Marco Logemann ist neuer Trainer beim PSV Bork: Diese Ziele hat der Coach

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Mit Marco Logemann hat der PSV Bork einen überraschenden Nachfolger für André Kracker gefunden. Für Logemann ist es die erste Station als Cheftrainer. Er will nun Ruhe nach Bork bringen.

von Carl Brose

Bork

, 13.11.2019, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marco Logemann hat in den letzten Tagen viele Gespräche geführt - mit dem Vorstand des PSV Bork, mit der Borker Mannschaft und auch mit seiner Familie. Denn es gab für ihn viel zu klären. Seit dem vergangenen Dienstag ist er der neue Mann an der Seitenlinie beim PSV. Nach der Trennung von André Kracker fiel die Wahl schnell auf Logemann, der selbst auch großen Anteil daran hatte, dass Kracker überhaupt erst Trainer in Bork wurde. „Wenn ich zu einer Trainereinstellung beitrage, die letztlich nicht so richtig funktioniert, habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich drehe mich um und lasse den Verein alleine oder ich schaue mit, welche Möglichkeiten es gibt. Und wenn der Verein der Meinung ist, dass ich die beste Lösung bin, dann ist das so und dann werde ich mich nicht umdrehen. Dafür bin ich nicht der Typ“, erklärt Logemann seine Entscheidung.

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Zuvor war der neue Trainer für den PSV Bork bereits als externer Berater im Einsatz und war dabei mit in die Kaderplanung und sportliche Ausrichtung des Vereins involviert. Aus zeitlichen Gründen schloss er einen festen Posten in Bork zunächst aus. „Meine Frau hat mir jetzt aber zugesichert, dass sie mir den Rücken freihalten wird. Deswegen kann ich das Traineramt so umsetzen“, sagt Logemann.

Erste Station als Cheftrainer

Nun gehe es für ihn erstmal darum, der Mannschaft wieder neues Selbstvertrauen einzuflößen: „Ich will der Mannschaft die Verunsicherung nehmen. Die letzten Tage und Wochen waren durchaus turbulent, jetzt muss wieder Ruhe einkehren. Ich will der Mannschaft Positivität vorleben, denn das erwarte ich auch von den Jungs.“ Dafür plane er zahlreiche Einzelgespräche mit den Borker Spielern.

Für Logemann ist Bork die erste Station als Cheftrainer. Während seiner Zeit als Sportlicher Leiter bei GS Cappenberg stand er Patrick Osmolski zwischenzeitlich als Co-Trainer zur Seite. Nach zuletzt zwei Jahren Fußball-Pause ist Bork aber nun eine ganz neue Herausforderung für Logemann. „Es wird eine herausfordernde Arbeit. Ich werde gerade als Mensch sehr stark gefordert werden. Ich freue mich aber sehr auf die Herausforderung. Denn wir haben in Bork ein Projekt mit einer sehr guten Idee, die wir aber auch auf den Platz bringen müssen“, so Logemann. Den von seinem Vorgänger eingeleiteten Umbruch will der neue Coach fortführen und weiter auf junge Spieler setzen: „In den nächsten Tagen stehen auch Gespräche mit dem A-Jugend-Trainer und dem Trainer der Zweiten Mannschaft an, um die Zusammenarbeit im Verein weiter voranzutreiben.“

Spielerische Lösungen auf dem Platz

Für die zukünftige Entwicklung der Mannschaft gibt Logemann den Spielern eine besondere Verantwortung. „Ich selber bin nur das kleinste Rad am Wagen. Ich kann Impulsgeber sein, Ideen haben und kreativ sein, aber am Ende ist die Mannschaft auf dem Platz gefordert, jeder Einzelne. Ich will, dass die Mannschaft Eigenverantwortung übernimmt“, erklärt er. Dabei wird ihm auch weiterhin Spieler Christian Voßschmidt im Hintergrund zur Seite stehen, mit dem auch der Trainerwechsel besprochen wurde. „Ich habe Popsi (Christian Voßschmidt, Anm. d. Red.) selber nach Bork geholt und schätze ihn sehr, da wäre ich ja dumm nicht mit ihm zu planen“, so Logemann.

Auf dem Platz setzt der neue Trainer auf spielerische Lösungen, um mit der Mannschaft wieder erfolgreicher zu sein: „Für mich gilt immer kurz vor lang und flach vor hoch. Welches System genau zu der Mannschaft passt, muss ich noch schauen. Dafür muss ich sie noch besser kennenlernen.“ Damit soll in den nächsten Trainingseinheiten begonnen werden.

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