Nachspiel für GS Cappenberg: Kreis Unna-Hamm will Verein aus dem Kreispokal ausschließen

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Weil Cappenberg mit der zweiten Mannschaft gespielt hat, hat der Kreis Unna-Hamm eine Spielwertung vorgenommen. GS Cappenberg hat noch nicht reagiert.

Cappenberg, Bork

, 31.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Paukenschlag am Mittwochnachmittag: Der Fußballkreis Unna-Hamm hat Grün-Schwarz Cappenberg aus dem Pokalwettbewerb ausgeschlossen. Pokalspielleiter Horst Weischenberg begründete das Aus damit, dass GS Cappenberg nur die zweite Mannschaft beim 3:0-Sieg zum B-Ligisten TuS Hemmerde geschickt hatte. Das widerspricht Punkt vier der Durchführungsbestimmungen. Hier heißt es: „Teilnahmeberechtigt ist nur die 1. Mannschaft des jeweiligen Vereins.“

„Der Ausschluss ist offiziell. Die Sache ist erledigt. Das Ganze ist nachvollziehbar. Ich kann feststellen, wer in der ersten und wer in der zweiten Mannschaft spielt und kenne die Cappenberger auch ganz gut“, sagte Weischenberg.

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Horst Weischenberg vergleicht Spielberichte und fällt ein Urteil

Er hatte nach Beschwerden aus Hemmerde die Spielberichte der Freundschaftsspiele der ersten und zweiten Mannschaft in jüngster Vergangenheit durchgesehen und war zu einem klaren Schluss gekommen: „Die Mannschaft, die in Hemmerde gespielt hat, ist die zweite Mannschaft gewesen.“

Und das sei nicht satzungskonform. Deshalb beförderte er Hemmerde statt Cappenberg in Runde zwei. Der TuS Hemmerde darf am Sonntag auf den SV Langschede treffen.

Nachspiel für GS Cappenberg: Kreis Unna-Hamm will Verein aus dem Kreispokal ausschließen

Tim Gehrmann vom VfB Lünen verfolgt Jens Heinrich (l.), der in Cappenbergs erster Mannschaft spielt. © Sebastian Reith

Die Cappenberger wollten sich zur Sache nicht äußern, ließen aber durchblicken, dass sie anders als Weischenberg den Fall nicht als erledigt ansehen. Man wolle erst „das Ganze klären“, so Philipp Wiesmann, Sportlicher Leiter. Dass sich Spieler vor dem Saisonstart in keiner Mannschaft festspielen könnten und es deshalb keine klare Definition für eine erste oder zweite Mannschaft gebe, sei nicht zu berücksichtigen, teilte Weischenberg auf Nachfrage mit.

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Cappenberg hatte in Hemmerde mit Spielern aus der zweiten Garde gespielt

Fakt ist, dass in Hemmerde vorwiegend GSC-Spieler gespielt hatten, die in der vergangenen Saison noch in der Reserve aktiv waren und wohl auch in der kommenden Saison dort spielen werden. Parallel spielte Cappenberg am Sonntag auf dem vereinseigenen Turnier mit Spielern, die normalerweise in der nominell ersten Mannschaft Fußball spielen. Betreut wurde diese Mannschaft von Pascal Harder, der die erste Mannschaft trainiert.

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