Neuer SuS-Coach: „Ich gehe ganz entspannt ran“

Krajczy im Interview

Michael Krajczy (47) hätte ab dem Sommer wahrscheinlich einen Posten beim Kreisligisten SV Hochlar, Krajczys Heimatverein, übernommen. Ende Mai kam aber alles anders. Da besuchte er den ehemaligen Trainer Norbert Sander im Krankenhaus und sagte in Windeseile in Olfen zu.

OLFEN

, 18.07.2017, 10:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer SuS-Coach: „Ich gehe ganz entspannt ran“

Michael Krajczy stellte sich am Sonntag der Mannschaft vor, sprach über Passspiel, Umschaltspiel, Angriffe und Regeneration. Am Dienstag will er dann auch erstmals das Training eigenverantwortlich leiten.

Wie viel Zeit geben Sie sich, um die Mannschaft kennenzulernen?

(lacht) Ich gehe da ganz entspannt ran. Ich habe nette Leute um mich, die mir wirklich helfen, sodass ich mich darauf konzentrieren kann, worauf es ankommt. Ich hoffe, dass ich die Namen so schnell wie möglich drauf habe.

Dafür haben Sie sich bei Ihrer ersten Ansprache vorbeugend schon mal entschuldigt. Sind sie vergesslich?

Ich habe selber gespielt und weiß, wie es ist: Wenn sich drei Mann umdrehen und sich kaputtlachen, weil du einen falschen Namen rufst – das kenne ich selber. Das habe ich direkt angesprochen.

Was haben Sie in den ersten Einheiten vor?

Die Spieler haben in der letzten Woche schon ordentlich was gemacht. Ich bin dafür, spielnah und mit Ball zu trainieren. Es kommt einfach darauf an, dass die Spieler mit dem Ball umgehen können. Wenn du als Absteiger in die Kreisliga kommst, werden viele Mannschaften hinten drin stehen und auf Konter spielen. Da müssen wir die richtigen Mittel für die Saison finden.

Und die wären?

Indem man ein Drittel frei lässt, das Spiel eng macht, auf Fehler wartet, aber auch nicht bei jedem Ballgewinn schnell umschaltet, sondern über den Ballbesitz kommt. Solche Mannschaften musst du bespielen.

Sie haben die Garage mit der Ausrüstung in Olfen schon gelobt. Wie nehmen Sie die Bedingungen wahr?

Astrein! Das ist ein Traum. Von den Möglichkeiten und der Anlage her ist Olfen irre. Das macht Spaß. Und darauf freue ich mich.

Der Verein möchte nur oben mitspielen, wollen Sie mehr?

So weit gucke ich nie. Was nützt es mir, wenn ich mir ein Ziel setze, das so weit weg ist? Da müssen wir uns kurzfristige Ziele setzen und ich weiß auch, wie es abläuft: Hast du einen guten Start? Gibt es verletzte Spieler? Dass der Anspruch, wenn man absteigt, hoch ist, ist doch klar. Jeder möchte gewinnen, jeder möchte oben mitspielen. Das wollen wir alle. Das ist völlig normal.

Kennen Sie die Liga?

Nein, und die Gegner kennen mich auch nicht – und deshalb wird es ganz interessant.

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