„Normalerweise müsste man für so ein Foul eine neue Karte erfinden“

Fußball

Nachdem es bereits beim Test am Donnerstag Rot für Bork gab, flog gegen Lünen wieder ein Spieler vom Platz, dabei betonte der Trainer extra, sich selbst nicht mehr dezimieren zu wollen.

von Hendrik Skirde

Bork

, 16.08.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marvin Matthias und der PSV Bork (l.) unterlagen dem SV Preußen Lünen am Sonntag im Testspiel.

Marvin Matthias und der PSV Bork (l.) unterlagen dem SV Preußen Lünen am Sonntag im Testspiel. © Jura Weitzel

Erst Donnerstag gab es für den PSV beim Test gegen Werne die Ampelkarte wegen Meckerns. Trainer Ilesanmi Ojo kritisierte seinen Spieler und gab an, sich durch solch unnötige Rote Karten nicht mehr dezimieren zu wollen. Die Aussage kam wohl nicht bei allen Spielern an, denn auch gegen Preußen Lünen gab es schon wieder eine Rote Karte.

„Normalerweise müsste man für so ein Foul eine neue Karte erfinden“, sagte Ojo der jedoch im gleichen Atemzug seinen Spieler Marvin Matthias, der die Rote Karte bekam, in Schutz nahm. „Er hat zwei Jahre kein Spiel mehr bestritten und ihm fehlte einfach die Fitness. Er hat den Gegenspieler an der Mittellinie komplett rasiert. Wäre es eine Rote Karte wegen Unsportlichkeiten oder Meckerns gewesen, hätte ich mich mehr aufgeregt, aber so war es einfach unglücklich.“

Lünens Trainer Stefan Urban hatte die gleiche Auffassung. „Er hat einen Spieler von uns einfach umgesenst. Der Schiri konnte gar nichts anders machen als Rot zu zeigen. Es war ohne Tumult, es war nicht böswillig oder mit Vorsatz.“

Nachdem Lünen zwischenzeitlich bereits mit 4:1 führte, kam Bork nochmal auf 3:4 ran, ehe besagte Rote Karte die Mannschaft dezimierte. „Wir haben richtig Charakter gezeigt und nach der Karte sogar noch eine Schippe draufgelegt“, sagte Ojo. Bork konnte in der 83. Minute sogar noch gegen den klassenhöheren SV Preußen Lünen ausgleichen, ehe Lünen durch Unkonzentriertheiten bei einem Einwurf in der 88. Minute doch noch mit 5:4 gewann.

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