SC Capelle zum Saisonstart mit 0:8-Debakel

Fußball: Kreisliga A

Mit einem Horror-Start hat die Saison für Fußball-Kreisligist SC Capelle begonnen. Am Dienstagabend verlor die Mannschaft von Martin Ritz in Münster mit 0:8 gegen den BSV Roxel II. Damit belegt der SC Capelle nach dem ersten Spieltag den letzten Platz in der Tabelle der Kreisliga A2 Münster.

CAPELLE

, 30.08.2017, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
SC Capelle zum Saisonstart mit 0:8-Debakel

Das überrascht ein wenig: Martin Ritz, Trainer des SC Capelle, erklärt den Werner SC II zum Favoriten.

Fußball: Kreisliga A2 Münster BSV Roxel II – SC Capelle 8:0 (2:0)

Der einstige Lieblingsgegner, gegen den Capelle zuvor noch nie verloren hatte, hat viele Fragen in Capelle aufgeworfen. Ist Capelle stark genug für die A-Liga? Wie konnte es zu diesem Debakel kommen? Und wie geht es nach der Klatsche nun weiter?

Trainer Martin Ritz jedenfalls war keinesfalls sprachlos. Auf dem Heimweg auf der Autobahn, den er allein antrat (O-Ton: „Und das ist auch besser so“) sprach Ritz ganz offen über die desolate Präsentation seines Teams. Wie hilflos es in Halbzeit zwei war. Und wie schlecht die Sprache auf dem Platz auch war. „Das war gar nichts“, sagte Ritz, „von der Einstellung war nichts zu sehen. Roxel war viel galliger als wir.“

Vorgeführt

In Halbzeit zwei wurde der SC Capelle regelrecht vorgeführt. Die Niederlage wuchs zu einer Blamage an. Drei Minuten nach der Pause und in der 54. Minute trafen Roxeler Akteure zum 3:0 und 4:0 – spätestens da war die Entscheidung gefallen. Ein Drama war es da noch nicht. Eine Viertelstunde später schon. Denn da stand es bereits 7:0, ehe zwölf Minuten vor dem Ende das beschämende 8:0 für Roxel fiel – der Schlusspunkt eines traurigen Capeller Fußballabends. „Da war jeder Schuss ein Treffer. Das war ganz bitter“, sagte Ritz. Dabei habe sich seine Mannschaft in der Kabine zur Pause noch versucht zu sammeln. Mit 0:2 lag der SC Capelle zu diesem Zeitpunkt zurück.

Hoffnungen in der Pause

Das 0:1 resultierte aus einem Ballverlust, das 0:2 kurz vor der Pause aus einem Konter, nachdem Capelle selbst einen Eckball hatte. Doch es war kein Rückstand, den man nicht umbiegen konnte. Die Hoffnung auf etwas Zählbares war da. Das schlug am Ende um in die höchste Pleite seit Jahren. „Die Spieler müssen daraus lernen – und zwar schnell“, forderte Ritz.

Und nun reist Capelle am Freitag (19.30 Uhr, Hohe Geist 7, Münster) als Schlusslicht ausgerechnet zum Meister des Vorjahres, Concordia Albachten. Drei Tage Zeit, um die historische Pleite zu verdauen. „Das Spiel ist das Beste, was uns passieren konnte“, sagte Ritz, „jetzt müssen wir kicken. Und uns hat niemand mehr auf der Rechnung.“

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