Kaputtes Sprunggelenk: Dennis Böttcher hört auf

Fußballer des SuS Olfen

Die vergangenen Tage waren nicht leicht für Allrounder Dennis Böttcher. Am Dienstag erhielt der Fußballer den niederschmetternden Befund: Arthrose im Sprunggelenk. Der Arzt rät Böttcher, mit dem Fußball aufzuhören. Und der Olfener will auf den Rat hören.

OLFEN

, 30.07.2016, 06:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Böttcher

Dennis Böttcher

Seit Jahren hat Dennis Böttcher Probleme mit dem linken Fuß. „Ich habe mir den Fuß vor jedem Spiel tapen lassen“, erzählt er. Vor weiteren Bänderrissen hat ihn das trotzdem nicht bewahrt. „Ich habe im Prinzip kein Außenband mehr. Der Arzt hat mir geraten, die Schuhe an den Nagel zu hängen“, sagt der 27-Jährige nach der Untersuchung in Gelsenkirchen, „ich habe es irgendwie kommen sehen, war aber doch recht geschockt, als er mir sagte, wie es um meine Gesundheit steht.“ Macht er weiter wie bisher, sei das Risiko groß, dass er irgendwann gar keinen Sport mehr machen kann.

Erfahrene Säule beim SuS

In Dennis Böttcher bricht dem Fußball-Bezirksligisten ein Leistungsträger weg. In der jungen Elf ist er mit 27 Jahren der Zweitälteste und gehört damit zu den erfahrenen im Team. Zudem ist Böttcher eine Identifikationsfigur gewesen. Vor keinem Zweikampf zog er zurück, spielte bis auf eine Unterbrechung im Jugendbereich (A- und B-Junioren für Lüdinghausen) immer für den SuS – ein Urgestein, ein Eigengewächs, das jetzt aufhören muss. Karriereende mit 27.

In der abgelaufenen Saison spielte er erst als Außenverteidiger, rückte dann nach vorne und war mit wichtigen Toren mehrfach spielentscheidender Mann. Wären da nicht immer diese Probleme mit dem linken Fuß gewesen. Für den Zahntechniker ist wichtig, dass er weiter mit dem SuS verbunden bleibt. Und auch ein Abschiedsspiel hält er für möglich: „So etwas würde ich mir wünschen. Ich würde gerne noch einmal spielen.“

Michael Karwot im Glück

Gute Neuigkeiten gibt es bei Mittelfeldspieler Michael Karwot. Der Verdacht eines erneuten Kreuzbandrisses im Knie hat sich nicht bestätigt. Das ergab eine Untersuchung am Donnerstag in der Sportklinik Hellersen in Lüdenscheid. „Michael ist ausgiebig getestet worden. Es ist alles in Ordnung“, teilte Norbert Sander mit.

Der überraschende Einsatz von Andre Zolda beim Vorrunden-Aus der Olfener beim Phoenix-Spa-Cup könnte sich wiederholen. Eigentlich hatte Zolda die Schuhe aus beruflichen Gründen an den Nagel gehängt. „Wir haben wirklich mit dem letzten Aufgebot gespielt“, so Sander, „ich habe ihn angerufen und Andre hat sich bereit erklärt, uns zu helfen.“

Sander hofft, dass Zolda nun bis zum September doch nochmal sein Engagement beim SuS verlängert – erst dann steht die berufliche Umstellung an. „Er hat uns wirklich geholfen und das zeigt, wie sehr Andre auch noch dran hängt“, sagte Sander.

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