Mit Flemming Dvorak wechselt ein echter Allrounder von Westfalia Wethmar zum PSV Bork

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Zuletzt war Flemming Dvorak noch Co-Trainer bei Wethmars zweiter Mannschaft, nun will er beim PSV Bork wieder Spieler sein. Eine besondere Herausforderung für den 27-Jährigen.

von Nico Ebmeier

Bork

, 12.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er brauchte langsam mal einen Tapetenwechsel, erklärt Flemming Dvorak seinen Wechsel zum PSV Bork. Stolze 22 Jahre spielte der 27-Jährige bei Westfalia Wethmar, war zuletzt dort sogar als Trainer tätig. Bei Bork will er nun aber wieder als Spieler an den Ball treten.

„Es ist natürlich schon eine andere Sichtweise. Sonst leitet man das Training, schaut eher auf andere Spieler und jetzt geht es nur noch um einen selbst“, benennt Flemming Dvorak seine neue Herausforderung. Denn nachdem er zuletzt noch die zweite Mannschaft bei Westfalia Wethmar co-trainierte, wird er bald beim PSV Bork wieder zum Spieler.

Grund dafür war eine berufliche Umstellung, die ihm nicht mehr die zeitlichen Freiheiten gab, die es als Trainer braucht. Aber noch etwas brachte Dvorak auf den Geschmack, bald wieder als Kicker aufgestellt zu werden: „Es macht einfach auf einer anderen Ebene Spaß. Ich bin ja noch jung und möchte auch wieder richtig Fußballer sein. In ein paar Jahren kann ich dann immer noch an die Seitenlinie zurück.“

Sanmi Ojo war eine Triebfeder für den Wechsel

War er beim Lüner A-Ligisten Übungsleiter, der mitentscheiden durfte, muss er sich beim PSV Bork nun Samni Ojo unterstellen. Für den 27-Jährigen überhaupt kein Problem: „Vielleicht wird es erstmal komisch, aber nach ein paar Trainingseinheiten werde ich es genießen, nicht immer alles vor- und nachbereiten zu müssen.“ Und generell war Ojo ein Hauptgrund, wieso sich Flemming Dvorak zu diesem Wechsel entschloss. „Wir kennen uns noch aus seiner Zeit bei Preußen Lünen. Dann bin ich vor ein paar Wochen auf ihn zugegangen und seine Ziele haben mich sehr überzeugt“, sagt der Bald-Borker.

Mit Ojo und Dvorak möchte der PSV im nächsten Jahr dann die Top Fünf in der Kreisliga B angreifen und schauen, was nach oben möglich ist. „Das ist eine fußballerisch sehr gute B-Liga. Das könnte richtig gut werden“, sagt Dvorak, der neben Ojo nur Maik Küchler bei Bork kennt.

Ein besserer Fitnesszustand muss her

Klar ist aber, dass sich der Lüner erstmal wieder daran gewöhnen muss, regelmäßig zu trainieren. „Ich bin gerade dabei, wieder laufen zu gehen, damit ich überhaupt annähernd 90 Minuten durchhalten kann. Stand jetzt wäre es nicht so“, sagt er und lacht. Wenn er dann aber wieder fit ist, kann sich der B-Ligist auf einen echt Allrounder freuen.

„Ich habe in meiner Karriere eigentlich schon überall gespielt. Naja, vielleicht nicht in der Innenverteidigung und im Tor“, erklärt der 27-Jährige. „Meistens wurde ich aber auf der rechten Seite eingesetzt. Entweder im Angriff oder im Mittelfeld.“ Fußballerisch vergleicht Dvorak sich selbst deshalb mit Dortmund-Spieler Lukasz Piszczek. „Er war früher auch Stürmer und kann extrem weit einwerfen. Das kann ich mindestens genauso gut“, scherzt der Neuzugang, durch dessen Adern generell nur „schwarz-gelbes Blut“ fließt. In Bork muss jetzt grün-weißes hinzukommen.

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