Schröder glänzt bei Olfens Sieg - Alle Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

Der SuS Olfen hat nach der gefühlten Niederlage vergangene Woche den ersten Sieg eingefahren. Der PSV Bork und GS Cappenberg haben beide verloren, Vinnum belohnte sich knapp.

von Tim Hübbertz, Carl Brose

Selm

, 19.08.2018, 20:47 Uhr / Lesedauer: 5 min
Schröder glänzt bei Olfens Sieg - Alle Ergebnisse

Felix Schröder (r.) kämpft um den Ball. Mit zwei Toren war er Mann des Tages beim SuS Olfen. © Jürgen Weitzel

Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld
SuS Olfen – SG Coesfeld 3:1 (0:1)

Felix Schröder hieß der Mann der Stunde beim Sieg des SuS gegen Coesfeld. Der 19-jährige Flügelstürmer, der in der vergangenen Spielzeit noch für die U19 der Olfener gespielt hat, sorgte mit seinen beiden Toren und einem insgesamt überzeugenden Auftritt für den ersten Saisonsieg. Danach sah es zunächst nicht aus, denn der SuS geriet bereits in der 17. Spielminute ins Hintertreffen. Da hatte nämlich Coesfelds Stürmer Cedric Schürmann den Ball nach einem Freistoß von Lucas Jacobs über die Linie gestolpert.

Die Gastgeber rannten danach lange an, aber brachten es nicht fertig, den Ball im Tor von Keeper Marcel Wulfert unterzubringen. Wulfert rettete zunächst in der 20. Minute bärenstark, nachdem Robin Maikötter gestartet war und frei vor dem Tor für Niklas Mählmann querlegte. Nur drei Minuten später stand er wieder im Mittelpunkt, als er mit einer starken Fußabwehr gegen Felix Schröder seiner Mannschaft die Führung bewahrte. „Meine Mitspieler haben mich in der Halbzeit aufgebaut“, erzählte Felix Schröder nach der Partie.

„Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir so weiterspielen müssen, wie bisher“, sagte SuS-Coach Michael Krajczy nach dem Spiel.

Die Ansage des Trainers schien zu fruchten. Denn in der 61. Spielminute war es zum ersten Mal Felix Schröder, der nach starker Fußabwehr von Keeper Wulfert nur noch ins leere Tor abstauben musste. „Ich habe bei den Toren einfach den Kopf ausgeschaltet“, sagte der Torschütze. Das schien zu funktionieren, denn in der 82. Minute sorgte er auch noch für den 3:1-Endstand, nach Vorarbeit von Kapitän Marvin Böttcher.

Den Treffer zur 2:1-Führung besorgte in der 76. Minute Niklas Mählmann, der den Coesfelder Schlussmann umkurvte und aus spitzem Winkel ins leere Tor traf. „Das ist natürlich erleichternd für uns“, sagte Krajczy, „vor allem nach dem Spiel letzte Woche, wo wir eine 4:2-Führung verspielt haben.“

Die Olfener taten sich lange Zeit sehr schwer mit den Gästen aus Coesfeld, die sehr präsent in den Zweikämpfen waren und in Halbzeit eins auch die meisten Zweikämpfe gewannen. „Wir haben ruhig weitergespielt“, sagte der Trainer der Olfener, der „Insgesamt zufrieden“ mit der Leistung seiner Mannen. Damit hat der SuS nach der verschenkten Führung letzte Woche bei Borussia Darup auch den ersten Sieg der neuen Spielzeit eingefahren.

Teams und Tore

SuS Olfen: Götz - Maikötter 75. Diallo), Brüggemann, Brüse, Potthoff, Czempik, Zyla, Meier (86. Kleischmann), Schröder (83. Wilhlem), Mählmann, Böttcher

Tore: 0:1 Schürmann (17.), 1:1 Schröder (62.), 2:1 Mählmann (76.), 3:1 Schröder

(82.)

