Joel Grodowski mit Preußen Münster im Abstiegskampf: Erst Meppen schlagen, dann ein Endspiel

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Die Horror-Saison von Preußen Münster droht mit dem Worst Case zu enden, dem Abstieg in die Viertklassigkeit. Ein Gespräch mit Stürmer Joel Grodowski aus Bork über zwei Spiele um Alles oder Nichts.

Bork

, 30.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation bei Fußball-Drittligist Preußen Münster um den gebürtigen Borker Joel Grodowski ist angespannt. Der Verein könnte schon am Mittwoch (19 Uhr) im Heimspiel des vorletzten Spieltages gegen den SV Meppen in die Regionalliga absteigen. Sportredakteur Sebastian Reith führte mit dem 22-jährigen Angreifer ein Gespräch über den Abstiegskampf der 3. Liga.

Herr Grodowski, Preußen Münster steht noch immer auf einem Abstiegsplatz und könnte am Mittwoch schon aus der 3. Liga absteigen. Wie gehen Sie damit um?

Ja, die Szenarien, die denkbar sind, könnten den Abstieg nach sich ziehen. Aber ich bin sicher, dass wir das Spiel gegen Meppen gewinnen und dann ein Endspiel in Magdeburg haben. Alle wissen, dass wir jetzt sechs Punkte holen müssen. Das sind wir den Fans schuldig. Nach dem Re-Start haben wir eigentlich gute Ergebnisse geholt. Jetzt müssen wir alles reinhauen, um dieses Spiel zu gewinnen.

Da Zwickau gegen Chemnitz spielt, wird ein direkter Konkurrent vor Ihnen in jedem Fall punkten. Die Wahrscheinlichkeit, weiter auf einem Abstiegsplatz zu stehen, ist also groß.

Definitiv, aber wenn die Mannschaften unentschieden spielen und wir mit vier Toren gewinnen, können wir sogar an beiden vorbeiziehen. Es ist noch alles drin. Es wird natürlich eine schwierige Aufgabe, die wir zu erledigen haben. Aber wir gucken nur auf uns und dann darauf, wie das andere Spiel ausgegangen ist.

Möglich ist sogar die Konstellation, dass sechs Punkte aus den letzten beiden Saisonspielen nicht zum Klassenerhalt reichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Mannschaften nicht Punkte lassen werden. Insgesamt sind noch fünf Mannschaften im Abstiegskampf bedroht. Wenn wir es nicht geschafft haben sollten, wovon ich nicht ausgehe, dann hätten wir uns wenigstens nichts in den letzten beiden Spielen vorzuwerfen. Aber jetzt konzentrieren wir uns erstmal auf Meppen.

Warum ist Preußen Münster überhaupt in eine solche Lage gekommen?

Als Mannschaft hätten wir auch nicht gedacht, dass wir da unten hängen würden. Wir müssen es jetzt annehmen, wie es ist. Jetzt gilt es, die Saison am Samstag zu retten. Es bringt nichts, jetzt darüber nachzudenken. Das können wir nach der Saison tun.

Sie haben zuletzt mehr Spielanteile erhalten. In den vergangenen sieben Spielen haben Sie sechs Mal gespielt. Sind Sie mit der Entwicklung zufrieden?

Fußballer sagen immer, dass nicht damit zufrieden sind, dass sie Joker sind. Jeder möchte Stammspieler werden. Dafür werde ich kämpfen. Gegen Zwickau habe ich eine Vorlage gegeben und den Elfmeter zum 2:1 rausgeholt. Da habe ich dem Trainer gezeigt, dass ich mehr Einsatzzeiten haben will. Mein persönliches Ziel ist es, nächste Saison Stammspieler in einem Profiteam zu werden. Und ich arbeite jeden Tag daran, dass mir das gelingt.

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