Halbzeitfazit der SG Selm: Nur offensiv fehlt es dem Aufsteiger noch an Durchschlagskraft

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Die SG Selm wollte möglichst weit weg vom Abstieg sein, um bloß nicht wieder in die B-Liga zu müssen. Zur Saisonhälfte sieht das schon mal richtig gut aus.

von Nico Ebmeier

Selm

, 20.11.2019, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich läuft es bei der SG Selm genau so, wie es laufen sollte. Der Aufsteiger wollte unbedingt auf einem einstelligen Tabellenplatz landen und das scheint soweit auch gut zu klappen. Nach 15 Spieltagen steht die SG nun auf einem gesicherten siebten Tabellenplatz und hat ganze elf Punkte Abstand zur Abstiegszone.

So lief die Hinrunde: Die erste Halbserie der Selmer glich einer echten Achterbahnfahrt. Nach dem 2:2-Remis zu Beginn gegen den SV Herbern II, wurde die SG von Wolbeck und Roxel hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeschleudert. Danach verlor die Truppe von Trainer Deniz Sahin aber fünf Spiele lang nicht und drang in die obere Tabellenregion hinein. Nach folgenden vier Pleiten in Serie ist zuletzt wieder Ruhe in Selm eingekehrt.

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Das waren die Highlights: Die vergangenen beiden Spiele waren für Selm wohl die wichtigsten in der bisherigen Saison. Nach vier Niederlagen in Serie musste dringend wieder ein Erfolgserlebnis her. In zwei kampfbetonten Spielen gegen Rinkerode und Schapdetten behielt die SG dann die Oberhand. Die spielerisch beste Partie war wohl das 1:1-Unentschieden am vierten Spieltag gegen Altenberge.

Das waren die Rückschläge: Offensichtlich waren dementsprechend auch die vier Spiele ohne Punkte die schwächsten Partien der Saison. „Es war wirklich problematisch. Da lief nicht wirklich viel zusammen“, resümiert SG-Trainer Deniz Sahin.

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Das waren die Gewinner und Verlierer: In einer sehr ausgeglichenen Mannschaft glänzt besonders die Defensive mit nur 23 Gegentreffern. Die größte Stütze ist dabei bestimmt Marcel Dresken. „Wir hatten wirklich große personelle Probleme und mussten viel umstellen in der Verteidigung. Marcel Dresken hat immer die Zügel zusammengehalten und war eine echte Bank in der Abwehr“, so Sahin.

Bei den Verlierern kommt einem als Erstes Jan Rabitsch in den Sinn. Der Neuzugang kam im Sommer aus Nordkirchen und scheint in Selm (er schoss bisher nur drei Tore) noch nicht ganz angekommen sein. Dies verneint sein Trainer allerdings sofort: „Jan (Rabitsch Anm. d. Red.) wurde zu Saisonbeginn Vater. Da ist es absolut verständlich, dass man hier und da mal mit dem Kopf nicht ganz beim Fußball ist.“

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In den vergangenen Wochen habe Rabitsch aber durchgehend sehr solide gespielt und würde wieder immer besser in Fahrt kommen.“ Dennoch kenne Deniz Sahin einige Spieler, die durch zu geringe Trainingsbeteiligung die Chance auf einen Stammplatz vergeben.

Das sagt der Trainer: „Wir sind als Aufsteiger sehr gut in die Saison gestartet und haben eigentlich gute Ergebnisse eingefahren“, sagt Deniz Sahin. „Allerdings hätte das zwischenzeitliche Tief nicht sein müssen, genau so wenig wie der ein oder andere Punktverlust. Unser Ziel war aber ein Top-Zehn-Platz und wir sind auf dem besten Weg, das zu erreichen.“

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