Nordkirchen

, 30.09.2018, 21:27 Uhr / Lesedauer: 6 min
GS Cappenberg vergibt gegen den PSV Bork den Derbysieg - Die Ergebnisse

Marius Kuhn (r.) grätscht Rafael Felsberg den Ball ab. Das Derby zwischen GS Cappenberg und dem PSV Bork endete unentschieden. © Sebastian Reith

Kreisliga A2 Unna-Hamm
GS Cappenberg – PSV Bork 2:2 (0:2)

„Wir haben uns gut rangekämpft nach dem Rückstand, aber es wäre definitiv mehr drin gewesen. Wir haben zwei Mal gepennt hinten – dann halt nur ein Punkt“, sagte Cappenbergs Kapitän Benedikt Stiens, der selbst das 1:2 nach gut einer Stunde erzielt hatte.

Seine Mannschaft drängte in der letzten halben Stunde. Und Jan Stember im Borker Tor half kräftig mit. Erst unterlief er eine Flanke, bei der Stiens am Ende Nutznießer war, sechs Minuten später foulte er Julius Becker elfmeterreif. Tim Jesella traf sicher. Aber auch Stembers Gegenüber patzte: Philipp Grenigloh sah beim Borker 1:0 alles andere als gut aus. Erst ließ sich Mats Lange von Daniel Berndt den Ball abluchsen, dann ließ Grenigloh den Ball unter sich durchkullern.

Berndt traf auch zum 2:0 für den PSV und bewies im Derby ungeahnte Torjägerqualitäten. „Ich bin nicht ganz fit, aber für heute hat es gereicht. Es ist natürlich schade, dass wir am Ende die zwei Gegentore bekommen haben. Hätten wir das dritte Tor gemacht, wäre am Ende Ruhe gewesen“, sagte Borks Doppeltorschütze.

Die Chance dazu war da: Tim Fischmann setzte noch in der ersten Halbzeit einen Ball gegen die Latte. Sebastian Kramzik war von dem rückprallenden Ball zu überrascht. Als er mit Rückenschmerzen dann zur Pause raus musste, litt Borks Spiel merklich. In der ersten Hälfte war der PSV als leichter Außenseiter aus dem Tabellenkeller bis dato überraschend tonangebend gewesen.

Die Mannschaft von Markus Kuhn versteckte sich nicht, trotzdem hatte Cappenberg auch Chancen: Julius Becker verzog schon nach fünf Minuten und nach knapp einer halben Stunde traf Fischmann Becker am Wadenbein im Laufduell. Da hätte der Schiedsrichter Elfmeter pfeifen müssen – tat es aber nicht. Und Becker konnte es nicht verstehen.

„Wir lagen mit 0:2 im Rückstand und so, wie die erste Halbzeit verlaufen ist, können wir zufrieden sein. Bork hatte in der ersten Halbzeit viele Chancen, war zweimal vor dem Tor und hatte diesen Lattenkracher. Bei uns war es bis zum Sechszehner gut, ab da war es zu hektisch“, sagte Cappenbergs Spielertrainer Pascal Harder. Nach der Pause hatte der eingewechselte Mirco Klomann dann die Riesenchance zur direkten Antwort nach Stiens‘ Anschlusstreffer. Nach einem Eckball löste er sich am zweiten Pfosten – ein Cappenberger rettete auf der Linie und verhinderte den Einschlag.

Doch Grün-Schwarz wurde mit jeder Spielminute besser und aggressiver. Mit dem Tor platzte der Knoten. Und der Fußball wurde auch ansehnlicher. Jesella und die eingewechselten Maximilian Stasch und Niklas Lohölter kombinierten sich traumhaft vor das Borker Tor – drüber (68.). Wieder Julius Becker (72.) und dann Rafael Felsberg (86.) hätten eigentlich den Cappenberger Siegtreffer erzielen müssen. Er wäre verdient gewesen. „Cappenberg war am Drücker, dadurch dass wir nervös geworden sind. Ein glückliches 2:2“, sagte Berndt.

„Wir müssen uns als Sieger fühlen aufgrund des Punktes. Auch aufgrund der letzten Viertelstunde haben wir einen Punkt gewonnen. Wenn es bei elf gegen elf Spielern geblieben wäre, hätten wir uns über ein 4:4 auch nicht beschweren können“, sagte Markus Kuhn. Bork schwächte sich noch durch zwei Platzverweise. René Schickentanz sah eine vertretbare Ampelkarte. Überhart war der Unparteiische dagegen bei Klomanns Einsteigen gegen Lohölter kurz vor Schluss. Gelb hätte es auch getan.

