Marco Logemann sieht sich nicht als „Gute-Laune-Bär“ beim PSV Bork

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Marco Logemann ist bereits der fünfte Trainer innerhalb von zwei Jahren beim PSV Bork. Die größte Unruhe haben die Borker Sonntag mit einem Sieg im Keim erstickt.

Bork

, 18.11.2019, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine extrem unruhige Woche beim PSV Bork: Am Montag die Trainerentlassung, Dienstag die Vorstellung von Marco Logemann als Nachfolger. Hinzu kam der Ärger um die Suspendierung von Spieler René Schickentanz.

Marco Logemann blickte auf eine Woche zurück, die er wohl nicht so bald wieder erleben möchte. „Es war eine aufregende, stressige Woche“, sagte der 45-Jährige. Aber er sagte noch etwas anderes: „Es war eine gute Woche.“ Damit meinte Logemann die vielen guten Gespräche, die Hoffnung auf den berühmten Impuls und natürlich auch den 3:0-Sieg am Sonntag gegen den BV 09 Hamm III.

Marco Logemann hörte Selbstkritik aus der Mannschaft

„Seit Dienstag haben wir fortlaufend Gespräche geführt, um Ruhe reinzukriegen. Ich habe viele offene Spieler gehört, die selbstkritisch mit der Situation umgegangen sind“, sagte Logemann.

PSV Bork

Die Trainer 2018 und 2019

  • Ingo Grodowski (bis 6. März 2018)
  • Thorsten Fischmann (7. März 2018 - 30. Juni 2018)
  • Markus Kuhn (1. Juli 2018 - 30. Juni 2019)
  • André Kracker (1. Juli 2019 - 11. November 2019)
  • Marco Logemann (seit 13. November)

Der Vorstand gab dem Projekt kein Haltbarkeitsdatum. Logemann genießt das Vertrauen: Logemann ist erstmal unbefristet in der Verantwortung und sieht sich selbst auch keinesfalls als Zwischenlösung, bis ein Besserer gefunden ist.

Logemann war vor Saisonbeginn beratend bei der Kaderzusammenstellung und auch bei der Verpflichtung von Ex-Coach André Kracker entscheidend beteiligt. Kann sich auch Logemann, der beruflich stark eingespannt ist, eine langfristige Zusammenarbeit über mehrere Jahre vorstellen? Der neue Trainer sendete Montag positive Signale: „Wer mich kennt, weiß, dass ich nichts einfach so liegen lasse.“ Heißt übersetzt: Logemann steht bereit, wenn er gebraucht wird. Und der Verein ist an einer langfristigen Zusammenarbeit sicherlich auch interessiert, sonst hätte der PSV vorsichtig erstmal eine Zusammenarbeit bis Saisonende verkündet.

PSV Bork hatte fünf Trainer in zwei Jahren

Fakt ist, dass der 45-Jährige schon der fünfte Trainer in den zwei Kalenderjahren 2018 und 2019 ist. Ingo Grodowski trat im März 2018 überraschend zurück. Bis zum Sommer übernahm Thorsten Fischmann interimsweise. Unter Nachfolger Markus Kuhn stieg der PSV dann ab, Kracker kam im Sommer. Und nun betreut Logemann die Mannschaft - Konstanz sieht anders aus.

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Logemann beschrieb Sonntag auch seine Aufgabe noch einmal: „Die Truppe muss nicht bei Laune gehalten werden, sondern ein Stückchen wachgerüttelt werden.“ Er wünscht sich die Rückkehr einer „positiven Denkweise“ in die Mannschaft, ein anderes „Mindset“ (Mentalität) und „auch eine andere DNA“. Kurz: Logemann sieht seine Rolle als Mensch und Motivator, aber Eigeninitiative wünscht er sich auch aus der Mannschaft. Logemann: „Ich bin nicht nur da, um den Gute-Laune-Bär zu spielen.“

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