Heißes Derby in Bork erwartet – alle Vorschauen

Fußball: Kreisliga

Schon nach wenigen Sätzen ist im Gespräch mit den Trainern des PSV Bork und GS Cappenbergs zu spüren, dass die Vorfreude auf das Selmer Stadtteil-Duell groß ist. Ein intensives Duell erwarten sowohl Borks Ingo Grodowski als auch Cappenbergs Patrick Osmolski. Alle anstehenden Spiele der Kreisliga: hier in der Vorschau.

KREISGEBIET

, 10.04.2015, 18:10 Uhr / Lesedauer: 4 min
Borks Daniel Berger (l.) und Pascal Ressemann im Laufduell.

Borks Daniel Berger (l.) und Pascal Ressemann im Laufduell.

Fußball: Kreisliga A LH

PSV Bork - GS Cappenberg So., 15 Uhr, Waltroper Straße 34, 59379 Selm-Bork

Personell hatte Cappenberg zuletzt zu viel Ausfälle zu beklagen. Die Lage entspannt sich am Sonntag ein wenig. Max Boldt, Nico Knop und Pascal Ressemann können wieder mitwirken. Kapitän Tobias Schwartz muss allerdings eine Gelbsperre absitzen. Max Kneip ist im Urlaub, und der Einsatz Abiola Farindes ist noch fraglich. Der Stürmer hat seine Grippe wohl noch nicht ganz auskuriert.

Aufseiten des PSV fallen Jonas Lammers und Marvin Matthias verletzt aus. Verteidiger Daniel Rosengart ist am Mittwoch nach seiner Zerrung wieder ins Lauftraining eingestiegen und entscheidet kurzfristig, ob er auflaufen kann. Spielen könnten hingegen nach abgesessener Gelbsperre Philipp Grodowski und Jannik Audehm.

Aggressivität erwartet

Im Hinspiel holte sich Cappenberg mit 5:3 den Erfolg. Und bei diesen fünf Treffern möchte Osmolski auch am Sonntag wieder ansetzen. „Ich denke, defensiv hat Bork seine Schwierigkeiten“, erklärt er. Auf der anderen Seite weiß er auch, dass ein Gegner auf sein Team wartet, der aggressiv zu Werke gehen wird. „Die werden sich schön an ihrem Gegner festbeißen.“

Und das nicht nur in der eigenen Hälfte, wie Ingo Grodowski verkündet: „Verstecken und auf Konter lauern, das gibt es bei mir nicht. Wir werden wieder draufgehen.“ Auf der anderen Seite erwartet der PSV-Coach einen Gegner, der flott nach vorne spielen möchte. Besonders im Blick hat er Abiola Farinde. „Der fehlte Cappenberg gegen Selm. Das war wohl zu spüren, habe ich gehört“, so Grodowski. 

SC Capelle - SV Stockum So., 15 Uhr, Gorfeldstraße, 59394 Capelle

Im neuen Spieljahr blieb der Sportclub bisher noch ohne Niederlage, feierte zuletzt zwei Zu-Null-Auswärtssiege (2:0 in Selm, 1:0 in Ottmarsbocholt) und hat sich der größten Abstiegssorgen entledigt. Gegen den SV Stockum würde der SCC seine gute Serie gerne ausbauen. Trainer Martin Ritz bleibt vor dem Spiel mit dem SVS allerdings vorsichtig mit einer Zielvorgabe. „Stockum ist eine Kragenweite wie Selm. Das wird ein schweres Brett und wir gehen natürlich wieder als Underdog in das Spiel“, sagt der Capeller Trainer vor dem Spiel mit dem Tabellendritten. Simon Krieter wird Ritz wegen eines Kurzurlaubs gegen Stockum nicht zur Verfügung stehen. Zurückkehren wird dafür aber Max Cillien.

SVS-Trainer Ralf Gondolf muss hingegen in die personelle Trickkiste greifen. Gleich mehrere Kicker drohen auszufallen. Tim Köhler (Zehenverletzung), Holger Föst (Knieprobleme), Stefan Möer (Bänderdehnung), Lars Zimmer und Sertan Uzun (beide angeschlagen) sind fraglich. Zurückkehren wird dafür Offensivmann Ali Karaman. Von ihm verspricht sich Gondolf wieder mehr Kreativität im Angriffsspiel. „Die hat uns gegen Vinnum gefehlt. Gegen tiefstehende Gegner müssen wir einfach flexibler agieren. Außerdem sollten wir kämpferisch besser dagegenhalten“, so der Stockumer Coach.

 

SG Selm - BW Ottmarsbocholt So., 15 Uhr, Sandforter Weg, 59379 Selm

Ungeschoren ist nach der Winterpause in der Kreisliga A bislang kaum ein Team davongekommen. Auch BW Ottmarsbocholt, der nächste Gegner des Tabellenzweiten SG Selm, kassierte am vergangenen Montag seine erste Niederlage – gegen den SC Capelle, der zuvor auch in Selm gewann. „Wir erwarten einen Gegner, der sehr defensiv spielen wird“, berichtet SGS-Trainer Mark Bördeling. Sein Mittel dagegen klingt banal: „Wir versuchen daher, früh Druck zu erzeugen und ein frühes Tor zu erzielen. Das würde bei uns für Ruhe im Spiel sorgen.“

Denis Hölscher, Ottmarsbocholts Torjäger, ist natürlich auch Bördeling ein Begriff. Eine Sonderbewachung teilt er dem gegnerischen Stürmer, der sich während des Spiels gerne an die Außenlinie zurückzieht, um dann den Überraschungseffekt im Zentrum zu nutzen, aber nicht zu. Für Torgefahr könnte auf Selmer Seite Alexander Schwegler sorgen. Er hat seine Rotsperre abgesessen und könnte sogar in die Startformation rücken. Selbst einen kurzen Einsatz Kevin Lehmanns, der sich im Spiel gegen Herbern II eine Sprunggelenksverletzung zuzog, will Mark Bördeling nicht ausschließen. 

