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Markus Brzenska ist nicht mehr Trainer des Fußball-Regionalligisten Viktoria Köln. Im Interview spricht er über seine Entlassung vor dem letzten Spieltag und seine Zukunftspläne.

Selm, Lünen

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

In Markus Brzenskas Vita stehen viele Siege mit Viktoria Köln als Co-Trainer. Nach dem vorletzten Spieltag hatte der damalige Regionalliga-Tabellenführer dann Brzenska (34) und dessen Cheftrainer Patrick Glöckner entlassen.

„Patrick und Markus haben großen Anteil daran, dass die Viktoria als Tabellenführer in den letzten Spieltag geht und das große Ziel aus eigener Kraft erreichen kann“, sagte Sport-Vorstand Franz Wunderlich damals, „aber leider zeigte der Trend der vergangenen Wochen nach unten, sodass wir reagieren mussten, um unser Ziel nicht zu gefährden.“ Es übernahm Weltmeister Jürgen Kohler, mit dem die Viktoria eine Woche später Meister wurde und in die Dritte Liga aufstieg. Jetzt hat sich Brzenska zur Entlassung geäußert.


Herr Brzenska, waren Sie überrascht vom Trainerwechsel?

Im Fußball ist es halt so. Am vorletzten Spieltag gegen Straelen (0:2) hat man schon gemerkt, dass etwas passieren wird. Man hat gegen Straelen gemerkt, dass vieles Kopfsache ist und die Mannschaft riesig unter Druck stand. Dass man es verändern könnte, war klar. So ganz überraschend war es nicht, aber nicht weniger enttäuschend.

Zur Person

Das ist Markus Brzenska

  • Markus Brzenska ist am 25. Mai 1984 in Lünen geboren worden. Sein Stammverein war der BV Lünen.
  • In der Jugend kam er zu Borussia Dortmund, erzielt hier einen Profivertrag und kickte insgesamt 15 Jahre beim BVB. Er machte 86 Bundesligaspiele.
  • Über den MSV Duisburg (Leihe) und Energie Cottbus kam er 2014 zu Viktoria Köln. Mehrfach verpassten die Kölner knapp den Aufstieg in die Dritte Liga.
  • Brzenska war zwei Jahre lang Co-Trainer von GS Cappenberg.
Markus Brzenska nach seiner Entlassung bei Viktoria Köln: „Es war schmerzhaft“

Im DFB-Pokal jubelt Markus Brzenska (l.) gegen Union Berlin. © dpa

Haben Sie die Mannschaft noch erreicht?

Die Drucksituation, die wir hatten, war immens und die Mannschaft hat etwas verkrampft. Ich glaube schon, dass wir die Mannschaft erreicht haben. Gegen Lippstadt am viertletzten Spieltag haben wir ein Riesenspiel abgeliefert. Es war das entscheidende Spiel. Das war ein großer Schritt. Der Verein hat nunmal so entschieden, nochmal eine andere Ansprache zu wählen.

Fühlen Sie sich um eine Meisterfeier gebracht?

Es ist schon schmerzhaft. Wir haben ein ganzes Jahr darauf hingearbeitet. Die Chance mit dem direkten Aufstiegsplatz war riesengroß. Wir hatten aber vom ersten Spieltag an Druck, haben dann am achten Spieltag die Spitze erobert und sie nicht mehr hergegeben. Wir mussten jedes Spiel gewinnen. Dann am Ende die Feier nicht mitzuerleben, war natürlich schmerzhaft. Es wäre auch gelogen, wenn ich etwas anderes erzählen würde. Der Aufstieg ist zu großen Teilen der Verdienst der Mannschaft und des Trainerteams. Wir haben so viel Herzblut, Zeit und Einheiten investiert. Dann alleine zu Hause zu sitzen, war hart.

Wie haben Sie den Aufstieg verfolgt?

In der Konferenz am Fernseher. Ich habe mich riesig gefreut. Der Kontakt zu den Verantwortlichen ist mehr als eine normale Arbeitsbeziehung.

Wie sieht Ihre Zukunft aus: Trainerjob, Praktikum oder planen Sie, Trainerscheine abzulegen?

Das weiß ich noch nicht. Ich bin in alle Richtungen offen. Fest steht aber, dass ich mit Fußball weitermache. Es war eine großartige Erfahrung für mich. Ich war jetzt fünf Jahre bei der Viktoria, zwei davon als Co-Trainer. Gespräche habe ich dort noch nicht gehabt.

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