Schröder glänzt bei Olfens Sieg - Alle Ergebnisse

Trainer Pascal Harder (r.) musste aufgrund von Personalnot selbst ein Trikot anziehen. © Jürgen Weitzel

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Cappenberg – Bausenhagen 2:4 (0:2)

Cappenberg kommt nicht so recht in Fahrt in der neuen Saison. Am vergangenen Sonntag musste sich Trainer Pascal Harder aufgrund von Personalmangel sogar noch selber einwechseln. „Wir haben gut angefangen, aber dann total den Faden verloren“, sagte der unfreiwillige Spielertrainer, der bereits in der ersten Halbzeit zweimal wechseln musste.

In der 23. Minute gab es dann den ersten Gegentreffer, als Florian Chille den Ball nach einem Freistoß im Tor von Keeper Philipp Grenigloh unterbrachte. Nach einer guten halben Stunde gab es dann den zweiten Rückschlag für die Gastgeber nach einem Solo von Heiko Sonnenberg (31.).

Die zweite Halbzeit dagegen begann vielversprechend für Grün-Schwarz, denn bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff schlug Tim Jesella zum ersten Mal zu. Der Stürmer verwandelte eine Hereingabe von Julius Becker zum Anschlusstreffer (48.). „Wir sind richtig stark aus der Halbzeit gekommen“, sagte Harder. Er sollte recht behalten, denn in der 68. Minute bekamen die Gastgeber einen Foulelfmeter zugesprochen, den erneut Jesella zum 2:2-Ausgleich verwandelte.

In der 75. Spielminute war die Aufholjagd dann aber auch wieder beendet, als erneut Florian Chille für die Gäste zur 3:2-Führung traf. Danach warfen die Cappenberger natürlich alles nach vorne, allerdings vergebens, da Enrico Gruda quasi mit dem Schlusspfiff einen Konter aus abseitsverdächtiger Position zum 2:4-Endstand vollstreckte. „Wir waren einfach nicht in den Zweikämpfen und haben zu oft nur Geleitschutz gegeben“, nannte Harder als einen Grund für die Niederlage. Damit bleibt Cappenberg auch im zweiten Spiel der Saison noch ohne Sieg.

Teams und Tore

GS Cappenberg: Grenigloh - Holtze (64. Harder), Lange (38. Augustin), Hane, Becker, Jesella, Selbstaedt, Pestinger (24. Lohölter), Markowski, Felsberg, Habibivand

Tore: 0:1 Chille (23.), 0:2 Sonnenberg (31.), 1:2 Jesella (48.), 2:2 Jesella (68./ Foulelfmeter), 2:3 Chille (75.), 2:4 Gruda (90.+3)

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Sebastian Kramzik (r.) biss gegen FC Overberge mehr als 80 Minuten auf die Zähne © Jürgen Weitzel

Kreisliga A2 Unna-Hamm
PSV Bork – Mühlhausen II 0:3 (0:0)

Die Landesligareserve aus Mühlhausen startete mit viel Druck in das Spiel. Dabei zeichneten sich die Gäste durch eine harte Zweikampfführung aus. Das bekam auch PSV-Kapitän Sebastian Kramzik bereits nach acht Minuten zu spüren. Nach einem Dribbling durchs Mittelfeld wurde Kramzik rustikal zu Fall gebracht. Danach spielte der Stürmer über das restliche Spiel angeschlagen weiter.

Ansonsten war die erste Hälfte davon geprägt, dass beide Mannschaften auf Fehler des Gegners lauerten. Wobei die Borker sich die besseren Chancen erarbeiteten. Die beste vergab Robin Grund, als er an dem Mühlhäuser Torwart Maurice Hartmann scheiterte (8.). „Wir waren gerade in der ersten Halbzeit am Drücker und die bessere Mannschaft“, so Kramzik.

