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Marius May gehört zu den jungen Wilden bei der SG Selm

rnFußball-Kreisliga

Marius May hat sich in nur einem Jahr vom U19-Spieler, der hinten anstand, zum Stammspieler bei der SG Selm entwickelt. Der Innenverteidiger bekommt auch Lob von seinem Trainer.

Selm

, 04.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Sie sind jung und talentiert und sollen die Zukunft der SG Selm sein. Der Fußball-B-Ligist, der im Sommer 2018 den Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte erlebte, hat einen Umbruch vollzogen und vermehrt auf junge Spieler gesetzt. So kamen Torwart Nils Böckenbrink und Innenverteidiger Marius May schon in der Abstiegssaison als A-Jugendliche oft zum Einsatz. Sie sollen eine neue Identität stiften und wieder das verkörpern, was auf den Trikots statt Werbung zu lesen ist: „Selmer Junge“.

Marius May ist ein Selmer Junge. Er wohnt in Selm, machte sein Abitur am Selmer Gymnasium und Fußball hat er nie woanders gespielt. Bei solchen Spielern ist es wahrscheinlich, dass sie auch bleiben, wenn sie sich wohlfühlen. „Ich bin immer ein Grün-Weißer gewesen“, sagt Marius May.

Marius May erlebt ein hartes erstes Seniorenjahr

Für den 19-jährigen Abwehrspieler war das Jahr 2018 kein leichtes. In der Rückrunde der Saison 2017/18 kam der sportliche Absturz. Nach einem einstelligen Tabellenplatz zur Winterpause zitterte die SG sich in die Relegation, nach der dann der Abstieg mit fast allen schmutzigen Begleiterscheinungen stand, die man sich so vorstellen konnte.

Marius May gehört zu den jungen Wilden bei der SG Selm

Basanan Tarhan (l.) und Marius May saßen in Telgte auf dem Rasen. Selm ist gerade in der Relegation abgestiegen. © Reith

Zerknirscht saß May nach dem Abpfiff am 3. Juni in Telgte auf dem Rasenplatz, als der Abstieg besiegelt war und wurde so auch ein Gesicht des Abstiegs, für den er doch nichts konnte. Er hatte alles gegeben. Und wollte helfen, den Verein, in dem er seit der F-Jugend spielte und immer als Ziel die erste Mannschaft gehabt hatte, in der Kreisliga zu halten. „Es passte im Team nicht, weil es Störfaktoren gab. Das hat man am Ende gemerkt“, sagt May.

Marius May gehört zu den jungen Wilden bei der SG Selm

Marius May (l.) hatte beim Spiel um den Klassenerhalt in Telgte eine Chance, die ein Gegenspieler aber vereitelte. © Reith

Die SG Selm brauchte Spieler wie May

Er hätte das alles nicht mitmachen müssen. May war noch A-Jugendlicher und hätte sich auch ganz auf die U19 konzentrieren können. Seit dem Winter hatten er und mehrere andere U19-Spieler am Training der ersten Mannschaft teilgenommen: Johannes Glaß, Jonathan Wulfert, Lukas Bloch und Nils Böckenbrink. Jannik Blecher, mit dem May viele Jahre zusammengespielt hatte, hatte schon vorher den Sprung geschafft, weil er ein Jahr älter ist. „Ich spiele liebend gerne Fußball. Es war mein Ziel, mit Freunden da in der ersten Mannschaft zu spielen“, sagt May. Das ist es auch, was die SG braucht: Spieler, die sich bei der SG gerne wiederfinden und die auf Einsätze brennen.

Marius May gehört zu den jungen Wilden bei der SG Selm

Marius May ist hier im Zweikampf mit dem Südkirchener Robin Schulz (r.). © Jürgen Weitzel

„Es war sehr gut, dass wir als A-Jugendliche schon mittrainieren konnten“, sagt May, „vom Niveau her gibt es einen klaren Unterschied zwischen Jugend und Seniorenbereich. Aber man wächst mit seinen Herausforderungen. Den Respekt musste man sich verdienen.“

Trainer Deniz Sahin setzt vermehrt auf den Nachwuchs

Zunächst war es eine personelle Notlage, die Trainer Deniz Sahin veranlasste, schon früher als geplant die Nachwuchsakteure zu bringen. Die Spieler übernahmen Verantwortung und kamen immer öfter zum Einsatz. Am Ende war May Stammspieler. Derzeit ist die SG Tabellenführer in der B-Liga.

„Marius war schon seit der Rückrunde dabei“, sagt Trainer Deniz Sahin, „er ist ein intelligenter Spieler, der mit dem Übergang zu den Senioren überhaupt keine Probleme hatte. Er ist kopfballstark und bringt seine Leistung“. Auch in der bisherigen Saison in der B-Liga, in der Marius May diesmal keinen Abstieg, sondern gerne eine Rückkehr in die Kreisliga A begießen würde.

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