Schock beim PSV Bork: Unerwartet hohe Niederlage gegen SG Massen II

Fußball

Das 0:5 war beim PSV Bork so nicht zu erwarten. Vor Trainer Sanmi Ojo und seinem Team liegt eine Menge Arbeit. Das weiß Ojo aber auch selbst.

Bork

, 13.09.2020, 21:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sanmi Ojo spricht von einer „katastrophalen Leistung“.

Sanmi Ojo spricht von einer „katastrophalen Leistung“. © Sebastian Reith

Sanmi Ojo, Trainer des Fußball-B-Ligisten PSV Bork, gab nach dem 0:5 gegen die SG Massen II zu, geschockt gewesen zu sein. „Vor uns als Trainerteam, das müssen wir uns eingestehen, liegt noch eine Menge Arbeit“, sagte Ojo, und zog sich auch in die sportliche Kritik ein: „Es war wieder eine Scheißpartie von mir.“

Die 0:5-Niederlage vor heimischem Publikum sei auch in der Höhe gerechtfertigt gewesen, gab Ojo ohne Umschweife zu. Was auffallend war: Die Tore fielen in zwei kleinen Zeitfenstern. Nach einer halben Stunde nutzte Massen Fehler in der Borker Abwehr (31., 34.). In Hälfte zwei brach Bork ab Minute 70 auseinander. Die drei Treffer (70., 72., 74.) fielen dicht hintereinander.

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Verlieren, das wusste auch Ojo, kann man ein Spiel immer mal. Aber nicht so und vor allem nicht so hoch, erst recht nicht, wenn man wie der PSV Bork den Anspruch hat, etwas weiter oben mitzumischen. Die Leistung sei „katastrophal“ gewesen, sagte Ojo.

Das Spiel kippt in Richtung der SG Massen II

Die ersten zehn Minuten habe seine Elf gut dagegengehalten. Dann ließ das Anlaufverhalten nach. „Das Spiel kippte“, merkte Ojo, auch mental. Die Stimmung wurde schlechter auf dem Platz. Hier, sagte der Trainer selbstkritisch, hätte er womöglich schon die ersten Wechsel vornehmen sollen. Aber das weiß man hinterher ja immer besser.

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Ein langer Ball, ein Mittel, bei dem Bork öfter Probleme habe, kam schließlich als Flanke in die Mitte - mit dem Flugkopfball zum Massener 1:0 begann Borks Misere, die in eine deftige Klatsche mündete. Der Knackpunkt sei aber das 0:3 in Hälfte zwei gewesen. „Wir waren die ersten 25 Minuten der Halbzeit am Drücker. Jeder hat auf das 2:1 gewartet.“

Doch ein Rückpass direkt auf einen Unnaer leitete das 0:3 ein. Ojo: „Das war wie ein Gnadenstoß. Und dann hat man gesehen, dass das Kartenhaus zusammengefallen ist.“ Ojo sucht nun Wege aus dem Tal. Antworten hat er noch nicht, wie er selbst sagt, bleibt aber kämpferisch: „Wir wissen noch nicht, wo wir den Hebel ansetzen müssen. Aber wir werden ihn ansetzen!“

PSV Bork: Koch - Bester, Rosengart, Bauer, Scherner (46. Zander), Ojo, Osmani (46. Klaas, 72. Onweni), Küchler, Böcker, Dvorak (68. Hördemann), Böckenbrink

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