In der Halbzeitpause gab es dann die nächste Hiobsbotschaft für den Borker Trainer Markus Kuhn. Mittelfeldmotor Giuliano Buccini konnte nicht mehr weiter machen. Durch die Umstellung kam etwas Unordnung in das Spiel des PSV. Diese nutzten die Gäste eiskalt aus. Nach einem Getümmel am Borker Strafraum rutschte der Ball zu Christian Hackmann durch. Der Mühlhausener nahm aus knapp 16 Metern Maß und der Ball schlug abgefälscht im linken Eck ein (65.).

Nach dem Rückstand bäumte sich der PSV noch mal auf und warf alles nach vorne. Doch wenn die Borker mal gefährlich vor das Mühlhausener Tor kamen, fehlte die letzte Präzision. „Am Ende sind die Verletzten einfach nicht zu kompensieren. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat bis zum Ende gekämpft“, sagte Kuhn.

Gegen die aufgerückte Borker Hintermannschaft entschied Mühlhausen dann das Spiel durch zwei schnelle Konter (85., 93.).

Teams und Tore

PSV Bork: Stember - Köppeler (71. Preuß), Brüggemann, Kuhn, Schubert, Osmani, Buccini (46. Fischmann), Berndt, Grund, Kramzik, Schickentanz

Tore: 0:1 Hackmann (65.), 0:2 Berisa (85.), 0:3 Akman (93.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
DTSG Herten – Vinnum 3:4 (3:0)

Bei der DTSG Herten haben Westfalia Vinnum am Sonntag eine gute Moral und gleich mehrere späte Tore dazu verholfen. Mit 0:3 lag die Westfalia zur Pause eigentlich schon hoffnungslos zurück und drehte erst in der zweiten Halbzeit mit einem Doppelpack von Fatih Cengiz, dem Ausgleich von Christian Voßschmidt per Kopf und einem Eigentor in der vierten Minute der Nachspielzeit das Spiel.

Aber was war da bitte in der ersten Halbzeit bei Vinnum los? „Wir sind überhaupt nicht reingekommen“, sagte Trainer Frank Bidar, „bis auf Lebsack und Cengiz hatten wir da neun Totalausfälle auf dem Platz.“ Harte Worte für einen Trainer, der auch harte Taten folgen ließ.

Nach dem 0:2, das Arnd Forsmann mit einem Ballverlust verursacht hatte („Er stand völlig neben sich“), wechselte Bidar nach einer halben Stunde gleich doppelt: Forsmann musste raus, zudem wich Kapitän Stefan Olfens im Mittelfeld Yusuf Demir. Demir hätte man eigentlich in der Startelf erwarten können. „Er war zu spät“, begründete Bidar die Maßnahme, „Viertel vor muss man bei uns in der Kabine sein. Er war erst um 48 da. Und wer nicht pünktlich ist, spielt nicht von Anfang an.“

Bidar stellte um, von 4-2-3-1 auf 4-4-2 und später dann auf 3-4-3. Volles Risiko, das sich gelohnt hat. Laut sei es in der Pause aber nicht gewesen. „Wir haben uns normal unterhalten. Jeder hat verstanden, dass ich nicht zufrieden war“, sagte Bidar. Das erste und das dritte Tor seien auf das Konto von Keeper Patrick Roser gegangen, der sich im Kampf um die Nummer eins nicht gerade empfohlen haben dürfte...

Teams und Tore

Westfalia Vinnum: Roser - Wessels (46. Wendel), Rosowski, Stanek, Forsmann (33. Rosengart), Olfens (33. Demir), Yavuz, Lebsack, Voßschmidt, Cengiz, S. Görlich

Tore: 1:0 Oral (16.), 2:0 Keskin (32.), 3:0 Ceylan (41.), 3:1 Cengiz (54.), 3:2 Cengiz (85.), 3:3 Voßschmidt (87.), 3:4 Sahin (90.+4/Eigentor)

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