Ansonsten war es ein faires Derby, das aber nie fußballerisch hohes Niveau erreichte. Trotz des guten Wetters war es diesmal recht leer am Sportplatz in Cappenberg. Für so ein Derby sind 150 Zuschauer wenig.

GS Cappenberg: Grenigloh - Lange, A. Lohölter, Markowski, Harder, Pestinger (56. Stasch), Felsberg, Becker (80. Augustin), Stiens, Zentgraf (69. N. Lohölter), Jesella

PSV Bork: Stember - Kuhn, Brüggemann, Fischmann (59. Radtke), Schubert (75. Grund), Zander, Osmani, Schickentanz, Berndt, Kramzik (46. Klomann), Schidlauske

Tore: 0:1 Berndt (10.), 0:2 Berndt (43.), 1:2 Stiens (58.), 2:2 Jesella (63./Foulelfmeter)

Gelb-Rote Karte: Schickentanz (90./Foul)

Rote Karte: Klomann (90./Foul)

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
SuS Olfen – Seppenrade 2:1 (1:1)

Auf Olfener und Seppenrader Seite wollte zu Beginn nicht viel gelingen. Das Spiel fand ausschließlich im Mittelfeld statt, es gab kaum Torchancen. Mitte der ersten Halbzeit spielte Seppenrade dann besser. Den ersten Treffer erzielte jedoch Olfen. Ein langer Pass auf Felix Schröder war Ausgangslage zum Tor. Schröder umdribbelte den Keeper der Fortuna und schoss den Ball dann ins lange Eck. Der letzte Verteidiger konnte das Tor auch nicht mehr verhindern (36.).

Danach wurden beide Mannschaften deutlich aktiver. Olfen mit dem Ziel vor Augen, die Führung auszubauen, und Seppenrade mit dem Ziel, noch vor dem Halbzeitpfiff auszugleichen. Letzteres gelang der Fortuna dann in der 44. Minute. Nach einem Fehlpass im Olfener Aufbauspiel spielte Seppenrade einen kurzen Pass in die Mitte auf Michael Thiering. Dieser zog auf Höhe des Elfmeterpunktes ab und erzielte den Ausgleich.

Nach der Halbzeitpause kamen beide Mannschaften deutlich aggressiver und motivierter aus der Kabine. Alle sieben Gelbe Karten gab es in Halbzeit zwei, es wurde zum richtigen Derby. Auf dem Platz gelang Olfen dann zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr.

Wie schon beim 1:0 fand wieder ein langer Ball seinen Weg zu Schröder. Diesmal zog der Youngster eiskalt ab und ließ dem gegnerischen Keeper keine Chance (48.) – Doppelpack für den erst 19-Jährigen. Für Trainer Michael Krajczy war der Sieg trotzdem eine Mannschaftsleistung. „Ich möchte keinen herausheben, jeder hat richtig gearbeitet. Das war eine mannschaftlich, geschlossene Kampfleistung.“ Trotz des Sieges bleibt der Abstand zum Tabellenführer Osterwick gleich. Olfen hofft im nächsten Spiel am Mittwoch gegen Dülmen, den Abstand verkürzen zu können.

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Kleischmann (78. Frings), Potthoff, Brüse, Zyla, Schröder, Wilhelm, Diallo (56. Michel), Meier, Jesussek (84. Maikötter)

Tore: 1:0 Schröder (36.), 1:1 Thiering (44.), 2:1 Schröder (48.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
Henrichenburg – Vinnum 2:3 (2:2)

Frank Bidar, Vinnums Trainer, hatte mit seiner Vermutung Recht behalten: „Ich habe schon ein paar Mal gegen die Jungs gespielt. Mir war klar, dass es auswärts eine harte Schicht würde“, sagte Bidar.

Christian Voßschmidt wurde Mann des Tages. Gerade war der Stürmer wieder aus dem Urlaub zurück, da wechselte Bidar den Neuzugang zur Pause ein. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff dankte es Voßschmidt mit dem Siegtreffer. „Aber es war bis zum Ende eng“, sagte Bidar. Denn die Gäste verpassten die Entscheidung.

Vinnum habe gut in die Partie gefunden. Der Tabellenzweite habe umgesetzt, was Bidar gefordert hatte – dann bekam Henrichenburg in der 6. Minute einen Einwurf: Die neuformierte Vinnumer Abwehr mit Stefan Olfens und Jens Görlich stand schlecht. Prompt traf Henrichenburg zur Führung.

