Hammerwerfer Julian Brinkmann holt Rang fünf

Leichtathletik: Deutsche U23-Meisterschaften

Mit 51,93 Metern und Rang fünf hatte Julian Brinkmann bei den Deutschen U23-Meisterschaften so gut wie das Maximum herausgeholt. Trotzdem waren Trainer und der Hammerwerfer am Samstag, 17. Juni, selbst nur bedingt zufrieden.

OLFEN/LEVERKUSEN

, 18.06.2017, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hammerwerfer Julian Brinkmann holt Rang fünf

Julian Brinkmann warf den Hammer 51,93 Meter weit – drei Zentimeter weiter als der Sechstplatzierte. Mit dem fünften Rang waren er und sein Trainer zufrieden, aber nicht mit der Weite. Am Donnerstag hatte er mit über 52 Metern noch mehr überzeugt.

Hammerwerfer sind eine eigenartige Spezies unter den Leichtathleten. Ein paar Zentimeter entscheidet darüber, ob ein Wettkampf als hervorragend oder katastrophal eingestuft wird. „Richtig. Wenn er jetzt heute 52 Meter geworfen hätte, wäre ich zufrieden gewesen. Er kann mehr“, sagte Trainer Franz-Josef Sträter. Zu den psychologisch wichtigen 52 Metern fehlten am Ende nur sieben Zentimeter. „Platzierung toll, Weite scheiße“, so Sträter.

„Ich bin zufrieden, aber ich hätte lieber 53 Meter weit geworfen. Für Deutsche Meisterschaften ist das eigentlich zu schwach, wenn man sieht, welche Spanne dazwischen dem Ersten und Sechsten liegt“, sagte Brinkmann selbstkritisch. Dabei hatte Olfens Hammerwerfer sein drittbestes Saisonresultat erzielt.

Mit 50,57 Metern und 50,85 Metern war Brinkmann ordentlich in den Wettkampf reingekommen. Das Finale der besten Acht – nur ein Athlet musste sich nach drei Durchgängen verabschieden – war dem Olfener mit dieser Weite sicher. Doch Trainer Franz-Josef Sträter hatte schon während des Wettkampfes bemängelt, dass sein Werfer mit deinen Beinen zu langsam sei. Das merkte auch Brinkmann selbst: „Ja, in der ersten Drehung bin ich zu langsam. Dadurch fehlt mir dann die Geschwindigkeit in der zweiten und dritten Drehung. So war der Hammer bei einigen Würfen schon vor mir. Dann komme ich nicht in den Abwurf und kann den Hammer nur loslassen. Ist der Hammer hinter mir, kann ich ihn rauspeitschen.“

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Ins Finale kam Brinkmann als Sechster, verlor einen Platz an den Leverkusener Dominik Klaffenberg, überholte aber noch Tim Stösser (LAG Obere Murg) und Marc Okun (Leichlinger TV) im vierten Durchgang. Denn hier gelang Brinkmann mit seinem charakteristisch flachen Abwurf sein weitester Versuch des Tages. Und damit gewann Brinkmann auch den engen Wettbewerb um Platz fünf. Zwischen diesem und Rang neun lagen nur zwei Meter.

„Dass es so eng wird, hätte ich nicht gedacht“, sagte Sträter. Brinkmann, der derzeit 102 Kilogramm auf die Waage bringt, kam mit dem Ring auf dem Nebenplatz des Manford-Stadions besser zurecht als die schwereren Kontrahenten.

Enttäuschend verlief die Meisterschaft für Kugelstoßer Hendrik Rössler. Platz elf belegte er mit 12,46 Metern. Von den angepeilten 14 Metern war Rössler weit entfernt.

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