Saison-Aus für Dominik Winkler beim SuS Olfen

Zweite Kreuzband-OP

In der letzten Saison hat Handballspieler Dominik Winkler sich das Kreuzband gerissen. Nun muss der Kreisläufer vom SuS Olfen erneut operiert werden - und fällt für den Rest der Saison aus. Ein herber Rückschlag im Abstiegskampf für die Truppe von Trainer Michael Scholten, der aber auf seine Alternativen vertraut.

OLFEN

, 02.03.2016, 06:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Saison-Aus für Dominik Winkler beim SuS Olfen

„Wir müssen einfach unser Spiel durchziehen“, fordert Kreisläufer Dominik Winkler, hier gegen Gladbeck am Ball.

Es war eine typische Zweikampfsituation, die Winkler in der Saison 2014/15 im Spiel gegen TuS Holsterhausen zum Verhängnis wurde. Er blieb unglücklich am Gegenspieler hängen, verdrehte sich das Knie. Sein Hausarzt diagnostizierte damals zunächst eine einfach Prellung. "Eine Woche später hatte ich immer noch große Schmerzen. Mir war klar, dass es mehr als nur eine Prellung war", sagte der 23-Jährige. Ein MRT-Termin in Datteln verschaffte schließlich Klarheit: Kreuzbandriss.

Weitere zwei Wochen später wurde er dann operiert. "Alles lief super. Ich habe drei Monate lang das Knie mit Hilfe von Physiotherapie stabilisiert", so Winkler. Das einzige Problem: Sein Knie wurde nicht richtig gerade. "Das Narbengewebe spielte nicht mit. Ich konnte mein Knie nicht richtig beugen", sagte der Kreisläufer. Besonders schmerzhaft sei das, wenn er hinfällt und sein Bein reflexartig einknickt. Durch die erneute Operation soll diese motorische Einschränkung nun behoben werden.

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Winkler: "Spätestens zur nächsten Vorbereitung will ich aber wieder angreifen." Die Chancen dafür stünden gut. "Zunächst muss ich ungefähr drei Wochen auf Krücken laufen. Dann kann ich das Knie schon wieder etwas belasten," sagte er.

SuS-Trainer Michael Scholten sieht dem Ausfall seines treffsicheren Kreisläufer relativ gelassen entgegen. Mit Alex Cremer und Till Ott stehen ihm zwei Alternativen zur Verfügung. "Alex fehlt natürlich noch etwas Spielpraxis - auch, weil ich ihm davon manchmal zu wenig zukommen ließ. Wir bekommen das aber durch gezieltes Training und mehr Einsatzzeiten schnell hin", sagte Scholten.

Auch an dessen Abwehrverhalten wolle er arbeiten - schließlich ist es für den sehr jungen Cremer eine große Umstellung. Eigentlich dürfte er noch in der A-Jugend spielen. "Im Seniorenbereich geht es um einiges härter zu," sagte Scholten. Ott selbst hat früher auch am Kreis gespielt. "Beide sind kräftiger gebaut als Dominik. Das ist definitiv ein Vorteil als Kreisläufer", sagte Scholten.

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Eine weitere Möglichkeit wäre Scholten selbst. Der Olfener Recke hat bis zur letzten Saison noch selbst in der ersten Mannschaft gespielt. Als Kreisläufer stieg er mit der Mannschaft in die Kreisliga auf. "Wenn die Jungs sich daran erinnern, wissen sie, wie es ist, mit einem guten Kreisläufer zusammenzuspielen", scherzte Scholten.

Dennoch käme ein Comeback am Kreis als Spielertrainer für ihn nicht in Frage: "Ich konzentriere mich voll und ganz auf meinen Job als Trainer. Auf der Position sind wir durch Alex und Till dann schon gut vertreten." Mehr Sorgen bereite ihm allerdings die in Zukunft fehlende Schnellkraft von Winkler: "Über Dominik konnten wir gute und erfolgreiche Gegenstöße spielen - der ist ja immer ruckzuck vorne."

Dass die Operation mitten in der Saison stattfindet, ist auf berufliche Gründe von Winkler zurückzuführen. "Als ich mir das Kreuzband gerissen hatte, war ich noch in der Ausbildung", sagte er. "Ich habe da bereits rund drei Monate gefehlt. Jetzt wollte ich meine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik zunächst beenden und habe die OP aufgeschoben," erklärte Winkler. Die Saison ist für ihn allerdings beendet - er wird dem SuS Olfen fehlen.

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