Nächster Führungsspieler weg: Sebastian Kramzik verlässt den PSV Bork

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In Sebastian Kramzik verliert der PSV Bork einen weiteren Führungsspieler zur kommenden Saison. Der Stürmer wechselt in die Kreisliga B und will es dort ruhiger angehen lassen.

von Carl Brose

Bork

, 23.05.2019, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit der vergangenen Saison hat sich Sebastian Kramzik Gedanken über einen Abgang von Fußball-A-Ligist PSV Bork gemacht. Nun hat er sich entschieden: Er wird den Verein zur kommenden Saison verlassen. „Ich war in den letzten beiden Jahren ständig verletzt und konnte kaum spielen. Da habe ich angefangen, drüber nachzudenken“, so Kramzik über seine Beweggründe. Als er sich dann im Winter erneut am Knie verletzte und im Februar operiert werden musste, war die Entscheidung für ihn gefallen.

Sebastian Kramzik: „Ich will kürzertreten“

In der nächsten Saison wird der Noch-Borker für die zweite Mannschaft von Westfalia Vinnum in der Kreisliga B auflaufen. „Ich will in Zukunft etwas kürzertreten, deswegen der Wechsel. Ich erhoffe mir, dass bei etwas weniger Intensität und Aufwand die Knochen vielleicht mal länger heile bleiben“, sagt Kramzik. Dazu trifft er in Vinnum auf einige alte Weggefährten aus seiner Selmer Zeit, mit denen er mal wieder kicken wolle.

Alles für den Klassenerhalt

Eigentlich sollte der Stürmer nach seiner Operation im Frühjahr gar nicht mehr spielen, doch der Heilungsprozess verlief so gut, dass es zuletzt für ihn immer wieder Joker-Einsätze gab: „Gerade in so einer wichtigen Phase der Saison will ich der Mannschaft helfen. Deswegen habe ich mir gesagt: Komm, probierst du es nochmal. Das war mit das Risiko wert.“ Denn noch stecken die Borker mitten im Abstiegskampf. Ein Punkt fehlt ihnen noch, um sich den Relegationsplatz zu sichern und einen direkten Abstieg in die B-Liga zu verhindern.

Mit dem Klassenerhalt hätte Kramzik die Möglichkeit, seinen Abgang vom PSV Bork doch noch mit einem positiven Gefühl abzuschließen. Nachdem er vor zwei Jahren von der SG Selm wieder zu seinem Jugendverein nach Bork zurückgekehrt war, waren die Erwartungen eigentlich hoch. Stattdessen spielte der Verein zwei Jahre lang gegen den Abstieg. „Es wäre schon komisch, den Verein so zu verlassen, schließlich habe ich hier meine ganze Jugend verbracht. Ein Abstieg kommt für mich gar nicht in Frage. Deswegen konzentriere ich mich jetzt voll auf das nächste Spiel und dann auf die Relegation“, so Kramzik. Dabei würde ihn auch sein bevorstehender Wechsel nicht ablenken.

Bork bricht Führungs-Achse weg

Auf die sportliche Leitung des PSV Bork kommen nun schwierige Zeiten zu. „Mit Kramzik verlässt uns eine echte Identifikationsfigur. Als Spielführer ist er natürlich eine wichtige Ansprechperson für den Trainer und auch sportlich ist er ein herber Verlust“, sagt der Borker Geschäftsführer Dietmar de Sacco. Mit den zusätzlichen Abgängen von Darius Brüggemann, Marian Kuhn und Giuliano Buccini verlassen den PSV Bork gleich eine ganze Reihe an Führungsspielern. „Es hat natürlich einen Qualitätsverlust gegeben, aber wir arbeiten akribisch und intensiv daran, eine vernünftige Mannschaft für die kommende Saison aufzustellen“, so de Sacco. Mit den Neuzugängen Christian Voßschmidt und Daniel Rosengart von Westfalia Vinnum sei dabei auch schon der Anfang getan.

Dabei ist de Sacco auch davon überzeugt, dass die aktuellen Wechselspiele keinen Einfluss auf die Mannschaft haben: „Wir versuchen als Vorstand solche Dinge von der Mannschaft fernzuhalten und im Hintergrund an dem Kader zu planen. Die Jungs werden in der Liga ihre Hausaufgaben machen und den Klassenerhalt schaffen. Und wir machen im Vorstand unsere Hausaufgaben.“ So ist auch der Geschäftsführer von dem Klassenerhalt überzeugt.

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