Marian Kuhn (22) verlässt den PSV Bork und wechselt zu einem Nachbarn

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Trainersohn Marian Kuhn kehrt dem PSV Bork den Rücken. Hauptgrund soll der Abschied seines Vaters auf dem Trainerstuhl sein. Mit dem drohenden Abstieg habe sein Weggang nichts zu tun.

Bork

, 13.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er wäre wohl dem PSV Bork treu geblieben, wenn sein Vater nicht als Trainer von der ersten Mannschaft zurück in den Damenbereich gewechselt wäre. Die Rede ist von Borks Innenverteidiger Marian Kuhn, der zum Nachbarn Grün-Schwarz Cappenberg wechseln wird.

Das bestätigten sowohl Marian Kuhn als auch Cappenbergs Sportlicher Leiter Philipp Wiesmann am Montag. „Ich hatte meinem Vater zugesagt. Wenn der Vater Trainer ist, bleibt man“, sagte Marian Kuhn. Doch Ende März wurde bekannt, dass Kuhn wieder Trainer im Damenbereich wird. Mit den PSV-Frauen war er im Vorjahr in die Bezirksliga aufgestiegen. Und Sohn Marian, mit 2,03 Metern der größte Spieler des PSV, überdachte seine Zukunft neu. „Ich habe in den Senioren nur in Bork gespielt“, sagte er.

In Marian Kuhn geht ein Baustein der Meistermannschaft

Marian Kuhn gehörte zur Meisterschaft 2017, blieb auch, als die Mannschaft auseinanderbrach. Um ihn baute Ex-Trainer Ingo Grodowski eine neue Hintermannschaft auf. 2018 hielt der PSV knapp die Klasse unter Interimstrainer Thorsten Fischmann.

Marian Kuhn (22) verlässt den PSV Bork und wechselt zu einem Nachbarn

Trost bekommt Marian Kuhn in dieser Szene von Ennigerlohs Torwart, nachdem Bork den Bezirksliga-Aufstieg 2017 verpasst hat. © Sebastian Reith

Für Cappenbergs Sportchef Philipp Wiesmann war Marian Kuhn immer ein Spieler, den er nicht bekommen könnte, solange Markus Kuhn sein Trainer ist. „Ich hatte nie das Gefühl, dass ich ihn anzusprechen brauchte aufgrund der Tatsache, dass sein Vater ihn trainiert“, sagte Wiesmann. Als sich ein Trainerwechsel abzeichnete, versuchte Wiesmann sein Glück. „Er passt vom Alter und seinen fußballerischen Fähigkeiten in unsere Mannschaft“, sagte der Sportliche Leiter des Tabellenfünften. Zumal Cappenberg auch Handlungsbedarf im Abwehrzentrum sieht: Mats Lange, Michel Zentgraf und Lukas Nagel sind die einzigen drei gelernten Innenverteidiger bei Grün-Schwarz Cappenberg.

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