RN-Wintercheck: PSV Bork sucht den Knipser

BORK Es war wie in den Jahren zuvor. Als kleiner Geheimfavorit war der PSV Bork in die Meisterschaft gestartet, konnte dann aber den Erwartungen nicht gerecht werden. Zu Saisonbeginn gab es zwei 0:1-Niederlagen, erst am fünften Spieltag den ersten Sieg. Wir haben uns auf die Suche nach Gründen gemacht. Die Halbserie in der RN-Analyse.

von Von Malte Woesmann

, 22.01.2009, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach unten gedrängt: Borks Benedikt Sträter verliert hier ein Kopfballduell gegen Thomas Naber.

Nach unten gedrängt: Borks Benedikt Sträter verliert hier ein Kopfballduell gegen Thomas Naber.

Nach 17 Spieltagen stehen gerade einmal 18 Punkte bei nur fünf Siegen zu Buche. Erst zum Ende des Jahres kam das Team von Jens Kalpein noch einmal ins Rollen. Mit dem 5:1 gegen BV Selm und dem 3:0 gegen GS Cappenberg revanchierten sich die Borker für die im Hinspiel erlittenen Derbyniederlagen. Damit konnten die Borker etwas Luft zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen.

Torwart: Kevin Pistol war, wenn er spielte, ein guter Rückhalt für den PSV. Große "Klöpse" leistete sich Pistol kaum. Verletzungsbedingt musste er jedoch auch in einigen Spielen passen. Für ihn stand dann zumeist Torwarttrainer Jörg Kühl zwischen den Pfoten, der seinen Job gewohnt sicher verrichtete.

Abwehr: 26 Gegentreffer sind nicht die schlechteste Bilanz. Die Probleme des PSV bestehen weiterhin mehr in der Offensive.

Mittelfeld: Beim PSV wird weiterhin ein erfahrener Mann im Mittelfeld vermisst, der die jungen Spieler führen kann. Sina Habibivand zeigt im Spielaufbau oft gute Ansätze und auch Sabri Kaya kann ein Spiel von Zeit zu Zeit lenken. Beide nehmen sich aber mitunter zu viele Auszeiten. Das Fehlen einiger Spieler machte sich hier auch bemerkbar.

Angriff: Es ist wie beim "Dinner for one". Die gleiche Prozedur wie in jedem Jahr. Dem PSV fehlt einfach ein Knipser, der vorne die Bälle verwertet. Bereits seit Jahren wird in Bork nach einem echten Torjäger gefahndet - ohne Erfolg. Mit gerade einmal 24 Treffern stellen die Borker eine der schwächsten Offensiven der Kreisliga A.

Prognose: Die zwei Siege zuletzt und auch der Sieg bei den Selmer Stadtmeisterschaften bzw. das gute Auftreten bei den Kreishallenmeisterschaften dürften den Borkern Selbstvertrauen gegeben haben. Auch das für die kommende Saison in Sachen Trainer bereits Klarheit herrscht, könnte für einen Leistungsschub sorgen. Der scheidende Coach Jens Kalpein will sich auf jeden Fall mit einer erfolgreichen Rückrunde aus Bork verabschieden.

Unser Tipp: Der PSV kann, wenn alles gut läuft, noch ein paar Plätze in der Tabelle gut machen. Ein einstelliger Tabellenplatz wird aber schwer zu erreichen sein.

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