 

Westfalia Vinnum - Davaria Davensberg So., 15 Uhr, Borker Straße 15, 59399 Olfen

Die Kicker Westfalia Vinnums warten in diesem Jahr in der Kreisliga A immer noch auf ihren ersten Treffer. Zwei Niederlagen und zwei torlose Remis gab es bislang. „Gegen Davensberg wird es den ersten Sieg“, prophezeit allerdings Westfalia-Coach Engelbert Asemann.

„Uns fehlte zuletzt einfach noch der letzte Zug zum Tor, das Durchsetzungsvermögen“, erläutert Asemann. Abhilfe könnte Benjamin Neufeld schaffen, der zurück ins Team kehrt. Christian Prasse und Stefan Olfens sind noch fraglich. Mit Davensberg erwartet Asemann ein diszipliniertes Team mit langen Innenverteidigern. 

 

Eintracht Werne - SV Südkirchen So., 15 Uhr, Grote-Dahl-Weg 8, 59368 Werne

Wernes Trainer Muris Mujkanovic ist das schlechte Abschneiden der Gäste (0:8 gegen Alstedde) zuletzt egal. „Wir gucken nur auf uns, aber es ist richtig, dass wir jetzt irgendwann mal den ersten Sieg schaffen sollten“, so der Trainer der Werner Eintracht. Zuletzt sei sein Team ob der schlechten Resultate und Leistungen frustriert gewesen. „Ich habe eine sehr gute Mannschaft. Leider haben wir aber viele Verletzte und Sperren. Momentan läuft einfach vieles bei uns schief“, sagt Mujkanovic. Ausfallen werden am Sonntag Mario Martinovic, Pierluca Pra (beide gelbgesperrt) und Adis Hasanbegovic, der aktuell im Urlaub weilt. Vor allem über die Sperren von Martinovic und Pra, beide kassierten zuletzt die fünfte Gelbe Karte, ärgert sich Eintrachts Trainer. „Der Mensch, der diese Regel eingeführt hat, soll sich mal an den Kopf fassen. Wir sind hier nicht in der Bundesliga. Man sollte sich echt mal Gedanken über diese Regelung machen“, so Mujkanovic. Dem Werner Coach werden so wahrscheinlich nur elf Mann zur Verfügung stehen. An dem Ziel, drei Punkte gegen Südkirchen zu holen, ändert sich aber nichts.

Südkirchens Trainer Bernd Schawohl und seine Kicker haben das Debakel der Vorwoche auf verschiedene Arten aufgearbeitet. „Wir haben es aus den Köpfen gelaufen und nach dem Training gemeinsam gegrillt, um es aus den Köpfen zu bekommen“, berichtet der Coach. Personell muss Schawohl wieder umbauen. Fernando Manfredi ist gesperrt, Max Muck ist angeschlagen. Felix Nölken ist erkrankt. Leon Hügemann ist verletzt. Und auch David Hügemann könnte mit Rückenproblemen ausfallen.

 

BW Alstedde - SuS Olfen II So., 15 Uhr, Am Heikenberg 20, 44534 Lünen

Nahe dran an einer Überraschung war der SuS Olfen II im Hinspiel gegen BW Alstedde. Nach einer 5:1-Führung unterlag das Team von Trainer Markus Kuhn noch 5:6. Erlösende Wirkung hatte hingegen das 3:2 im Kellerduell gegen Ascheberg II am vergangenen Donnerstag.

„Da hat sich die Mannschaft endlich mal belohnt. Ich denke, einige Spieler werden jetzt sicher einen Tick lockerer sein“, so Kuhn. Der Tabellenvorletzte hat vor dem Duell mit dem Fünften acht Zähler Vorsprung auf den Absteigsplatz. Kuhn muss Simon Milewzyk, Moritz Böttcher und Julien Köppler an die erste Mannschaft abgeben. 

 

TuS Ascheberg II - SV Herbern II So., 13 Uhr, Rasenplatz, Nordkirchener Straße 9, 59387 Ascheberg

Herberns Trainer Timy Schütte erwartet kein einfaches Spiel: „Bei so einem Spiel kannst du nur verlieren. Doch so lange es noch geht, wollen wir den zweiten Platz weiter angreifen. Dafür müssen wir drei Punkte holen.“ Denn bis zum Tabellenzweiten aus Selm (42) sind es nur zwei Punkte. Helfen kann den Herbernern dabei, wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

Den Grund für die schlechten letzten Wochen sieht Schütte auch in den Personalproblemen in der Vorbereitung: „Wir hatten viele Verletzte und viele Verhinderte, haben kaum Freundschaftsspiele gemacht. So langsam kommen wir wieder in Fahrt.“ 

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