Saisonaus für Spielmacher Lars Meier

Endspiel gegen Erkenschwick

Erstmals in dieser Saison sind Fußball-Bezirksligist SuS Olfen zwei Siege in Folge gelungen. Dass der SuS möglicherweise im Saisonendspurt zu spät aufgewacht ist, um die Klasse noch zu halten, ist die Kehrseite des 4:1-Auswärtssieges beim besten Rückrundenteam VfB Hüls. Denn Olfen hat den Rückstand wieder nicht verkürzen können.

OLFEN

, 04.05.2017, 14:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Saisonaus für Spielmacher Lars Meier

Lars Meier (liegend) wird dem SuS Olfen im Schlussspurt der Fußball-Bezirksliga fehlen. Er hat sich die Hand gebrochen.

Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze, er wird und wird nicht kleiner. Sieben Punkte betrug er schon vor drei Wochen. Weil auch Olfens Konkurrenz punktete, hat der SuS den Rückstand bislang nicht verkürzt. Was Olfen mit dem Sieg geschafft hat, ist sich ein Endspiel am kommenden Sonntag gegen die SpVgg Erkenschwick II zu erspielen – eines, das wohl über die Klassenzugehörigkeit des SuS vorentscheiden wird. „Wir haben nicht abreißen lassen. Es ist keiner abgefallen. Das war eine ganz starke Leistung“, sagte SuS-Trainer Andreas Brüse.

Verliert der SuS, kommenden Sonntag (15 Uhr, Steversportpark, Hoddenstraße, Olfen) bräuchte der Verein ein großes Wunder, um bei noch drei Spielen mindestens sieben Punkte aufzuholen. Gewinnt Olfen, muss das Wunder nicht mehr ganz so groß sein. Dann beträgt der Rückstand exakt vier Punkte – und Olfen hätte auf den letzten Metern doch die Chance, noch über den Strich zu springen. Es ist ein richtungsweisendes Spiel.

Mittelhand gebrochen

Fehlen wird dabei Lars Meier. Eine Woche nach seinem Comeback ist Olfens Spielmacher wieder verletzt, er hat sich die Mittelhand gebrochen, wie Brüse bekanntgab – Saisonaus. „Er ist einfach unglücklich drauf gefallen“, sagte Brüse am Dienstag.

Meier war am Sonntag erst eingewechselt worden. Nach einer Viertelstunde bekam Thomas Kilian einen Schlag gegen den Knöchel – und musste raus. Einen aktuellen Stand des Gesundheitszustandes hatte Brüse am Dienstag noch nicht. Bemerkenswert war aber Meier: „Er hat sich durchgebissen“, sagte Brüse. Meier wurde bandagiert und spielte nach dem Sturz in Hälfte eins noch durch. Und das lohnte sich: Später brachte er die Flanke für Marvin Böttcher, der sich wie sein Sturmkollege Niklas Mählmann den Frust von der Torjäger-Seele schoss.

Abstieg noch nicht möglich

Begonnen hatte Andreas Brüse ungewöhnlich. Nicht Darius Brüggemann und Christian Brüse ersetzten Mark Köster in der Innenverteidigung, sondern Kilian, der sonst auf der Sechs zu Hause ist. Als Kilian raus musste, rückte Olfens Achse je ein Rädchen nach hinten: Darius Brüggemann von der Sechs in die Abwehrzentrale, Julian Wilhelm vom zentralen ins defensive Mittelfeld. Vorne kam Meier neu – ein taktischer Zug, der aufging.

Rechnerisch absteigen kann der SuS am Wochenende übrigens noch nicht. Adler Weseke (acht Punkte vor Olfen) ist nämlich spielfrei.

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