Kreuzbandriss überschattet Tobias Tumbrinks Gastspiel bei der SG Selm

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Tobias Tumbrink traut der SG Selm durchaus den Aufstieg in die Bezirksliga zu. Das Testspiel gewann sein Verein, der BSV Roxel, am Donnerstagabend in Selm. Eine schwere Verletzung gab es auch.

Selm

, 21.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Selmer Fußballtrainer Tobias Tumbrink hat mit seinem neuen Verein, dem Landesligisten BSV Roxel, das Auswärtsspiel bei der SG Selm gewonnen. Zwei Elfmetertore führen zum 2:0-Sieg. Trotzdem imponierte die SG ihm, bei der Tumbrink nach dem Abstieg 2018 seine Karriere beendete.

Bezirksliga - dieses Ziel hat die SG Selm, die vor zehn Jahren aus BV Selm und Grün-Weiß Selm fusionierte, mittelfristig. Und Tobias Tumbrink, der selbst bis 2018 mehrere Jahre das SG-Trikot trug und später als spielender Co-Trainer fungierte, traut der SG die Bezirksliga auch zu. „Selm hat eine gute Band auf dem Platz“, sagte Tumbrink nach dem Kräftemessen der beiden Teams.

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Ihn würde ein Aufstieg in die Bezirksliga freuen. Die Verbindungen zum Vorstand und Trainerkollege Deniz Sahin seien auch nach seinem Weggang noch da. „Gerade in der Corona-Zeit kommt es darauf an, gut in die Saison zu starten. Den Schwung hat die SG gerade“, sagte Tumbrink. Auch beobachtete er, wie große Teile der Selmer Mannschaft noch lange nach Spielschluss zusammen am Platz saßen. „Da habe ich auch schon andere Zeiten erlebt“, sagte er.

Erste Vorbereitungsniederlage der SG Selm

Das 0:2 vom Donnerstagabend war die erste Niederlage in der Vorbereitung für die Selmer. Alles in allem sei sie Roxels Sieg verdient gewesen - da waren sich die Trainer am Tag danach einig. „Selm hat mit insbesondere in den ersten 20 Minuten imponiert. Da war kein Klassenunterschied zu sehen“, sagte er.

Selms Coach Deniz Sahin sah eine ausgeglichene erste Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten. Torlos ging es dennoch in die Pause. „In der zweiten Halbzeit hat Roxel dann das Tempo erhöht und hatte auch Chancen“, sagte Sahin. Die beiden Elfmeter, die zu der 0:2-Niederlage führten, seien aus Sahins Sicht berechtigt gewesen. Paul Ulrich und Mirco Kämper waren die Verursacher, Patrick Gockel (75.) und Adenis Krasniqi (86.) die Nutznießer vom Punkt. „Es war dennoch ein gutes Spiel von uns“, sagte Sahin.

Gäste hätten höher gewinnen müssen

Tumbrink zufolge hätte der Gast am Ende noch höher gewinnen können, wenn der erste Treffer früher gefallen wäre. „Solange eine Mannschaft gegen eine klassenhöhere Mannschaft das 0:0 verteidigt, macht es Freude“, sagte Tumbrink. Wären zwei Aluminium-Treffer nicht gewesen, hätte der Landesligist womöglich auch noch höher gewonnen.

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Eine schwere Verletzung gab es auch zu beklagen, aber nicht auf Selmer Seite. Lasse Saerbeck, Innenverteidiger beim BSV Roxel, zog sich bereits nach fünf Minuten einen Kreuzbandriss zu. Tragisch daran: Eigentlich sollte der 24-Jährige gar nicht auflaufen. Weil aber der BSV mehrere Verletzte zu beklagen hatte und die Personaldecke für das Selm-Spiel dünn war, sprang Saerbeck ein.

Die SG Selm bestreitet Sonntag das nächste Spiel. Dann ist der PSV Bork zu Gast. Anpfiff des Selmer Derbys ist um 15 Uhr.

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