GS Cappenbergs Jonas Osterkemper „wollte eigentlich nie in der Kreisliga spielen“

rnFußball-Kreisliga

Es ist seine zweite Saison bei GS Cappenberg und noch immer hat der Stürmer mit seiner Mannschaft große Ziele. 20 Tore sollten es in dieser Serie für „den Schlepper“ dann schon sein.

von Nico Ebmeier

Cappenberg

, 12.09.2019, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landesliga beim SV Herbern, Landesliga beim Werner SC und dann plötzlich Kreisliga A bei GS Cappenberg. Wer den Werdegang von Jonas Osterkemper so liest, wundert sich zunächst. Doch auch im zweiten Jahr bei den „Grün-Schwarzen“ bereut der 22-Jährige seinen Schritt nicht.

Jonas Osterkemper: „Wir haben eine richtig geile Truppe!“

„Wir haben eine richtig geile Truppe, einen richtige geilen Coach, es macht richtig Bock, hier zu sein“, sagt Jonas Osterkemper, der aus dem Schwärmen gar nicht raus kommt. Die größte Frage wirft allerdings sein Spitzname auf. In Fachkreisen wird er Jonas „der Schlepper“ Osterkemper genannt. Wie es dazu kam? „Das ist noch eine Geschichte aus Werner Zeiten. Es war ein äußerst kurioser Mannschaftsabend. Mehr möchte ich dazu erstmal nicht sagen.“

Beim Verlauten seines Saisonziels nimmt der 22-Jährige dafür kein Blatt vor den Mund. „20 Tore sollten es in diesem Jahr schon sein“, sagt er selbstbewusst, wenn man bedenkt, dass er im Vorjahr nur drei Tore schoss. „Letztes Jahr hatte ich viele Knieprobleme. Da lief es einfach nicht richtig. Das ändert sich in diesem Jahr.“

20 Tore sind das Saisonziel, und irgendwann der Aufstieg

Osterkemper war sich sogar vor Saisonbeginn so sicher, dass er glatt eine Wette mit dem Sportlichen Leiter Philipp Wiesmann einging, doch so richtig soll es in diesem Jahr noch funktionieren. „Ich war jetzt auch noch zwei von fünf Wochen im Urlaub und habe deswegen erst ein Tor erzielt. Also muss ich wohl in den nächsten Wochen eine kleine Serie starten“, sagt Jonas Osterkemper, der unter Pascal Harder als eine Art hängende Spitze agiert.

Auch mit den „Grün-Schwarzen“ hat er ambitionierte Ziele: „Ich glaube schon, dass wir die Qualität haben, uns unter den besten drei Mannschaften hier zu etablieren. Vielleicht reicht es ja sogar bald für den ganz großen Wurf.“

Über die Frage was Osterkemper macht, wenn er mal nicht auf dem Sportplatz steht, muss er eine ganze Zeit lang nachdenken. „Ich mache viel mit meinen Freunden zusammen. Und wenn wir uns dann treffen, dann machen wir meistens die übliche Kneipentour, spielen Dart oder Kegeln miteinander“, erzählt der Stürmer dann aber doch noch.

Fußballkarriere war alternativlos

Ob es anstatt einer Fußballkarriere auch zu einer Dart- oder Kegelkarriere gereicht hätte, verneint er aber schnell. „Eigentlich war es in meiner Familie ziemlich alternativlos, Fußballer zu werden. Es war quasi von Geburt an klar. Sonst hat mich Handball auch immer sehr begeistert. Vielleicht wäre das ja auch was geworden.“ Seinen Trainer freut es aber bestimmt, dass sich „der Schlepper“ aber für Fußball entschieden hat. Besonders dann, wenn er wirklich in diesem Jahr noch die 20-Tore-Marke knacken würde.

Lesen Sie jetzt