Rückkehrer führt den PSV Bork zum Sieg - und belohnt sich nach großem Kampf

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Zwei Niederlagen musste der PSV zuletzt einstecken. Dabei war fehlende Einstellung einer der Gründe für die Pleiten. Das war am Sonntag anders. Ein Grund dafür ist die Rückkehr eines Spielers.

Bork

, 29.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich wieder ein Sieg, endlich wieder drei Punkte. Die Erleichterung beim PSV Bork war am Sonntagnachmittag deutlich spürbar gewesen, nachdem der Fußball-B-Ligist nach zwei deutlichen Niederlagen mit insgesamt elf Gegentoren wieder erfolgreich war. 3:2 (1:0) hieß es nach 90 Minuten gegen den SC Fröndenberg-Hohenheide.

Mit dabei war einer, auf denen die Borker in den beiden Spielen zuvor - also den Partien, die deutlich verloren gingen - verzichten mussten: den spielenden Co-Trainer Christian Voßschmidt. Der Stürmer verpasste die beiden Begegnungen gegen den Königsborner SV II (1:6) und die SG Massen II (0:5) wegen Urlaubs und einer Familienfeier.

Christian Voßschmidt ist nach seinem Comeback direkt präsent

Am Sonntag gab der Schlaks sein Comeback - und war direkt präsent im Spiel des PSV. Der Stürmer fiel (vor allem in der ersten Hälfte) weniger durch Ballaktionen auf, als durch seinen Einsatz. Permanent lief Voßschmidt die gegnerischen Verteidiger an, brachte Unruhe in den Spielaufbau der Fröndenberger.

Christian Voßschmidt erzielte den 3:2-Siegtreffer für den PSV Bork.

Christian Voßschmidt erzielte den 3:2-Siegtreffer für den PSV Bork. © Matthias Henkel

Spielertrainer Sanmi Ojo hatte in den Tagen vor dem Spiel mangelndes Engagement seiner Mannschaft bemängelt - gegen Fröndenberg-Hohenheide war das auch wegen Voßschmidt anders: „Von Christian erwarte ich Einsatz - und den zeigt er“, lobte Ojo. „Er ist wichtig für die Mannschaft, weil er die jungen Spieler anleitet“, so der PSV-Trainer.

Voßschmidt selbst gab sich im Gespräch bescheiden, wollte seine Rolle nicht herausheben. „Auch wenn ich nicht die meisten Tore schieße“, so der Stürmer, „ich glaube, ich kann der Mannschaft vorne drin ganz gut helfen, weil ich die Bälle halten und verteilen kann.“ Viel mehr war aus Voßschmidt über dessen eigene Leistung nicht herauszubekommen.

Sanmi Ojo sprich in den höchsten von seinem Co-Trainer

Dafür sprach sein Trainer in höchsten Tönen von seinem „spielenden Co“: „Wir haben in den vergangenen Wochen zu spüren bekommen, dass er nicht da war“, meinte Ojo. „Dass er nach seiner Rückkehr sofort auf den Punkt wieder da ist, ist klasse.“

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Auf dem Feld zeigte Voßschmidt nicht nur seine Führungsqualitäten, indem er sich in jeden sich bietenden Ball warf. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass sein Einsatz auch mit etwas Zählbarem belohnt wurde. Kurz vor dem Ende (89. Minute) lief der Stürmer noch immer unermüdlich den Gegner an.

Und diesmal gelang ihm nicht nur die Verhinderung eines geordneten Spielaufbaus, sondern er nahm dem Fröndenberger Verteidiger den Ball ab. Die Kugel im Anschluss zum 3:2-Siegtreffer im Gäste-Tor unterzubringen, war da eine leichte Übung - und der verdiente Lohn für den Kampf über das ganze Spiel.

PSV Bork liefert gegen Fröndenberg einen großen Kampf

Diesen lieferten am Sonntag aber auch Voßschmidts Teamkollegen. Ansonsten hätte der Co-Trainer das angesprochen, wie auch Ojo weiß: „Er haut auch mal drauf, wenn es nicht so läuft.“ Gegen Fröndenberg war das aber nicht nötig. Nicht, weil der PSV von sich aus vom Start weg über die ganze Zeit überzeugt hätte. Sondern weil Voßschmidt die Mannschaft durch sein Vorweggehen mitzog.

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