Die Westfalia lief also einem Rückstand hinterher, den aber Außenverteidiger Arnd Forsmann ausglich. Er war bei einer Flanke mit nach vorne gerückt und traf am langen Pfosten (14.). Sechs Minuten später schloss Florian Yavuz ein Solo ab – jetzt führte Vinnum. Doch nur bis zur 43. Minute, nachdem Daniel Rosengart einen Ball verstolpert und so einen Konter eingeleitet hatte. „Wir mussten eigentlich vorher das 3:1 oder 4:1 machen. Aber so ist es eben im Fußball“, sagte Bidar.

Westfalia Vinnum: Roser - Rosengart, J. Görlich, Olfens, Forsmann, Yavuz (46. Voßschmidt), Demir, Lebsack, Atli (56. Wendel), S. Görlich (76. Stolzenhoff), Cengiz

Tore: 1:0 Sadikovic (6.), 1:1 Forsmann (14.), 1:2 Yavuz (30.), 2:2 Nelson (43.), 2:3 Voßschmidt (73.)

Kreisliga B3 Münster
SC Capelle – Mecklenbeck III 3:4 (1:1)

In der Fußball-Kreisliga B kommen die Capeller noch nicht richtig in Tritt. Der Tabellenzwölfte verlor das Duell der punktgleichen Teams gegen Mecklenbeck. „Wir haben wieder zu viele Tore bekommen, selbst auch viele geschossen – und trotzdem reicht es nicht, um zu punkten“, sagte Trainer Jörg Sudhaus, den die vielen individuellen Fehler stören. Capelle hat nach sieben Spielen bereits 24 Gegentreffer kassiert, die Sudhaus zufolge hauptsächlich aus diesen Fehlern resultieren und seiner Meinung nach damit vermeidbar wären.

SC Capelle: Nölkenbockhoff - Logan, Cillien, Lachmann, Streppel, Kixmöller, Hüser, Walter, Steinhoff, Pate, Peters - Alkan, Reher, Schong

Tore: 1:0 Walter (16.), 1:1 Wunderlich (28.), 1:2 Hunnewinkel (51.), 1:3 Stroot (76.), 2:3 Streppel (81./Foulelfmeter), 3:3 Streppel (84./Foulelfmeter), 3:4 Sandner (87.)

VfL Senden II – SG Selm 1:3 (0:3)

Es war der Tag von Alexander Schwegler, der an allen drei Toren beteiligt war. Schon nach drei Minuten traf er, schnürte den Doppelpack nach einer halben Stunde und holte vier Minuten später den Elfmeter raus, den Daniel Ulrich zum 3:0 verwertete. „Es ging mit dem frühen Tor gut los. Das hat uns in die Karten gespielt. In der Vergangenheit haben wir viele Chancen gebraucht, um ein Tor zu schießen“, sagte Selms Trainer Deniz Sahin. Das 1:3 nach der Pause, das erst dritte Saisongegentor, kassierte Selm nach einem Freistoß. Der Schiedsrichter verweigerte später noch Marcel Seidels Tor zum 4:1 wegen einer Abseitsstellung.

SG Selm: Böckenbrink - P. Ulrich, Blecher, May, Dresken, Zolda, Schwegler, D. Ulrich, Rutkovski, Konietzni, Mengelkamp - Seidel, Kämper, Schmidt

Tore: 0:1 Schwegler (3.), 0:2 Schwegler (33.), 0:3 D. Ulrich (37./Foulelfmeter), 1:3 Lücke (48.)

Nordkirchen II – Südkirchen 3:1 (1:0)

Das Spiel begann mit einem Aufreger, als der Nordkirchener Angreifer im Zweikampf mit Robin Schulz zu Boden geht und es Elfmeter gab (34.). Beide Trainer waren sich einig: „Den musste man nicht geben.“ Doch Kai-Uwe Klaka ließ sich die Chance nicht nehmen und trifft zum 1:0.

„Danach sind wir eigentlich gut aus der Kabine gekommen“, so SVS-Trainer Stephan Kriesinger. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Marvin Dornhege den Ausgleich für Südkirchen (47.). In der Schlussphase hatte der FCN dann die besseren Reserven und entschied durch einen Doppelschlag von Leon Dresselhaus (83.) und Klaka (86.) das Spiel für sich.

SV Südkirchen: Mayr - Klomp (75. Homann), Schulte, N. Dornhege, M. Dornhege, Löchter (46. R. Dornhege), Appel, Lammers (85. Radermacher), Lohmann, R. Schulz, M. Schulz

Tore: 1:0 Klaka (34./Foulelfmeter), 1:1 M. Dornhege (47.), 2:1 Dresselhaus (83.), 3:1 Klaka (86.)

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