Olfen reist ohne Offensiv-Trio nach Lippramsdorf

Fußball: Bezirksliga

Stehaufmännchen SV Lippramsdorf ist der nächste Gegner des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen. Auf einen Mann müssen die Olfener allerdings nicht aufpassen: Henrik Kleinefeld (17 Tore) fällt aus. Aber auch der SuS muss auf ein bewährtes Offensiv-Trio verzichten.

OLFEN

, 11.03.2016, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Er konnte es kaum glauben: Marvin Böttcher (l.) sah vergangene Woche die Gelbe Karte, obwohl er das Foul gar nicht begangen hatte. Das hatte Folgen: Es war die fünfte Gelbe Karte der Saison. Gegen Lippramsdorf ist Olfens Toptorjäger gesperrt.

Er konnte es kaum glauben: Marvin Böttcher (l.) sah vergangene Woche die Gelbe Karte, obwohl er das Foul gar nicht begangen hatte. Das hatte Folgen: Es war die fünfte Gelbe Karte der Saison. Gegen Lippramsdorf ist Olfens Toptorjäger gesperrt.

Fußball-Bezirksliga 11, 20. Spieltag SV Lippramsdorf – SuS Olfen (So, 15.30 Uhr, Jahnstraße 20, 45721 Haltern am See)

Denn neben dem gelbgesperrten Marvin Böttcher, mit zehn Toren Olfens Lebensversicherung, fehlen auch Jonas Michel (krank), der sich wohl nur im Notfall auf die Bank setzt, und Max Müller (Faserriss im Hüftbeuger). Vorne werden also Murat Cengiz, den Olfens Trainer Norbert Sander aus dem Mittelfeld nach vorne zieht, Joost Sievering und Dennis Böttcher spielen.

Im Mittelfeld hat Sander noch viele Fragezeichen. Ohne Andre Zolda, der letztmalig rotgesperrt fehlt, dürften Lars Meier oder Sebastian Middeke hinter den Spitzen agieren. Dahinter hat Sander die Wahl zwischen Thomas Kilian, Darius Brüggemann und Moritz Böttcher. Die Kette ist komplett.

Kampfspiel erwartet

Dennoch: „Wir fahren mit nur 14 Mann nach Lippramsdorf“, sagte Sander am Freitag – und wäre mit einem Punkt auf dem tiefen Rasenplatz zufrieden. „Wir müssen fighten, fighten, fighten. Die Bedingungen für das Fußballspiel sind egal. Es geht nicht um Haltungsnoten“, sagte Sander.

Auch der Gegner hat am Sonntag einen namhaften Ausfall: Henrik Kleinefeld. Der Toptorjäger der Bezirksliga 11, fällt mit einer Kapselverletzung im Sprunggelenk aus. Auch hinter dem Einsatz von Robin Joemann, der schon am vergangenen Sonntag beim 1:0-Sieg gegen Osterwick grippekrank gefehlt hatte, steht noch ein Fragezeichen. „Er konnte nur Teile der Trainingseinheiten mitmachen. Wir müssen abwarten, wie fit er am Sonntag ist“, sagt Trainer Josef Ovelhey. Zudem fehlt mit Constantin Dewert (Skiurlaub) der Siegtorschütze vom Osterwick-Spiel.

Ovelhey ist eine lebende Legende beim SV Lippramsdorf. Seit 17 Jahren trainiert das Urgestein den Verein. Die Erfolgsgeschichte in dem kleinen Dorf an der Lippe, das zur Stadt Haltern gehört, könnte für die Kicker des SuS Olfen ein Vorbild sein: Wenig Mittel, eigene Jugend – und dafür vergleichbar großer Erfolg. Seit mehr als 15 Jahren spielt der SV Lippramsdorf nun schon ununterbrochen in der Bezirksliga. Oft gegen den Abstieg. Wie auch in dieser Saison.

Doch immer entkam Lippramsdorf dem Abstiegsgespenst bisher erfolgreich. Durch sieben Punkte nach der Winterpause hat sich Lippramsdorf gegen die wiedererstarkten Kellerkinder behauptet und ist Achter und hat zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Olfener auf Rang elf. Das Ziel: „Wir brauchen noch vier Siege“, sagt Ovelhey, der sich erst mit 36 Zählern auf der sicheren Seite wähnt. 

Lesen Sie jetzt