Nordkirchener Achtelik ist wieder Europameister

Stabhochsprung

Durch ein Zitterfinale und eine Saisonbestleistung hat sich Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen den Hallen-Europameister-Titel im Stabhochsprung in der Altersklasse M55 gesichert. In Ancona in Italien sprang Achtelik am Mittwoch im dritten Versuch über 4,10 Meter. Das reichte für den Titel.

NORDKIRCHEN/ANCONA

, 30.03.2016, 20:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen, hier bei den Hallen-Westfalenmeisterschaften im Januar 2016.

Alfred Achtelik vom FC Nordkirchen, hier bei den Hallen-Westfalenmeisterschaften im Januar 2016.

„So gewinne ich gerne, auf den letzten Drücker mit etwas Gepoker. Das sind Siege, die hängen bleiben“, sagte Achtelik nach dem Wettkampf. Der Franzose Marc Spony, Titelverteidiger von vor zwei Jahren, scheiterte dreimal an den 4,10 Metern, während sich Achtelik im dritten Versuch über die Stange wand. Saisonbestleistung. 

Doch die war auch nötig, denn der Nordkirchener hatte Fehlversuche mit durch den Wettkampf geschleppt. Bei 3,80 Metern und 3,90 Metern musste er jeweils in den zweiten Versuch gehen. „Ich habe am Anfang für alle Höhen zwei Versuche gebraucht, weil ich die Stäbe durchprobiert habe“, sagte Achtelik, dessen Schutzhülle um die Stäbe auf dem Flug nach Italien kaputt gegangen war. Über die 4,00 Meter klappte es dann auf Anhieb im ersten Durchgang. „Ich bin dann immer besser in den Wettkampf reingekommen.“

Konkurrent ohne Fehlversuch

Doch sein Hauptkonkurrent Spony sprang am Mittwoch zunächst konstanter: Von 3,60 Meter bis 4,00 Meter – die 3,70 Meter ließ der Titelverteidiger aus – hielt sich Spony schadlos und übersprang alle Höhen ohne Fehlversuch. Der Franzose war drauf und dran, wieder Europameister zu werden. Denn bei Höhengleichheit zweier Springer ist der Athlet vorne, der bei der nächstniedrigen Höhe weniger Fehlversuche benötigt. Und den Unterschied machten im gestrigen Wettkampf lange die 3,90 Meter, bei denen sich der Nordkirchener einen Fehlversuch einhandelte.

Spony riss die 4,10 Meter dann dreimal. Achtelik dagegen musste im dritten Versuch drüber – und er schaffte es. „Ich wusste, dass ich nur dann gewinne, wenn ich die Höhe packe. Ich habe in dem Versuch glücklicherweise noch alles umgebogen“, sagte Achtelik. Bronze ging an Landsmann Lutz Herrmann mit 3,90 Metern.

Erwartetes Chaos

Kritik übte der Nordkirchener an der Organisation. Etwas mehr als fünf Stunden habe er für die acht Sprünge im Wettkampf benötigt. „Ich verstehe nicht, wie man so einen Wettkampf organisieren kann“, meinte er. 30 Stabhochspringer aus drei Altersklassen waren parallel am Start. „Jetzt bin ich platt“, sagte Achtelik gestern Abend. Die Entschädigung: Konkurrent Marc Spony brachte einen Rum aus der Karibik mit. Damit lässt sich ein EM-Titel auch feiern. 

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