Hartes Training zahlt sich für Niklas Fröhlich aus

Leichtathletik

SELM Seit knapp einem halben Jahr läuft der Selmer Leichtathlet Niklas Fröhlich jetzt im Trikot des TV Wattenscheid. Eine Zeit, in der sich der 19-Jährige stark verbessert hat. Seine Bestzeiten über die verschiedenen Laufstrecken hat der ehemalige Athlet des SuS Olfen nach unten geschraubt.

von Von Malte Woesmann

, 26.05.2009, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Niklas Fröhlich wurde dank seiner tollen Erfolge für den TV Wattenscheid Sportler des Monats Februar.

Niklas Fröhlich wurde dank seiner tollen Erfolge für den TV Wattenscheid Sportler des Monats Februar.

Mittlerweile hat er sich an den anstrengenden Tagesablauf auch schon gewöhnt. "Am Anfang war das schon alles sehr stressig und ich kam abends immer kaputt nach Hause", sagt er heute. Kein Wunder. Um 6.40 Uhr steigt er unter der Woche zusammen mit Lea Hilgert, die ebenfalls nach Wattenscheid gewechselt ist, in Selm in den Zug, um über den Dortmunder Hauptbahnhof bis nach Wattenscheid zu fahren.

Dort besucht er die gymnasiale Oberstufe einer Gesamtschule. Sieben bis acht Stunden Unterricht stehen dann auf dem Stundenplan - täglich. Doch wenn es für normale Jugendliche nach Hause zum Essen und in die Freizeit geht, startet Niklas noch einmal voll durch. Fahrt zum Stützpunkt, Essen und Hausaufgaben. Von 17 bis 18.30 Uhr ist anschließend täglich das Training. Wechsel nach Wattenscheid nicht bereut "Erst um 20.30 Uhr bin ich dann immer zuhause", sagt Niklas. Klar, dass da nicht viel Zeit für andere Freizeitaktivitäten bleibt. Die Zeit im Zug nutzt er meist, um sich auf den Unterricht vorzubereiten.

Den Schritt nach Wattenscheid hat er indes nicht bereut. "Man merkt, dass das Training etwas bringt", freut er sich selbst über seinen Leistungsschub. Der Anfang war jedoch schwer. Vor allem das Trainingslager zu Beginn war hart. Zweimal wurde da jeden Tag auf der Bahn geschuftet. "Das war bis jetzt das Härteste, was ich im Training erlebt habe", stöhnt Niklas.

Doch die Zeiten purzelten und Niklas feierte Erfolge. Der Gewinn der deutschen Meisterschaft zusammen mit der 4x200-Meter-Staffel war natürlich schon ein Höhepunkt. Niklas war als Schlussläufer für die Wattenscheider Staffel als Erster durchs Ziel gelaufen. "Auf den letzten Metern dachte ich immer nur, jetzt keinen Fehler machen..." Machte er natürlich nicht und kletterte somit auf das oberste Treppchen des Siegerpodestes.

Kontakt zum SuS Olfen nicht abgebrochen

Zu seinen alten Trainingskameraden vom SuS Olfen hat der erfolgreiche Athlet natürlich weiterhin Kontakt. Erst letztens beim Jens-Heinrichs-Gedächtnissportfest im Steversportpark war er wieder da. Aber auch zu seinen neuen Trainingspartnern und Trainern hat er guten Kontakt. "Viele kannte ich ja bereits schon von Wettkämpfen oder Kaderlehrgängen", erklärt er.

Und wenn die nächsten Jahre in Wattenscheid genauso erfolgreich werden, wie das erste halbe Jahr, dann steht einer tollen Zukunft eigentlich nichts mehr im Wege.

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